Baby led weaning

Ich habe ja schon angekündigt, dass wir das mit dem Zufüttern oder eben nicht Füttern oder der Beikosteinführung etwas anders gestalten wollen, als es vielleicht “üblich” ist. Deshalb jetzt hier eine ausführliche Erklärung.

Zum ersten Mal habe ich rein zufällig irgendwo beim Surfen den Begriff “baby led weaning” in einer Diskussion aufgeschnappt. Um ehrlich zu sein, musste ich daraufhin auch erst einmal nachschlagen, was “weaning” denn bedeutet – das war bisher nicht in meinem aktiven Wortschatz. Wörtlich: “Entwöhnung”. Aha, also frei übersetzt: vom Baby geleitetes Abstillen. Hier und da habe ich inzwischen auch schon die Begriffe “Sanfte Beikosteinführung” und “Beikost nach Bedarf” gelesen.  Und wie soll das nun funktionieren? Wozu ist das gut?

Das Prinzip ist eigentlich einfach. Anstelle dem Kind irgendwann löffelweise pürierte Nahrung einzuflößen, wird die natürliche Neugier und der babytypische Hang dazu, sich alles in den Mund zu stecken, ausgenutzt. Das heißt, man bietet dem Kind zu gegebener Zeit geeignete Nahrungsmittel an und schaut, was es damit anfängt. Man füttert das Kind nicht und ersetzt auch nicht zwingend einzelne Mahlzeiten. Alles läuft darauf hinaus, das Kind selbst entdecken zu lassen, wie Dinge schmecken und dass man sie überhaupt essen kann.

Also ausführlich: statt nun zum Beikoststart den klassischen Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei zu kochen, bekommt der Knirps Kartoffeln und Gemüse und Obst und irgendwann auch Fleisch einzeln und im Ganzen. Natürlich so weich, dass er auch fast zahnlos etwas damit anfangen kann und so in Form geschnitten, dass er es gut halten kann. (Ich war überrascht, was die Kinder schon alles essen können – gerade bei Fleisch und ähnlichem. Aber andererseits haben ja viele Kinder, die dann im zweiten Jahr von Brei zum Familienessen wechseln, auch noch keine oder kaum Backenzähne. Offenbar reichen da die Kauleisten.) Nebenbei wird er weiter gestillt. Am Anfang also noch mehr oder weniger vollgestillt, und dann wird das schrittweise irgendwann nachlassen. Wann, bestimmt er, nicht ich. Bei vielen Kindern ändert sich an der Anzahl der Stillmahlzeiten für ein paar Monate erst mal überhaupt nichts. Zu Beginn soll ja auch gerade nicht die Nahrungsaufnahme im Mittelpunkt stehen, sondern die Entdeckung des Essens ganz ohne Druck. Irgendwann gegen Ende des ersten Lebensjahres kann man dann wohl deutlich feststellen, dass weniger Muttermilch benötigt und eingefordert wird. Beim einen Kind früher, beim anderen später. Mit 13-16 Monaten werden die Mahlzeiten dann wohl nochmal ein Stück größer, so dass oft nur noch abends oder morgens gestillt wird – wie auch bei lange gestillten Breikindern.

Vorteile?

Naja. Das ist natürlich Einstellungssache und Glaubenssache und was weiss ich noch.

Ich jedenfalls halte es für logischer, ein Kind langsam nach seinen Fähigkeiten an das ganz normale Familienessen heranzuführen, als ihm zunächst monatelang passierte Spaghetti mit Tomatensauce von Onkel H.ipp zu servieren und dann zu erwarten, dass er dann ein Jahr später brav unser Essen möchte. Ich weiss, ich weiss – man kann ihm natürlich auch selbst kochen. Oder das Familienessen zerdrücken. Aber da sind wir beim zweiten Punkt.

Es ist in meinen Augen auch eine sehr lustvolle Art, Essen mit allen Sinnen zu entdecken. Das war ein Punkt, den ich schon immer recht grauslig fand – immer diese zusammengemantschten Alles-in-Einem-Breie. So kann er entdecken, wie Brokkoli schmeckt und aussieht. Und wie Zucchini einzeln schmeckt. Er kann fühlen, wie sich eine Banane anfühlt und wie ein Apfel. Er kann die Nahrungsmittel mit der Zeit erkennen und selbst wählen und muss nicht raten, ob der gelbe Matsch auf dem Löffel wohl leckere Banane oder irgendetwas weniger geliebtes ist.

