Kartoffelexperiment

Der Knirps ist heute 5 Monate und 3 Tage alt.

Da habe ich einen ausführlichen Blogartikel zu meinen Beikostgedanken geschrieben. Ich habe mit dem Allerbesten diskutiert und mit mir selbst auch ein bisschen. Ich habe Empfehlungen gelesen und Studien gesucht. Später noch die Kommentare auf meinen Beitrag gelesen. Ein paar neue Gedanken entdeckt, andere nochmal neu bewertet, korrigiert. Und dann gab es an diesem Mittwoch abend bei uns, völlig ohne Hintergedanken, Pellkartoffeln mit Quark.

Der Knirps hat natürlich die übliche Show hingelegt und gierig auf unser Essen gestarrt, gefuchtelt und gezappelt, eine viertel Stunde lang. Irgendwann war meine Ungeduld fast so groß wie seine, und ich sagte, “geben wir ihm doch einfach mal ein Stück zum ausprobieren, was meinst Du?” Der Allerbeste hielt erst mal wenig davon. Wir haben ausgemacht, dass wir noch warten, also warten wir. Und ich war hin und hergerissen – einerseits hatte er recht, wir hatten das ja schon durchgesprochen. Andererseits war ich jetzt wirklich ungeduldig und neugierig. Wenn ich erst mal Feuer gefangen habe, brenne ich wie eine Strohpuppe. Also fing ich an, ihn mit meinen neuentdeckten Argumenten zu bombardieren. Dann hörte ich auch gleich wieder damit auf, denn irgendwie ist es nicht so die feine Art, die Ansicht des Knirpspapas so einfach niederreden zu wollen. Schließlich hat er genausoviel Rechte, Pflichten, Verantwortung für den Knirps. Für unser Kind. Wenn er also der Meinung ist, wir warten noch, sollten wir warten. Doch irgendwie ging das Gespräch trotzdem weiter. Und irgendwann meinte auch er, wenn auch nicht ganz so überzeugt, können wir schon machen. Da wollte dann ich wieder einen Rückzieher machen, weil ich sah, dass er eben nicht wirklich überzeugt war – doch wenn der Allerbeste erst mal “machen wir” sagt, dann meint er das so. Punkt und basta. Na gut.

Und auch wenn das manchen vielleicht richtiger vorkäme: auch das war keine Bauchgefühlentscheidung, sondern reine Kopfsache. Zum einen scheint die aktuelle Studienlage (soweit ich sie kenne) wirklich keinen Nachteil bezüglich Allergenen etc. in einer mäßig frühen Beikosteinführung zu sehen, aber doch einen im frühzeitigen Abstillen. Was für mich so laienhaft bedeutet: so lange ich zu 98% stille, ist es eigentlich unwichtig, ob er nebenbei auch noch an etwas herumknabbert. Schließlich wird es gerade bei unserem Ansatz eine ganze Weile dauern, bis er wirklich nennenswerte Mengen essen wird, anstatt die Nahrungsmittel nur zu zermantschen und durch die Gegend zu werfen mit allen Sinnen zu erforschen. Also eher eine Möglichkeit, seine Neugierde auszuleben, als wirklich die Einführung von anderem Essen. Und zweitens beruht ein guter Teil des “baby led weaning”-Konzepts darauf, dass die Kinder mutmaßlich erst dann selbst essen können, wenn sie auch dazu bereit sind. Wenn sie die Lebensmittel noch nicht selbst in die Hand nehmen und zum Mund führen können, ist es zu früh für feste Nahrung. Genauso, wenn beim Abbeißen alles wieder von der Zunge aus dem Mund geschoben wird, ein natürlicher Reflex, der eben genau das versehentliche Verschlucken fester Teile verhindert.

Also nahm ich den Knirps zu mir auf den Schoß und legte einen Schnitz gepellte Kartoffel in Reichweite. Natürlich griff er sofort danach, doch dann folgte zu unserer Belustigung erst einmal ein leicht erstaunter Blick zu uns beiden. Mit etwas Phantasie sah das aus wie ein “Hm, jetzt darf ich plötzlich?”. Zunächst versuchte er, das Stück mit einer Hand aufzuheben, doch wie gekochte Kartoffeln so sind – mit jedem kräftigen Händedruck hat er sie ein Stück kleiner gemacht und weiter zermantscht. Irgendwann wurde er ungeduldig, so dass ich die kleinen Stücke aufgegessen habe und ihm noch ein zweites Stück hingelegt hat. Diesmal ist er dann gleich mit zwei Händen an die Sache heran gegangen, was wesentlich besser geklappt hat.

