Optimistisch

Zwuckelina: 11 Tage alt

Knirps: 2 Jahre, 8 Monate und 13 Tage alt

So ganz ohne ein paar kleine Stolpersteinchen will das Wochenbett bei uns wohl nicht vorbeigehen. Aber bisher sind es nur kleine Stolperkiesel. Nicht mehr.

Direkt nach der Geburt blieb ich wegen verzögerter Gebärmutterrückbildung eine Nacht in der Klinik. Sie blieb ewig zwei Finger über dem Nabel stehen, wo sie längst nicht mehr hingehörte, und auch 20 Stunden Oxytocin-Tropf konnten daran kaum etwas ändern, so dass ich gewissermaßen mit einem "wird schon passen" dann doch entlassen wurde. Zuhause ging das dann trotz sämtlicher Hebammentricks und Hausmittelchen so weiter, bis hin zu einem ordentlichen Wochenflussstau von Tag 5 bis 8 und einem erneuten Arztbesuch. Da gestaute Wundflüssigkeiten nicht wirklich lustig sind, bekam ich die letzten Tage ein kräftiges Medikament, das den Stau auch fürs erste eindrucksvoll innerhalb von Minuten auflöste. Hoffen wir, dass es so bleibt. Das ganze hatte außerdem etwas gutes: da die Arztpraxis fast neben meinem Lieblings-Sushimenschen liegt, musste ich eben zum zweiten Mal in einer Woche unbedingt Sushi essen. Und ich könnte schon wieder.

Unschön an dem Zeug ist nur die Packungsbeilage. Ich weiß, man liest keine Packungsbeilagen und macht sich erst recht nicht verrückt damit, eigentlich bin ich die erste, die sowas sagt und Vorträge über Statistik und Wahrscheinlichkeiten hält. Im Wochenbett allerdings scheine ich da ein klein wenig empfindlicher zu sein. Gerade dann, wenn sich einige der gar nicht harmlosen Nebenwirkungen auf den gestillten Säugling beziehen und die fachlichen Meinungen zum Thema Stillen mit diesem Medikament von "einfach weiter" bis hin zu "mindestens drei Stunden Pause" zu "geht nicht für stillende Mütter" reichen. Nach Absprache mit Hebamme und Ärztin gibt es nun also nach jeder Einnahme drei bis vier Stunden Stillpause, und da das Zwuckelmädchen davon gar nichts hält, pumpe ich kurz vorher für diese Zeiten ab. Wir haben uns von der Werbung kräftig beschwatzen lassen einen extrasuperdurchdachten sauteuren Spezialsauger gekauft, der die Gefahr einer Saugverwirrung für die ganz Kleinen verringern soll, weil er nur mit stillähnlicher Saugtechnik funktioniert. Nach dem ersten Flaschentag, an dem die Zwuckelina sich anschließend an der Brust reichlich blöd angestellt hat (klar, das Zeug tropft ja selbst ohne Saugen aus der Flasche einfach in den Mund), schien mir die Ausgabe akzeptabel, und sie trinkt jetzt wieder vernünftig. Was bin ich froh, wenn dieses ganze Abpumpen-Kühlstellen-Aufwärmen-Füttern-Uhrzeitbeachten morgen hoffentlich ein Ende hat. Stillen ohne Zeiten und Pläne ist so wundervoll bequem und einfach!

Seelisch bin ich bisher relativ stabil. Tagsüber ist alles gut. Es sind die Abende, an denen ich ein wenig näher an den gefährlichen Klippen der Depression entlangtaumele. In den letzten Tagen kommt mit Einsetzen der Dämmerung auch die Unruhe vorbei. Ich werde extrem geräuschempfindlich – nicht gerade praktisch mit einem lebendigen Zweijährigen, der manchmal eine Aufforderung zum leise sein eher als lustiges "wer kann lauter"-Spiel versteht. Ich mache mir Sorgen, völlig übertriebene und haltlose Sorgen. Da klingelt das Telefon und ich bin ein paar Sekunden fest davon überzeugt, am anderen Ende müsse das Labor vom Neugeborenenscreening sein und uns die Nachricht einer unheilbaren Krankheit überbringen. Das Zwuckelmädchen sieht an diesen Abenden viel gelber aus, als sie eigentlich ist, und ich sehe uns schon wieder in der Klinik bei Phototherapie wegen Gelbsucht wie beim Knirps. Überhaupt sehe ich nur Gefahren und Risiken und ganz schlimme Dinge, die uns passieren könnten. (Der Mann darf jetzt bald meine Post vorlesen, denn an so einem Abend hilft der Werbebrief der Risikolebensversicherung mit der fetten Überschrift "Morgen könnte es schon zu spät sein!" wirklich nicht weiter.) Entscheidungen werden dann unmöglich, auch wenn es nur um die Frage geht, welchen Tee ich denn möchte, die Tränen sitzen locker und die Nerven sind zum Zerreißen gespannt.