Ich denke, dass es auch schön für den Knirps ist, eben kein eigenes Essen zu bekommen, sondern genau das zu essen, was wir essen. Schon kleinste Babys sind bekannterweise sehr soziale Wesen und wollen immer dabei sein, immer mitmachen, alles nachmachen. Wenn wir also Kartoffeln essen, bekommt er auch welche. Wenn wir Nudeln essen, isst er auch Nudeln. Auf diese Weise hat man ein echtes Familienessen. Natürlich kann er, besonders am Anfang, nicht alles einfach mitessen. Aber mit der Zeit wird es immer mehr werden und damit immer einfacher. Außerdem ist der Knirps damit – so ganz praktisch gesehen – während des Essens selbst beschäftigt. Niemand muss ihm Löffel um Löffel in den Mund schieben, während das eigene Essen kalt wird, und er muss nicht wartend dabei sitzen oder andersweitig bespielt werden, während wir essen.

Im Prinzip sehe ich in diesem Konzept so etwas wie die logische Fortführung des Stillens nach Bedarf. Nun eben Beikost nach Bedarf. Der Knirps isst nur das, was er will, und das erst dann, wenn er dazu bereit ist. Gleichzeitig darf er weiter stillen, wann und sooft er will. Der Stillbedarf nimmt automatisch mit der Zeit ab, sobald er nennenswerte Mengen anderer Nahrung aufnimmt. In so vielen anderen Punkten ist man doch heute darauf bedacht, den Kindern ihre Zeit zu lassen. Man trainiert das sauber werden nicht mehr zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern bietet den Kleinen die Gelegenheit und wartet, was sie daraus machen, auch wenn es seine Zeit dauert. Man übt nicht sitzen und stehen und laufen mit einem Baby, sondern wartet, bis es diese Fähigkeiten selbst entdeckt. Warum sollte ich es ausgerechnet beim Essen anders machen? Ich gebe ihm Gelegenheit, feste Nahrung zu entdecken und schaue, was er daraus macht. Er soll das Essen selbst entdecken, so wie er neue Spielsachen und Fähigkeiten selbst entdeckt – nicht von außen geführt, weil jemand ihm einen Löffel in den Mund steckt.

Nachteile?

Es wird dreckig und mantschig. Ganz sicher. Schließlich muss der Knirps erst mal lernen, wie man die Dinge am besten in den Mund befördert. Die Fortgeschrittenenstufe folgt dann in einigen Monaten, wenn der Pinzettengriff entdeckt wird. Empfohlen wird meist ein gut abwischbarer Hochstuhl, eine abwischbare Unterlage unter dem Knirpsessplatz (auch zur besseren Wiederverwendung von herabgefallenen Stücken), und eine schlecht rutschende Tischunterlage als Tellerersatz. Wir haben uns schon Lätzchen mit Ärmeln besorgt. Andererseits: auch gefütterte Breimahlzeiten sind, wenn man dem Kind die Arme nicht gerade wegbindet, meist mit einiger Sauerei verbunden, wenn ich mich richtig erinnere… Und bei den zwei kurzen Testläufen mit Kartoffel und Karotte war ich ehrlich gesagt erstaunt, dass kaum etwas auf dem Boden gelandet ist.

Das Abstillen kann mit dieser Methode eine Weile dauern. Und dadurch, dass man keine Mahlzeiten ersetzt, sondern parallel stillt, ändert sich für mich zunächst gar nichts – ich werde vermutlich weiter alle zwei Stunden stillen. Wenn man es bis zum bitteren Ende durchzieht, dann gibt man als stillende Mutter die Kontrolle über den Abstillzeitpunkt mehr oder weniger ab. Das heisst übrigens nicht, dass man zwingend ewig vollstillt. Viele Kinder verdrücken wohl nach den ersten Monaten schon ordentliche Mengen und trinken automatisch weniger. Übrigens war auch ganz unabhängig vom Füttern oder nicht mein Plan schon immer, den Knirps entscheiden zu lassen, wann er nicht mehr gestillt werden will. Ob ich das auch in einem halben Jahr noch will, ob ich das körperlich durchstehen werde, ob es auch mit meinem Job-Wiedereinstieg nach 10 Monaten und damit mit eventuell abgepumpter Milch klappt, kann ich nur ausprobieren. Aber bisher bin ich optimistisch und würde es gerne versuchen. Wir haben ja nichts zu verlieren.