Ohne großartige weitere Manscherei wurde die Kartoffel nun also zum Mund geführt. Und happ, war ein Bissen (oder wie auch immer man das bei einem fast zahnlosen Knirps nennen darf) im Mund verschwunden. Dann saß er da allerdings erst mal mit ziemlich verdutztem Gesicht. Er saß und wartete. Irgendwann begann er dann, Kaubewegungen zu machen und hat das Stück offensichtlich recht bald heruntergeschluckt. Das Gesicht war immer noch mehr als köstlich. Ich durfte das Schauspiel ja leider nur von hinten und von der Seite beobachten, aber das hat schon gereicht. Der nächste Versuch ließ nicht lang auf sich warten. Dabei hat er dann allerdings zuerst die Kartoffel nochmal verloren, so dass er sie erst wieder neu aufnehmen musste. Als er das geschafft hatte, also wieder zum Mund damit. Diesmal war das Stück im Mund größer, vielleicht etwas zu groß für den kleinen Knirpsmund, so dass er als erstes begann, etwas Kartoffelbrei zwischen den Lippen wieder herauszudrücken. Dann saß er wieder reglos da und wartete. Wir befürchteten schon, er würde sich nun verschlucken, doch als ich dann versuchen wollte, ihm die Kartoffel wieder aus dem Mund zu fischen, war er schon dabei, das meiste doch zu kauen verdrücken und ebenfalls zu schlucken. Ein Teil wurde mit den Kaubewegungen wieder aus dem Mund befördert, aber wie schon gesagt, das Stück war wirklich… etwas zu groß. Ich habe nur noch einen leeren Mund erwischt. Er hat noch einen eher winzigen dritten Bissen genommen, bevor dann die Kartoffel endgültig zu klein war, um sie halten zu können.

Fazit: Experiment erfolgreich beendet. Sicher war der Knirps etwas erstaunt darüber, was da so passiert. Manchmal hatte ich den Eindruck, er versucht zu schlucken wie bei Milch, obwohl im Mund eben etwas mehr oder weniger Festes war. Aber immerhin hat er das Prinzip ja dann doch mehr oder weniger kapiert, hat sich nicht verschluckt, hat keine nennenswerten Mengen ausgespuckt und nur bei der ersten Kartoffelportion beim händischen Betasten etwas auf den Boden geworfen. Und er schien glücklich und zufrieden.

Wir werden jetzt wohl immer mal wieder, wenn etwas passendes auf dem Speiseplan steht, einen ähnlichen Versuch machen. Einfach um ihn probieren zu lassen, um ihn langsam daran zu gewöhnen, dass nicht jede Nahrung flüssig ist und um seine Neugier zu befriedigen. Als nächstes vielleicht etwas Banane oder gedünsteten Apfel. Oder einen Streifen gedünstete Zucchini oder Karotte oder das klassische Gemüse “mit Halter”, Brokkoli. Und in etwa vier Wochen, wenn dann der eigene Hochstuhl steht, machen wir das ganze regelmäßiger.

Noch als Nachtrag: heute gab es ein Stück mittelweiche Karotte. Sofort gegriffen, begriffen und ausgelutscht. Ja, ausgelutscht – irgendwie hat er es geschafft, eine Art Hülle stehen zu lassen, der das Innere fehlt. So ganz subjektiv fand er die Karotte übrigens besser als die Kartoffel; sobald sie ihm aus den Händen rutschte, protestierte er und strahlte richtig, wenn er sie wieder hatte und weiter knabbern konnte. Ausgespuckt: nichts. Heruntergeworfen: nur ab und an die Karotte, weil sie zu kurz für die kleine Faust wurde – aber sofort wieder gefordert. Gegessen: etwa die Hälfte eines babyfaustlangen Karottenstücks und das Innere eines weiteren Viertels. Gar nicht so schlecht für den Anfang, finde ich.

About these ads

27 Gedanken zu „Kartoffelexperiment

  1. multiples

    Darf ich ehrliches Feedback geben? Mach ich einfach – OK?!

    Also wenn ich so von Studien bzgl. der perfekten Babyernährung und den betreffenden Überlegungen über ein Stückchen Kartoffel lese… dann wird es mir komisch? Natürlich soll es nur die beste und richtige Entscheidung sein, wenn es um die Belange des Kindes geht – aber mal ehrlich: Wie soll das weitergehen? Wird nun jede, das Kind betreffende Entscheidung derart intensiv recherchiert, diskutiert und analysiert?

    Ohje, das werden aber sehr-sehr aufwändige Jahre, die nächsten 18 Jahre. Ich habe mir nie so eine riesengroße Mühe und Gedanken gemacht, hatte Anno 1993 auch noch gar nicht diese Informationsvielfallt, die wir jetzt haben – und doch habe ich eine physisch und psychisch kerngesunde 16jährige Tochter.

    Liebe Frau Miez, ihr Bauch sagt es ihnen doch ganz richtig. Hören sie drauf und dann wird schon alles gut. Ein Stück Kartoffel schadet nicht, ein Stück Möhrchen auch nicht und an einem Stück Brötchen kann man auch herrlichst herumlutschen.

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Klar – ehrliches Feedback ist mir das liebste! (auch wenn ich doch gar nicht die Frau Miez bin. Dort geht es aber ja auch gerade um Bauchgefühle..)