Aber noch ("Noch?", fragte die Ärztin ganz zu Recht, "wir gehen doch einfach davon aus, dass es jetzt so bleibt, basta!") sind es nur die Abende und wir haben das Gefühl, das Ganze unter Kontrolle zu haben. Die Hebamme kommt weiterhin jeden zweiten Tag, damit jemand von Außen mich im Blick behält. Im Zweifelsfall wird an solchen Tagen eben Essen bestellt statt gekocht, der Mann nimmt mir das Zwuckelmädchen ab, schaltet alle Lichter im Haus ein und massiert mich ausgiebig, sobald die beiden schlafen. Das funktioniert. (Jetzt hätte ich schon wieder fast "noch" geschrieben. Man ist so ein wenig in Wartestellung mit dieser ganzen Sache. Ich kann gar nicht anders, als mich kritisch zu beäugen. Aber jeder Tag weiter ist ein gutes Zeichen. Unsere Psychiaterin in der Hinterhand sagt, dass statistisch gesehen in den meisten Fällen die Depression zum selben Zeitpunkt kommt, wie beim ersten Mal, bei mir also innerhalb dieser ersten zwei bis vier Wochen. Später gibt es keine Garantie, aber das Risiko sinkt.)

Dem Zwuckelmädchen selbst geht es ganz wunderbar. Sie trinkt viel und schnell und schläft ansonsten meistens. Neugeborene schlafen angeblich bis zu 20 Stunden, meine schlafen offenbar mindestens 22, solange sie Körperkontakt bekommen. Immerhin kann sie auch schon ein paar Momente ohne Körperkontakt irgendwo liegen, und manchmal schläft sie so sogar für zwanzig Minuten. Ansonsten ist Bauch an Bauch die bevorzugte Position für Tag wie Nacht. Seit neuestem ist sie morgens auch mal ein oder zwei Stunden am Stück wach, am liebsten dann, wenn der Knirps in der Nähe ist und sie unterhält. Der wiederum tut sich gelegentlich für ein paar Momente schwer mit der neuen Situation, ist dann aber anschließend der wundervollste große Bruder, den man sich vorstellen könnte. Er hat kein Problem damit, mich zu teilen – seit dem Abstillen ist er recht papafixiert. Den Papa dagegen würde er manchmal lieber für sich behalten. So kann es dann vorkommen, dass schon die Ankündigung des Mannes, die Zwuckelina zu wickeln, den Knirps außerordentlich wütend macht und brüllend auf dem Boden wälzen lässt ("Ich brauche beeeeide Papas Arme!"). Keine halbe Minute später allerdings klettert er ganz selbstverständlich auf das Regal neben dem Wickeltisch, hält seiner Schwester die Hand und kommentiert jede ihrer Bewegungen liebevoll. Manchmal singt er auch für sie, drischt auf sein Glockenspiel ein spielt ihr etwas auf dem Glockenspiel vor oder schleppt seine Duplobauten nach oben, um sie ihr vorzuführen. Dort oben sitzt er fast bei jedem Wickeln, so dass das Zwuckelmädchen mittlerweile schon jedesmal den Kopf nach links dreht und mit großen Augen offenbar auf ihn wartet. Zum Schmelzen, auch wenn ich auf die vorhergehenden Wutanfälle verzichten könnte. Außerdem muss er unbedingt alles haben, was sie hat: ihre Fleecedecke ist besser als seine, ihr Beistellbett sowieso, und ihre Socken will er auch tragen. Aber mit viel Geduld und Zeit, die wir zum Glück jetzt haben, wird er da schon hineinwachsen. In den meisten Momenten jedenfalls kümmert er sich rührend. ("Mama, die will son wieder bei dir tinken, sie hat drad mit dem Mund so an Papas T-Shirt demacht! Sneeeeell, tomm!" oder "Mama, die hat delächelt, weil ich ihr die Hand dedeben hab!" oder "Ich pass auf sie auf, wenn Du aufn Tlo bist!" oder "Hallo Zwuckelina, hier bin ich, ich bin doch da, muss du dar nich weinen, shau!")