Wenn man das Kind am Familientisch mitessen lassen möchte, statt gesonderte Mahlzeiten zu kochen, dann unterliegt man natürlich einigen Einschränkungen. Idealerweise sollte das Essen zunächst nicht gesalzen sein, wir können dann am Tisch notfalls nachsalzen. Außerdem gibt es Dinge, die der Knirps nicht oder erst später bekommen soll, wie etwa Nüsse und scharfe Gewürze. Fastfood und stark verarbeitete Sachen sind damit auch Tabu. Vermutlich wird er anfangs zwar einen Teil der gleichen Lebensmittel bekommen, die wir jeweils essen, aber getrennt zubereitet bzw. vorher aus dem Essen genommen. Mit der Zeit kann er dann aber immer mehr wirklich unser Essen mitessen. Und die Einschränkungen für uns bedeuten eigentlich nur, dass man sich mal wieder längst fällige Gedanken zu gesunder Ernährung macht.

Manche Eltern haben Angst, das Kind könnte sich dabei verschlucken. Tatsache ist aber wohl, dass diese Gefahr beim normalen Breifüttern viel größer ist. Wenn der Knirps sich etwas in den Mund steckt, hat er selbst die Zunge gleich am Anfang im Spiel und kann große Stücke wieder heraus schieben oder die Brotkante wieder aus dem Mund ziehen, wie er das mit seinem Spielzeug auch macht. Beim Brei dagegen wird der Löffel ja von jemand anderem so in den Mund gesteckt, dass möglichst viel Brei im Kind verschwindet, also relativ weit hinten, so dass der erste “Rausschiebe-Reflex” im Prinzip übergangen werden kann. Außerdem lernt das Kind mit Brei zunächst nicht, Stücke zu zerdrücken oder zu “zerkauen”, weil man Brei im Prinzip einfach einsaugen kann, ähnlich wie flüssige Nahrung. Für mich klingt das schlüssig, den Rest wird die Praxis zeigen.

Hier in Deutschland scheint dieses Konzept noch nicht besonders verbreitet zu sein; man findet hauptsächlich englischsprachige Informationen dazu, besonders aus Großbritannien. Um ehrlich zu sein, denke ich deshalb momentan darüber nach, einen parallelen Blog nur zu diesem Thema zu eröffnen. Mit Erfahrungsberichten, Rezepten, eben all dem, was ich mir nun auf englisch zusammengesammelt habe. Hier möchte ich nicht alles damit vollmüllen – ich will ja niemanden vergraulen, nur weil ich zum vierten Mal beschreibe, wie man eine Zucchini oder Kartoffel in die ideale Form bringt, damit sie von einem halbjährigen Baby gehalten werden kann.

Natürlich ist das ganze kein bahnbrechend neuer oder revolutionärer Ansatz, und ich glaube, das will es auch gar nicht sein. Wie viele Eltern haben vergeblich versucht, ihrem Kind nennenswerte Mengen Brei zu füttern, nur um dann festzustellen, dass das Kind lieber alleine isst? Ich kenne Kinder, die mit 8 Monaten problemlos zum Familienessen gewechselt sind, weil sie nie an die Gläschenkost gewöhnt werden konnten. Und solche, die den Löffel auch ganz jung schon lieber selber in der Hand halten wollen als ihn von Mama geführt zu bekommen.