      Ich muss zugeben, ein Stück weit ist dieses analysieren, diskutieren und recherchieren einfach das, was ich bin. Bei jedem Thema von Politik über Job bis hin zum Kochen, nicht nur bei Kinderthemen. Jede Anschaffung wird ebenfalls so recherchiert. Vieles lese ich nicht erst jetzt, sondern habe es längst gelesen. (Machen Sie sich deshalb gerne auch gefasst auf Artikel zum Thema Schlafen, Laufen lernen, Tragen, Sprechen lernen, Fremdbetreuung,…. ;-) nicht ganz ernst, aber ja, zu all diesen Themen habe ich mir durch ausführliche Recherche so meine Meinung gebildet. Einfach so). Außerdem habe ich den Vorteil, wirklich extrem schnell lesen zu können. So braucht die Recherche nicht so wirklich lang und das wichtigste, ja, es macht mir Spass. Nennen wir das doch einfach Hobby :) Nicht umsonst habe ich auch einen Job, indem ich viel recherchiere, lese, analysiere. Nicht umsonst habe ich ein Fach studiert, das den meisten zu trocken und analytisch ist, für mich aber die perfekte Wissenschaft, weil so schön klar und logisch.

      Mir ist schon klar, dass manche das als übertrieben ansehen. Für mich fühlt es sich gut an und ich fühle mich deswegen auch nicht übervorsichtig, hysterisch oder sonstwas. Es ist einfach das, was ich schon immer mache. Wenn mich ein Thema interessiert, habe ich schon früher (vor-Internet-Zeiten, als ich noch jung war) ein Buch am anderen dazu verschlungen. Alles, was ich kriegen konnte. Fachbücher, Laienliteratur, Zusammenfassungen. Und jetzt gerade interessieren mich eben Kinder.

      Manchmal sagt der Bauch mir richtiges, manchmal falsches. Aber so fühle ich mich am wohlsten.

      Antwort
  2. Pan

    Dann setze ich mal den Contrapunkt.

    Es kann nie schlecht sein, informiert an eine Sache ranzugehen. Was ist schlecht daran, sich Gedanken zu machen, Fakten zu lesen und Quellen zu bewerten?
    Denn worauf würde man sonst vertrauen? Auf obskure Hebammenmythen? Auf die Schwiegermutter, die Nachbarin, die Spielplatzbekanntschaft, die ja jemanden kennt, der … ?

    Man liest so oft von Glaubuligebern, Osteopathenbesuchern, Hobbyastrologen und diversen anderen Un- und Antiwissenschaftlern. Das wird *immer* stehengelassen. Genau wie jeder Anflug von Bauchgefühl, jedes “IIICH bin nämlich die MUTTER!!!”, jede irgendwie emotional begründete Entscheidung euphorisch gefeiert wird.

    Nein, Schussel macht das schon ganz richtig. Vielleicht muss tatsächlich nicht jedes Stückchen Kartoffel diskutiert werden, vielleicht ist manches auch einfach egal und jede Entscheidung wäre richtig. Vielleicht rechtfertigt der zweifelsfrei höhere Aufwand nicht immer den damit erreichten Nutzen (aber was Schussel mit ihrer Zeit macht, ist nun wirklich ihre Sache) – aber Schaden, nein, Schaden kann ein mehr an Wissen sicher nicht.

    Antwort
  3. multiples

    *KREISCH* Ich habe Dich als Fr. Miez bezeichnet :-( Oh Nein… ich versuche gar nicht erst mich aus der Nummer wieder rauszureden!

    Wer ist hier der Schussel? In diesem Fall wohl ich. Boah ne, ist mir das jetzt peinlich.

    Entschuldige Bitte!

    Zur Kritik… klar, schaden kann es nicht, glaubt man.

    Auf der anderen Seite habe ich neulich einen spannenden Artikel gelesen in dem es darum ging, dass keine Elterngeneration zuvor sich so viele Gedanken rund ums Kind, seine Ernährung, seine Erziehung, seine Bildung usw gemacht hat wie die unsere jetztige. Gleichzeitig fällt aber auch auf, dass keine Kindergeneration wie die jetzige soviel psychische Erkrankungen hervorbringt wie die jetzige.

    Wissen kann nie schaden, gründliches Überlegen auch nicht – ZU theoretisch sollte man es meiner Meinung nach aber auch nicht angehen.

    Ich hatte immer mal wieder Zeiten in denen ich an meinem Bauch zweifelte und glaubte, dass meine Erziehung nicht ganz richtig sein kann. Ich las dann auch alles, was es zu dem Thema zu lesen gab und versuchte jenes aktue Problem analytisch, rational anzugehen. Ich bin jedes Mal daran gescheitert, die Situation verschlechterte sich,weil ich nicht mehr richtig ich/ echt war und die Kinderlein recht konfus darauf reagierten.

    Was will ich eigentlich sagen? Analysieren ist gut, solange es nicht dazu führt, dass man gegen den Bauch arbeitet.

    Wenn analysieren, allerdings Hobby ist – nun, dann scheint es ja dem Bauch zu entsprechen :-)

    Du machst das wirklich klasse, daran hatte ich nie einen Zweifel aus jeder Zeile klingt ganz viel Liebe. Da kann die Analyse nicht schaden.