Das alles soll jetzt nicht klingen, als wäre es schrecklich oder schlecht, mit dem Löffel zu füttern. Eher umgekehrt – ich sehe einfach keine Notwendigkeit dazu. Ich für mich fand das BLW-Konzept sehr interessant und möchte es ausprobieren. Und der Allerbeste war ebenso begeistert. Die Erfahrungsberichte, die ich bisher gelesen habe (ebenfalls fast nur englischsprachig) sind durchweg positiv, mit Kindern, die früh einfach alles essen und auch einige Jahre später kein einziges mal Probleme beim Thema Essen gemacht haben. Sollte es nicht klappen oder nicht so, wie wir uns das dachten, dann wird eben etwas geändert. Vielleicht wird am Ende doch püriert oder gefüttert oder beides, vielleicht kann man beide Methoden nach Bedarf kombinieren. Mal sehen. Fürs erste jedenfalls bleiben wir bei Fingerfood – und freuen uns darauf, den Knirps dabei zu beobachten, wie er das Essen entdeckt.

Nachtrag: Unsere Erfahrungen zu diesem Thema teilen wir in Zukunft unter unpueriert.wordpress.com – schaut doch vorbei!

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26 Gedanken zu „Baby led weaning

  1. Feli

    Ich finde es absolut nicht abschreckend, die Blogadresse, solltest du eins dafür einrichten, würde mich auf jeden Fall interessieren! Drücke euch die Daumen, dass alles so klappt, wie ihr euch das wünscht. Vielleicht werden wir das ja auch so umsetzen, weil Gläschen wollten wir dieses Mal eigentlich vermeiden…

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Die Blogadresse kommt dann… ich bastle noch. Mal sehen, ob ich das wirklich parallel durchziehen kann.
      Und: der Knirps ist bisher von fast allem begeistert, was er probiert ;-)

      Antwort
  2. Frau_H.

    Wir machen das ja auch und ich hatte auch anfangs überlegt einen extra Blog dafür einzurichten. Habe aber dann im Internet einen darüber gefunden (auf Deutsch) und bin mir auch nicht so socher gewesen, ob ich das mit 2 Blogs schaffe.

    Meiner Erfahrung nach ist es anfangs nicht matschig. Klar, beim ersten mal geht manches daneben. Aber ich fand es danach absolut nicht mehr schlimm. Ich habe mehr von Breibabys gelesen, die dann ihren Müttern den Brei ins Gesicht pusten usw. Das gab es hier alles nicht. Mittlerweile hat mein Töchterlein aber die Schwerkraft entdeckt und findet es toll, der Karotte beim Fliegen zuzusehen. Aber es wird wieder besser.

    Alles in allem bin ich absolut überzeugt von BLW. Meine Kleine hat es super angenommen. Isst schön und verweigert nichts. Sie trinkt noch liebend gerne ihre MuMi und alle sind zufrieden. Seitdem sie sich alleine hinsetzen kann, sitzt sie auch im Hochstuhl und es ist total entspannend, denn ich kann mein Essen auch warm genießen.
    Ich würde es immer wieder so machen. Mein Töchterlein hat ihren Spaß und wir auch. Es ist unglaulich wie die Kleinen auf neue Lebensmittel reagieren und sie unter die Lupe nehmen.

    Ich wünsche euch viel Spaß dabei und bin schon gespannt wie es bei euch laufen wird!

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Ja, ich habe mir inzwischen alle eure Berichte durchgelesen und finde das wirklich klasse. Und Du hast recht – zumindest bei unseren ersten Versuchen (es sind noch ein paar dazugekommen) war es nicht sehr matschig. Die Melone nehme ich mal aus, das war hauptsächlich klebrig – überall ;-)

      Ich werde berichten…

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  3. rage

    davon hab ich jetzt echt noch nie was gehört. ich dachte auch, wie bescheuert das alles ist, bis mir einfiel, dass das nur der name dafür ist, wie unsere kleine tochter von anfang an gegessen hat. unsere kleine tochter ist jetzt 14 monate, ihr grosser bruder knapp zweieinhalb jahre älter. beim grossen haben wir natürlich alles gemacht, was so empfohlen wird, auch viele breis selbst gekocht, die er auch gegessen hat. auch salzarm, was weiss ich alles.

    wir dachten dann: machen wir bei der kleinen auch so. nur hat sich die kleine überhaupt an nix gehalten, was ausserhalb von diesem programm, dessen name ich mir nicht merken kann, als “normal” gilt. getreu dem vorbild des grossen bruders hat sie ein paar mal an breis genippt, dann war ende der fahnenstange.

    seither isst sie vom tisch mit, immer in häppchen, mittlerweile selbst mit löffel und gabel. salz und so ist ihr egal, ich schau da nicht drauf, weil eben, als sie damit anfing, uns das essen wegzuessen, dachte man ja nicht dran, ob es zuviel gewürzt ist. sie hat keinen schaden davon getragen, es gab dann halt mehr wasser. (ausserdem würz ich praktisch nie mit mehr als salz, pfeffer und allenfalls muskatnuss.) sie konnte übrigens schon sehr früh alleine sitzen (früher als erlaubt, und etwas anderes hätte sie nicht zugelassen).

    wie auch immer, es reicht offenbar, wenn man auch mal nach dem gefühl geht und darauf vertraut, dass nicht alles, was das baby/kind will, schlecht ist. also dass es, wenn es pasta will, auch mal haben darf, oder was auch immer es will. auch wenn einem alle sagen, das geht nicht. und manchmal macht man etwas, das andere sich erlesen und sich gedanken drüber machen, einfach aus der natur heraus. .-))

    (gestillt hab ich übrigens nur zwei monate, was aber eine komplett andere geschichte ist.)

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Der Name oder nicht ist mir auch total egal. Aber wenn man über so was googlet oder schreibt, ist “baby led weaning” irgendwie praktischer als “die Methode, wo er einfach das isst, was wir essen”. Ich sagte ja, viele Leute machen das sowieso so. Dass jetzt ein Buch und ähnliches dazu existieren, finde ich aber trotzdem klasse – sonst hätte ich als Erstmama vermutlich auch wie ihr beim ersten mit Brei angefangen. So finde ich es viel besser.

      Mit dem Salz bin ich mir noch unsicher, aber weniger salzen ist ja auch für uns erst mal kein Fehler.

      Jedenfalls schön, dass ihr auch so eine unkomplizierte Mitesserin (ups, wie hört sich das denn an) habt!

      Antwort
    1. Schussel Autor

      Klar, wird gemacht!
      Mit Zwillingen stelle ich mir das ja noch viiiiel praktischer vor. Wenn ich da an meinen Onkel denke, die mussten die Zwillinge immer zu zweit und zeitgleich mit Brei füttern – denn wenn einer isst, will der andere auch sofort. Soooofort. Aber mit diesem Ansatz? Beide hinsetzen, beiden ihr Gemüse hinlegen und selbst beschäftigen lassen…

      Antwort
  4. Toschka

    Ich hatte immer schön fleißig Brei gemacht und die kleinen Portionen vorsorglich eingefroren. Nur hat er nie, nie Brei gegessen. Sondern nur Essen, das er in die Hand nehmen konnte. Ich hatte vom Blw nie was gehört oder gelesen, das hat sich das Kind selbst ausgesucht… Und ich habs gelassen.
    Wenn Du noch nicht fest entschlossen sein solltest, ob Du ein Blw-Blog starten möchtest – vielleicht könntest Du diesem Blog hier einfach eine Blw-Seite zufügen? Und schauen, wie es läuft? Nur eine Idee… :)

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Wie ich schon sagte – das machen sowieso viele Leute so. Ja, auch ohne Buch und alles. Aber für die, die sonst eben gar nciht auf die Idee kommen würden (oder erst ganz umsonst Brei kochen würden) ist es dann doch ganz hilfreich, wenn darüber geschrieben wird. Das Zweitblog wird gerade gestartet, ich melde mich dann, wenn was drauf ist..

      Antwort
  5. josili

    Ich finde das ziemlich plausibel und logisch, und wenn ich könnte wie ich wollte…
    Vielleicht würde mein Sohn heutzutage besser essen, wenn wir die Breiphase ausgelassen hätten (oder gar nichts ;-))

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Du kannst ja immer noch mischen. Also ihr ab und zu mal ein Stück Banane oder Kartoffel einfach in die Hand geben, jetzt oder später… und den Rest so füttern. Oder?