    DEN einen, perfekten Weg gibt es eh nicht und Fehler wirst du genauso viele machen, wie ich auch. Nur andere ;-)

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Das mit der Anrede ist doch wurscht – da bin ich die letzte, bei der Dir das peinlich sein muss. (Vielleicht musst Du Dich da eher bei der Frau Miez entschuldigen, dass Du so ein verschwurbeltes Wesen wie mich mit ihr in Verbindung bringst ;-))

      Der Artikel würde mich grundsätzlich interessieren. Denn meine Meinung dazu: zum einen ist ja Koinzidenz nicht gleich Ursache. Andere Leute schieben den (unbestreitbaren) Anstieg an psychischen Erkrankungen und Problemfällen bei Kindern auf die Medien, auf die Zeitknappheit, auf die Schule oder auf die fehlenden Regeln. Ich persönlich glaube nicht, dass durch Information oder durch zu viel Theorie die Kinder krank werden. Wenn da überhaupt ein direkter Zusammenhang besteht, dann ist das für mich in dem Sinne, dass Kinder oft “funktionieren” müssen. Jemand liest, dass Kinder mit einem Jahr durchschlafen können, also soll es das gefälligst auch tun. Die schlauen Bücher sagen, dass man es schreien lassen soll, auch wenns in der Seele weh tut – also macht man das und schließt sich aus dem Zimmer aus, in dem das Kind brüllt. Der Job wartet, das Geld wird knapp, also muss das Kind in die Fremdbetreuung, ob es will (und ob die Mutter will) oder nicht. Ich glaube eher daran, dass solche Dinge psychischen Schaden verursachen können. Nicht zwingend tun, aber können. Eben dann, wenn man ein menschliches Wesen (ob nun Kind oder Partner) in ein theoretisches Schema drückt, das man von außen hat. Wenn ich aber versuche, aus der Theorie heraus mein Kind zu verstehen, möglichst gut auf es ein zugehen, dann glaube ich nicht daran, dass ich damit Gefahr laufe, ihn psychisch krank zu machen.

      Ich glaube, das was Du ansprichst, dass man an seinem Gefühl zweifelt und Angst hat, nicht alles richtig zu machen, ist etwas anderes. Wenn sich bei mir wirklich alles sträubt, würde ich auch nie so handeln. Nein, meist ist es eher so: es gibt zwei Varianten, die sich ähnlich gut anfühlen. Zu denen ich vielleicht gar keinen emotionalen Bezug habe. Dann suche ich und suche ich und analysiere ich und entscheide so, welche mir als die bessere erscheint. Ja, vermutlich ist es einfach so: wenn der Kopf ja sagt, dann ist auch mein Bauch glücklich. So bin ich eben ;-)

      Und ja, jeder macht Fehler. Aber sicher versucht doch auch jeder, so zu handeln, dass er eben so wenige Fehler wie möglich macht. Ob mit Kopf oder Bauch oder Hilfe von anderen. Und wie jeder hoffe auch ich, so wenig Fehler wie möglich zu machen und werde bestimmt trotzdem so einige machen. Es bleibt eben spannend…

      Antwort
  4. dickbauchmarie

    das argument, erst heute gäbe es derart viele psychisch kranke oder labile kinder ist nicht neu, zitieren möchte ich an dieser stelle eine contraposition, die sagt:
    subjektiv und isoliert betrachtet mag das stimmen. allerdings muss hinzu gefügt werden, dass nie zuvor derart viele untersuchungen und studien durchgeführt wurden bzw viele krankheiten bis vor einigen jahrzehnten nicht bekannt. was wiederum heißt, es wurden krankheiten einfach nicht entdeckt, die kinder als normal oder max. anstrengend klassifiziert.

    ich muss zugeben, ich geh dfa d’accord.Auch in meiner kindheit gab es ein mädchen, dass wohl eindeutig als ADS-krank identifiziert worden wäre. da ich jedoch in der ddr aufwuvchs, war das mädchen einfach schwierig und die mutter laut ihrer umgebung zu bedauern….

    und bzgl des belesens: hey-ich machs nicht anders. und es gibt mir wahnsinnig viel sicherheit. eben um jenen unkenrufen ‘du verwöhnst deine kinder’ ‘wie kannst du nur solch ein sklave deiner kinder sein’ etc pp trotzen zu können…

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Stimmt, das mit den Studien und Untersuchungen wollte ich auch noch schreiben, habe es aber vergessen. Früher waren die einen halt etwas “komisch” oder schwierig, selbst Dinge, die heute als eindeutig behandlungsfähige Krankheiten durchgehen (Autismus – Depressionen – …) sind damals eben einfach so mitgelaufen. Vielleicht bin ich auch ADSler. Alles passt und hat immer gepasst. Aber damals wurde da nicht so viel diagnostiziert.
      Ob aber nicht doch gewisse Probleme/Störungen zunehmen, ist die andere Frage. Aber eine, die eigentlich eine eigene Diskussion verdient. Ich habe zum Beispiel schon das Gefühl, dass die Gewalt an Schulen oder besser: die miese, unterdrückende, schamlose Gewalt. Nicht das, wo jemand mal im Streit ein blaues Auge kassiert. Sondern das, wo vier ihren Mitschüler niederprügeln und der fünfte mit dem Handy filmt, um es zu verteilen. Gab es das früher auch so? Wenn nein, warum nicht? Aber – anderes Thema. Ja.

      Beruhigt mich ja, dass es noch mehr Leute gibt, die das so machen mit dem lesen und analysieren. Manchmal fühle ich mich sehr alleine auf weiter Flur, wenn mir alle nur sagen, dass ich nicht genug auf meine Muttergefühle höre… Und es stimmt. Mit Argumenten kommt man Kritikern leichter bei als mit “ich höre da halt so auf mein Gefühl”. Nur deswegen mache ich das aber (glaube ich) nicht. Vielleicht auch.

      Antwort
  5. Sigrid

    Ich glaube, Du klannst gar nicht anders, als immer wieder zu analysieren und zu recherchieren.
    Ich bin da eher der Bauchmensch. Man sieht und hört viel. Was mir davon richtig vor kommt bzw. womit ich leben kann übernehme ich.
    Wo mein Bauch sagt, dass fühlt sich nicht gut an, dass lasse ich.
    ich bin aber mal gespannt, ob Du dass mit dem alleine/ selber essen bei gleichzeitigem Stillen durchhältst.
    Ich habe drei Kreuze gemacht, als mein Sohn mit 9,5 Monaten “endlich” angefangen hat, überhaupt etwas festes zu essen.
    Gestillt habe ich dann bis ca. 1,5 Jahre.
    Das ständige Vollstillen hat einfach mächtig geschlaucht. Als er aber dann den Dreh raus hatte, ging es relativ schnell.

    Sigrid

    Antwort
    1. Schussel Autor

      “Kann nicht anders” hört sich so negativ an. Als wäre das was schlechtes. Nein, ich will ja gar nicht anders :)

      Und ja, ich hoffe natürlich auch, bzw. bin gespannt, ob ich das mit dem Stillen lange durchhalte. Aber geplant ist es zunächst mal. Soo wenig essen die meisten Kinder wohl mit diesem Ansatz gar nicht, auch wenn sie selbst essen – die lernen schnell. Bei den meisten kommen auch so mit 9-10 Monaten ziemlich akzeptable Mahlzeiten zusammen. Ich werde euch auf dem laufenden halten ;-)

      Antwort
  6. dickbauchmarie

    ich denke auch dass es ein geschieter ansatz ist-gescheiter als erzwungen mit brei anzufangen, nur weil das kind die 6monate voll macht. für viele wird die fütterei dann zur qual…

    Antwort
  7. multiples

    Halt Stop, nicht falsch verstehen bitte :-)

    Ich glaube nicht, dass die psychischen Erkrankungen zunehmen, weil Eltern sich zuviel kümmern oder zuviel belesen. Ganz bestimmt nicht. Ich gebe Euch auch Recht, dass heute viele Dinge wie zB ADS therapiert werden, wo man früher dem frechen Bengel einfach ein paar an die Ohren gegeben hat und das ist GUT SO. Tatsächlich glaube ich aber, dass ein zuviel an Frühförderung, Babymassagen, Babyschwimmen, Pekip, später dann Englischunterricht, Musikschule, Ballett… sprich Terminen deutlich mehr Schaden als fraglichen Nutzen bringt – das ist aber ein anderes Thema.

    Was ich im allgemeinen meinte ist, dass man leicht dazu neigen könnte die natürliche Intuition – ergo das (Bauch-)Gefühl zu überhören und nicht authentisch zu handeln worauf ein Kind doch sehr allergisch reagiert. So meine persönliche Erfahrung, die widerrum nichts mit Kartoffelstückchen zu tun hat.Ich habe einfach die Kartoffel gereicht, als Kind mir signalisierte sie haben zu wollen ohne mich vorher zu belesen – du machst es anders. Ist doch aberletztendlich wurscht.

    Meine gestrige Reaktion war ein spontanes Augenbrauenhochziehen, als verwunderte Reaktion auf eine ganz andere Handlungsweise, die ja aber nicht schlechter sein muß. Also der spontane, ehrliche Gedanke: “Wenn sie schon um ein bisschen Kartoffel so einen Wind macht, was macht sie wenn es um Fragen geht wie Schul- und Berufslaufbahn, “Meine Hausaufgaben mach ich nicht”, Wie lange darf das Kindelein in die Disco gehen und anderes?

    Du wirst diese Fragen sicherlich geklärt haben, bevor sie akut sind, während ich es auf mich zukommen lasse und schau was so passiert. ich bin anders, Du bist anders, unsere Kinder sind anders und einzig richtig gibt es eh nicht :-)

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Ich glaube, ich hab Dich schon ganz richtig verstanden :) Es sind einfach zwei verschiedene Ansätze für zwei verschiedene Mütter. Passt schon so :))

      Und mit der Früh”förderung” rennst Du bei mir offene Türen ein. Unser Knirps muss wohl ganz ohne Babymassage, Babyschwimmen und Pekip groß werden. Ich Rabenmutter ;-) aber ja, das ist schon wieder ein eigenes, spannendes Thema.