      Antwort
      1. josili

        Habe ich schon probiert, sie ist gar kein “Hand-Typ” und guckt nur komisch wenn ich ihr was in die Hand drücke. Wir sind Euch da ein bisschen hinterher ;-)

        Antwort
  6. Sigrid

    Da sind wir wieder bei dem Punkt: Lasst die Kinder machen!
    Bei der ganzen Diskussion um B(r)eikost spielt doch immer wieder die Angst hinein, das Kind könnte nicht genug Vitamine, Nährstoffe etc. bekommen.
    Ich habe zwar Brei gekocht, aber zwischendurch auch mal Fingerfood angeboten. Dass waren dann auch mal trockene Nudeln oder Reis (isst mein Sohn noch heute lieber ohne alles). Fleisch haben meine Kinder erst gegessen, als sie es auch einigermaßen beißen konnten. (Sie waren älter als 12 Monate)
    Heute sind beide mehr oder weniger gute Esser. jedes Kind hat seine Vorlieben.
    Mach Dich aber daruf gefasst, dass manche Lebensmittel am Anfang fast wieder so in der Windel landen, wie sie Dein Knirps in den Mund steckt. Ich fand Möhrenstücke, Reiskörner, Zucchinischale etc..

    Ihr macht das schon!

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Klar kann man die Kinder machen lassen, aber nur in Grenzen. Wenn der Knirps könnte, wie er wollte, würde er auch meinen Kaffee und die rohen Sushis essen, aber die kriegt er trotzdem nicht. Und beim Salz und den Dingen, auf die ich selbst allergisch bin, werde ich auch eher vorsichtig sein. Ich bleibe also bei meinem Kopf und bin zufrieden ;-)

      Fleisch wird der Knirps sicher früher bekommen, aber offenbar klappt das auch mit dem Kauen “nur” mit Kauleisten. Ich berichte dann.

      Antwort
      1. dirgis

        Bei solchen “Vorbedingungen” wie Deinen Allergien wäre ich auch vorsichtiger.
        Ich war es z.B. bei Äpfeln und rohen Möhren, da darauf meine Mama und mein Bruder allergisch reagieren.

        Sigrid

        Antwort
        1. Schussel Autor

          Ja, ich werde deswegen bei Milch vorsichtig sein (habe eine Milcheiweißallergie) und bei Nüssen wäre ich es auch, die kriegt er ja aber eher erst später. Außerdem Kiwi und Ananas, auf die ich reagiere.

  7. Kassiopeia

    Ich finde die Aufklärung an dieser Stelle gut. Tom war der erste der sich tatsächlich an die Beikosteinführung aus Deutschland (!) gehalten hat. Ich hab gerne gekocht und er hat gern gegessen. Aber eben der einzige unserer drei Kinder.
    Als Zoe in den Alter war, mochte sie dieses Gepansche nicht, überhaupt nicht. Der Kinderarzt machte uns damals richtig Stress. Dabei bekam sie ja nicht mal Muttermilch, sondern das gute Zeug aus der Packung ;) (Meine damit, die Nährstoffaufnahme war dadurch gesichert, wo hier viel diskutiert wird, ob die Muttermilch noch irgendwann den Nährstoff-Bedarf des Kindes decken kann.)
    Kurzum. Sie bekam Brot, Obst, Gemüse. Und ich weiß, was du meinst, wenn du vom aufrechten Sitzen sprichst, denn ich hasse Reiswaffeln, nachdem sie einmal beinahe daran erstickt wäre und da war sie schon ein paar Monate älter. Als sie älter wurde, mochte sie den Brei für große Kids, den ich damals brav kaufte, anstatt ihr wie Tom unser Essen anzubieten (Essen, das ausgewählt wurde, nach dem Bedürfnis den Knirps). Noah war da so ein Mischkind. Aber worauf ich also ursprünglich hinaus wollte ist, dass ich heute noch viele Freundinnen habe, die mich fragen: “Mit was müssen wir denn anfangen?” Und sich a) strickt an diesen Plan halten (Erst Karotte/dann Karotte-Kartoffel etcpp.) und dann b) schier verzweifeln, wenn das Kind nicht funktioniert wie es laut Empfehlungen sollte. Weiter so, auch wenn ich etwas schmunzeln muss bei soviel Gedanken zu dem Thema, aber aus einem Grund den ich wohl wirklich langsam verbloggen muss.