      Antwort
  8. Sylvia

    *Lach*

    Frau Multiples spricht mir aus der Seele.

    Ich glaube aber nicht, dass die Ansätze so weit weg voneinandern sind. Als Frau Multiples und ich das erste Kind bekommen haben, war das Internet nicht so verbreitet, man mußte sich auf Hebammen, andere Mütter (und zwar aus dem Real Life !), Ärzte und Elternzeitschriften verlassen, ganz grob gesagt.

    Meine erste Tochter konnte ich nicht stillen (Frühgeburt, und ich weiß, wenn man wirklich will und so … war aber nicht). Sie bekam aufgrund der Allergieneigung HA-Milch und im ersten Jahr keinerlei Kuhmilch, Beikost wurde mit geradezu wissenschaftlicher Genauigkeit eingeführt. Ich habe körbeweise Bio-Gemüse vom Biohof gekauft, mit hochwertigem Öl verfeinert und portionsweise eingefroren, sprich immer wieder stundenlang die Küche belegt, damit garantiert kein Allergen sich in die Babykost verirren konnte.

    Heute lächle ich darüber, damals war es wichtig für mich.

    Der einzige Allergiker unter den Kindern ist übrigens Junior, das Extremstillbaby – er wurde erstens lange, zweitens länger als 6 Monate lang voll gestillt.

    Bei vielen Baby- und Kleinkindthemen habe ich mich auch durch viel Litertatur gelesen, um den optimalen Weg zu finden. Nur – den findet man immer schwerer, die jungen Mütter heutzutage tun mir leid, es ist der helle Wahnsinn, wie sehr sie zugemüllt werden mit Dingen, die – Schussel, ich schwöre es dir – in zehn Jahren als völlig überholt gelten.

    Sprich, heute hast du vielleicht nach den Regeln der korrekten Babyernährung ein Stück Kartoffel zu früh gefüttert, in zehn Jahren füttert man unbedingt und aufgrund der wissenschaftlichen Studie Soundso mit vier Monaten Kartoffeln zu, angereichert in Prozentsatz soundso mit nativem Olivenöl – alles andere führt unweigerlich zu Allergien.

    Ich kann absolut verstehen, dass du und die anderen Baby- und Kleinkindmütter jetzt gerade in dem Thema seid. Man kann es ja auch nur so machen, wie es gerade wohl als richtig gilt.

    Im Laufe der Jahre nutzt sich das ganz automatisch ab. In zehn Jahren lächelst du milde über diese Kartoffelgeschichte, und das ist auch gut so. Du wirst normalerweise immer sicherer im Umgang mit dem Kleinen werden, ihr werdet gemeinsam wachsen, und über so manche Dinge, die absolut lebenswichtig sind, wenn man Kinder großzieht, wirst du nur milde lächeln, weil dein Kind eben nicht in irgend ein Schema passt, sondern DEIN Kind ist.

    Versprochen !

    Antwort
  9. agichan

    Ich finde es gut, wenn man sich informiert. Sehr sogar. Ich kann überhaupt nicht mit Menschen, die sich eine Meinung zu einer Sache bilden, von der sie eigentlich keine Ahnung haben, weil sie schlicht nicht informiert sind. Wenn ich aber lese, wie du mit dem ewigen Hin und Her haderst, wie dich dein Kindlein verunsichert, weil er jetzt schon Interesse an Kartoffeln zeigt, wie du in ernsthafte Gewissenskonflikte gerätst, weil du drauf und dran bist die Meinung des Liebsten zu untergraben, so tut mir das Leid. In diesem Moment plädiere ich sehr dafür, doch auf das Bauchgefühl zu hören – auf wissenschaftlicher Basis eben. Was ich also daran “schlecht” finde ist nicht das Analysieren an sich, sondern deine Zerissenheit die (natürlich nur stellenweise) deutlich wird.

    Aber auch ich finde, dass du es schon “richtig” machst. Richtig auf Schusselart eben. :)

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Ich denke gerade so über Deinen Kommentar nach und frage mich, ob das nicht auch zum Teil am Medium hier liegt (oder an meiner Art, hier zu schreiben). Ich fühle mich nicht halb so zerissen und verunsichert, wie das gerade bei Dir klingt. Vielleicht muss ich meine eigenen Beiträge noch mal lesen? Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich gewissermaßen meinen Denkprozess von Anfang bis Ende hier schreibend nachvollziehe, nicht nur das Endergebnis.

      Genau wie die Sache mit meinem Mann – halb so dramatisch. Es ist eben nur manchmal so, dass ich ihn im ersten Überschwang fast an die Wand rede und das erst etwas spät merke und mich dann bremsen muss, damit er auch seine Meinung sagen darf. :)

      Aber ich achte nochmal drauf…

      Antwort
  10. multiples

    >>>…es ist der helle Wahnsinn, wie sehr sie zugemüllt werden mit Dingen, die – Schussel, ich schwöre es dir – in zehn Jahren als völlig überholt gelten.<<<

    Dazu fällt mir immer wieder folgendes ein: Als mein Kind1 1993 geboren wurde bekam ich eine Broschüre in die Hand gedrückt was alles das Risiko des plötzlichen Kindstodes fördert und was es mindert. Einer der wichtigsten Punkte war, dass man das Baby auf gar keinem Fall auf den Rücken zum Schlafen legen darf. Nur Bauch- und Seitenlage wären OK, denn in Rückenlage sah man seinerzeit ein ganz, ganz großes Risiko, dass das Kindelein an erbrochenem erstickt.

    2000 bekam ich wieder eine Broschüre in die Hand gedrückt. Wat meint ihr wie erstaunt ich war, dass ich Kind2 nun auf gar keinem Fall auf den Bauch, sondern nur in Rücken- oder Seitenlage schlafen legen durfte.

    Wie gut, dass beide Kinder überlebt haben und das obwohl Kind1 gerne auf dem Rücken und Kind2 gerne auf dem Bauch schlief ;-)

    Ich lese übrigens nicht heraus, dass du zerrissen bist. Du willst halt das allerbeste und denkst nicht nur in deinem Kopf sondern auch schriftlich – mache ich auch gerne mal.

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Ich weiss nicht, ob sich das beim vierten Kind alles relativieren würde ;-) das ist nämlich sicher auch Typsache. Meine Mutter ist beim siebten und achten erst so richtig eingestiegen mit manchen Dingen ;-)

      Und ich arbeite schon jetzt teilweise von daheim wieder. Aber ich werde sehr lange nicht Vollzeit arbeiten. Und selbst als ich Vollzeit gearbeitet habe, habe ich alles recherchiert und analysiert und gesucht. Ich glaube nicht, dass sich da viel ändern wird.

      Das mit den überlebenden Kindern – hm – naja. Neurodermitis ist sicher eher Veranlagung, ich habe auch nicht ohne überlebt und heute würde man mir vermutlich nicht mit 3 Monaten Kuhmilch füttern, und das ist auch gut so. Nicht alles, was man sich Gedanken heute macht, ist übertrieben oder schlecht.

      Antwort
      1. sevenjobs

        Nein, es ist natürlich nicht alles schlecht, deshalb ja auch die smilies. Außerdem muss eh jeder machen, wie er am besten zurecht kommt. Findet man die eigene Selbstsicherheit, egal wie mit oder ohne recherchieren, dann wird es auf jeden Fall gut, denke ich. Ich bin ELTERN.DE-Forums geschädigt und deshalb entgeleitet mir doch hin und wieder ein Schmunzeln, wenn ich den vielen aufgeregten Müttergesprächen zuhöre.
        Es relativiert sich aus meiner Sicht deshalb bei mehreren Kindern oder einer Berufstätigkeit, weil einfach die Zeit fehlt, sich darüber aufzuregen, ob die 8 rechtsrum oder linksrum geschwungen geschrieben wird. Das hat jetzt gar nichts mit deinem Kartoffelessen zu tun, obwohl es mich brennend interessiert, was am Löffel essen so schlecht sein soll. Ich bleibe also dran..:-)

        Antwort
  11. sevenjobs

    Beim vierten Kind wird sich das alles relativieren :-) oder wenn Du wieder arbeiten gehst und das Kind nicht mehr der alleinige Mittelpunkt ist. Neugierde unterstützen finde ich klasse, aber ich habe das als fauler Mensch mit deutlich mehr Pragmatismus gepaart. Wenn ich alle die Windelbogs (mit Freude trotzdem) lese, wundere ich mich immer, dass unsere Kinder ohne Neurodermitis, ohne PsychoSchaden, ohne ELTERN-HeftAbo überlebt haben. :-)

    Antwort
  12. Pingback: Was mach ich denn nun? « Madame Butterfly & Freund Blase & Erna Zackenschwert

  13. Sylvia

    “Das mit den überlebenden Kindern – hm – naja. Neurodermitis ist sicher eher Veranlagung, ich habe auch nicht ohne überlebt und heute würde man mir vermutlich nicht mit 3 Monaten Kuhmilch füttern, und das ist auch gut so. Nicht alles, was man sich Gedanken heute macht, ist übertrieben oder schlecht.”

    *****

    Das war zwar deine Antwort an Frau Sevenjobs, aber da hänge ich mich ganz frech dran:

    Ich habe ein paar relativ harmlose Allergien, aber ich habe in meiner ganzen Kindheit schlimm gehustet bis zum Erbrechen und auch heute noch leichtes Asthma. Tja, bei mir gab es Kuhmilch von Anfang an, extremes Passivrauchen und natürlich keinen Aufenthalt am Meer oder gar Facharztbesuch, denn meine Mutter war und ist komplett sorg- und gedankenlos (das hat andere Gründe und ist leider nicht mehr im “normalen” Bereich).

    Ausgerechnet ich bekam dann auch noch drei Frühchen (im harmlosen Bereich, aber leider 2 x Frühgeborenenstation).