    Antwort
  8. agichan

    Hm. Irgendwie einleuchtend. Ich glaube, beim Zweiten sollte ich das auch probieren, jawohl. Wenn ich mir das Essverhalten der Tochter ansehe, dann ist das, was wir gemacht haben, jedenfalls ganz grausig gewesen. Obwohl wir uns sehr wohl stark an den Empfehlungen orientiert haben. Vielleicht zu stark. *augen verdreh*
    Jedenfalls. Ja sicher.. warum eigentlich nicht? Ich find das gut.

    Antwort
  9. Schnubbels Mama

    ich finde auch dass dieses konzept sehr interessant klingt. im grunde haben wir damals ein mischverfahren durchgeführt. die beikost einführung verlief bei uns auch ganz nach den aktuellen empfehlungen. allerdings keine gläschen sondern ich habe selber gekocht. trotzallem haben wir, als wir feststellten, dass das interesse an dem was wir auf den tellern hatten immer größer wurde, den schnubbel auch von allem was ging probieren lassen. am anfang nur ungewürzte sachen, später auch leicht gewürzte. seit er ein jahr alt ist, ißt er alles was es bei uns zu essen gibt mit. als er noch kleiner war, haben wir ihm dann eben auch einen teller mit eingedeckt und ihm eine “auswahl” von unserem essen hingestellt so dass er mit den händen essen konnte. die verwendung von besteck kam ganz von selber, seit er etwas über ein jahr ist, benutzt er löffel und gabel und natürlich auch noch die finger ;-) so haben wir dann immer mehr breimahlzeiten durch normale, die er alleine essen dufte ersetzt. resultat ist bei uns, dass er wirklich ein unkomplizierter esser ist. bis auf 2-3 sachen ißt er wirklich alles. auch ungewöhnliche dinge wie oliven, saure gurken, rote bohnen etc. Äpfel z.B. ißt er im ganzen. er hat sih mal aus einer apfelkiste als er gerade acht monate alt war, einen apfel “geklaut” und wollte den auch nicht mehr hergeben. und was soll ich sagen? er hat mit gerade mal 6 zähnen einen ganzen apfel verputzt, ohne sich zu verschlucken. also das geht wirklich. ich bin gespannt auf die erfahrungsberichte!!

    Antwort
  10. Klara3

    Danke für diesen Beitrag, werde ich jetzt aus eigenem Interesse verfolgen. Bei meinem ersten Kind habe ich sehr stereotyp mit der Beikost angefangen, Er war 6 Monate und musste nun Brei essen. Er wollte nicht… Bei meiner Tochter brauchte ich mir wenig Gedanken machen, war ja irgendwie vorbereitet, aber siehe da, sie gehört zu der Sorte Kind, die wollte und zwar DAS was wir gegessen haben und nix anderes…
    Das dritte Kind will wieder nicht. ist mittlerweile 8,5 Monate und ich lass ihn tatsächlich probieren, ausprobieren und akzeptiere es so wie es ist, dass er 1)Zeit braucht 2) wenig Interesse hat 3) aber mal ganz gerne ein wenig probiert. Von mir aus, dauerst es eben länger, aber er soll bitte Lust und Gefallen bekommen am leckeren Essen. er darf es genießen. Ich werde es hier verfolgen!!!

    Antwort
  11. Katjeskind

    Hallo,

    da mein Sohn auch so ein kleinerBreiverächter ist und dieses pürierte und zusammengemanschte überhaupt nicht mag, bin ich beim Surfen auch erstmal auf blw und dann auf Deinen Blog gestossen. Mein Sohnemann hatte heute ein Stück Banane in der Hand und hat gierig danach gelutscht. Mir kam das erst komisch vor und hab dann noch ein Stück mit der Gabel zerdrückt, aber das hat er schon wieder angewidert ausgespuckt. Mal sehen, wie sich das so entwickelt. Auf jeden Fall werd ich mir mal Deinen Blog speichern und immer eifrig mitlesen.

    Lg,
    Katjes

    Antwort
  12. Steffi

    Jetzt bin ich über google zufällig in diesem Blog gelandet – und kann das, was du schreibst, nur so bestätigen. Meine Kleine soll ab Oktober Beikost bekommen – und inzwischen ist für mich absolut klar, dass es definitiv keinen Brei geben wird, sondern wir auf jeden Fall einen BLW-Versuch starten. Werde jetzt mal in deinem BLW-Blog stöbern (und vermutlich Stammleserin werden) …

    Antwort
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