    Sprich, besorgter als ich kann man eigentlich nicht sein: plötzlicher Kindstod aufgrund der Frühgeburt (winke @ Frau Multiples, ich kann das Beispiel bestätigen, bei uns drehte sich gerade die Argumentation, damals, 1995), Allergieneigung, blödes Bronchialsystem und große Sorge, trotz fehlendem Vorbild eine liebevolle und gute Mutter zu sein – ich sah wirklich überall Gefahren, die rein statistisch auch nicht wegzudiskutieren sind. Hätte es damals Blogs gegeben, hätte der Kartoffelbeitrag durchaus von mir stammen können.

    Aber gerade in der Retrospektive muss ich sagen, dass manche Sorge einfach übertrieben war, dass ich mir in meiner Mütteranfangszeit ZU viele Gedanken gemacht habe.

    Deshalb denke ich auch, dass es sich mit der Zahl der Kinder lediglich insofern “abnutzt”, als man aus der Erfahrung weiß, dass nicht jeder Tipp und jede Studie so wichtig ist, wie es damals schien. Leider weiß man in der akuten Fütterungssituation nicht, ob das nun vielleicht wirklich eine Auswirkung hat oder nicht.

    Das bleibt so bei allen Themen – man weiß erst hinterher, ob eine Entscheidung richtig war, manchmal erfährt man es nie, manchmal macht man sich wegen Dingen, die nicht geklappt haben, falsche Vorwürfe, denn das, was man “falsch” gemacht hat, war vielleicht gar nicht die Ursache, sprich: wie man’s macht, ist es falsch.

    Den Zusammenhang mit Berufstätigkeit oder nicht sehe ich in diesem Alter nicht wirklich, diese Kindzentrierung, die zu heftigen Übertreibungen führt, kommt später, diese Mütter liebt man dann auf Elternabenden. Das sind dann allerdings tatsächlich die Mütter, die bei einem dreizehnjährigen Einzelkind nicht arbeiten können, weil sie die Hausaufgaben überwachen müssen. Und zwar ernsthaft. “Lebensprojekt Kind” halt – da habe ich bei Schussel keine Bedenken, dazu hat sie zu viele Themen im Kopf *g*.

    Antwort
  14. multiples

    Vom Löffel essen ist schlecht? Habe ich wieder was verpasst? Warum ist es denn schlecht?

    … Oh weh, meine armen Kinder… :-) (Weder bös, noch überheblich, sondern ganz arg schmunzelnd gemeint!)

    Es würde mich wirklich, ernsthaft interessieren.

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Jetzt muss ich nachfragen: wer hat gesagt, dass vom Löffel essen schlecht ist? Nur, weil der Knirps nicht gefüttert wird? Dazu mehr, wie gesagt, wenn ich dazu komme, den entsprechenden Artikel zu schreiben. Das wird etwas länger als ein Kommentar. Ich finde den Ansatz mit dem Selbstfüttern gut, ja. Aber wo steht was von schlecht oder arme Kinder? Ah, jetzt hab ichs gesehen, Frau Sevenjobs fragt, was schlecht daran ist. Na gut. Dann müsst ihr eben warten. Ich muss jetzt erst mal Abendessen machen :)

      Antwort
      1. dickbauchmarie

        jetzt muss ich mich doch nochmal melden, nach einigen gedanken zu thema.wie gesagt, ich find das blw knorke, aber worüber ich stolper: wie ist das mit salz/gewürzen?ich salze zb meine kartoschka, beimkochen, klar. wie ist denn das dann mit dem kind?

        Antwort
        1. Schussel Autor

          Ja, die Dinge, die er mitisst, werde ich wohl im ersten Jahr ohne Salz kochen. Ich bin sowieso ein wenig-Salzer und habe festgestellt, dass das viel Gewöhnung ist – ein paar Wochen mit wenig Salz, und schon schmeckt man keinen Unterschied mehr. Ausprobiert. Notfalls bei Tisch nachsalzen (deins). (wie meinte mein Mann? “Sind die Kartoffeln jetzt gesalzen?” – “Nein.” – “Ah, dann kann ich ja doch ganz gut ungesalzene Kartoffeln essen…”)

          Mit Gewürzen sehe ich kein Problem, außer vielleicht bei sehr scharfem. Ich weiss, dass hier in D immer propagiert wird, den Kindern keine Gewürze zu geben, aber ich sehe keinen Sinn darin und konnte auch nach langer Suche keine Belege dafür finden. In anderen Ländern wird empfohlen, Kinder möglichst viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen probieren zu lassen, damit sie neues kennen lernen. Inklusive Gewürze.

  15. dickbauchmarie

    das ist natürlich beieinigen gerichten hart, so ohne salz, aber gut. ich denke ja, nachsalzen ist keine wirkliche option auf dauer, denn der knirps will doch bestimmt prinzipiell von mamas teller probieren und nicht von einem extra tellerchen-oder?
    und zum thema gewürze: synonym füpr scharf, bei mir zumindest. ich liebe scharfes essen, kann nicht scharf genug sein-mjamm. aber gut, diese entbehrung bekomme ich in zukunft dann wohl auch mal hin…ist doch ein klacks im vergleich zu den don’ts der schwangerschaft (sushi,sushi,sushi!)

    Antwort
  16. Pingback: Zwuckel Nimmersatt | Schussel plappert

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s