Bis auf die Stolperkieselchen ist also alles, alles wirklich gut. Grund für Optimismus auf unserer Seite. Und der Rest wird sich mit viel Herbstsonne (dieses Wetter ist der Wahnsinn!), Sushi und Hirtentäscheltee auch noch erledigen.

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17 Gedanken zu „Optimistisch

  1. telesabbie

    ich habe aus irgendeinem grund tränchen in den augen, möchte dich drücken und finde, dass ihr eine tolle familie seid!

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  2. rage

    hey, ich wünsch ihnen nur das allerallerbeste! das wird schon. schalten sie ihr hirn aus und lassen sie die hormone spielen, die natur hat das wunderbar ausgerichtet. vielleicht wäre es besser, das normale tief zuzulassen als grad den teufel herbei zu reden. aber was schreib ich – ich hab ja keine ahnung. alles gute!

    wegen dieser saugverwirrung, da will ich mal polemisieren: meiner meinung nach existiert die nicht. oder besser: je mehr gedanken man sich drüber macht, desto eher trifft es ein. oder man verkrampft sich, und nicht das kind. und am schluss ist das kind verkramft. wie auch immer.

    meine beiden kleinen kinder waren ja beide notfallmässig im spital – das grössere nach zwei wochen, das kleinere nach fünf tagen. beide auf der intensivstation. mir hat es beide male vor schreck die milch abgestellt und beide male gab es keine andere wahl als pulvermilch, weil die brust nix mehr hergab. ich hatte null zeit, mir gedanken über saugverwirrung zu machen, und es wäre mir auch nie in den sinn gekommen, meinen kindern wegen einer wahrscheinlichen diesbezüglichen gefahr die pulvermilch zu verwehren. in beiden fällen war es nie ein problem, wenn ich sie wieder an die brust nahm. die milch verschwand dann trotzdem ganz, und zwar relativ schnell. sie haben jedenfalls beide beides akzeptiert. mein kleiner sohn ist heute fünf monate alt, und kürzlich hab ich ihn aus jux an die brust gehalten. er hat sofort geschnallt, was da los war.

    (nein, ich will niemanden als versagerin hinstellen oder allfällige probleme negieren. ich will nur sagen, dass man sich derartige probleme auch herbeireden kann. muss aber nicht. ok? ich kenne jedenfalls keine frau, die jemals ernsthaft dieses problem hatte.)

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Klar kann man die herbeireden, die Probleme… aber Saugverwirrung gibt es trotzdem, und leider kenne ich auch Leute, bei denen genau das passiert ist, dass die Kinder recht schnell nicht mehr an die Brust sind oder nur mit größeren Problemen irgendwann wieder. Aber wie gesagt, sie trinkt ja jetzt. Alles gut :)

      (und das normale Hormontief sollte, laut Hebammen, zu dieser Zeit längst durch sein, also der klassische “Babyblues” innerhalb der ersten Woche – deshalb die Vorsicht. Aber auch hier ja noch alles gut. Die Natur hat das alles gut ausgerichtet, aber was interessiert die Natur die paar Prozent, die hintenüber fallen…)

      Antwort
      1. rage

        sie und ich, wir könnten jetzt immer weiter sagen: wir kennen leute, denen ist das passiert, denen ist das passiert. gehen wir mal von diesen leuten aus. ICH kenne keine frauen, deren kinder unter saugverwirrung leideten. mir selbst war das phänomen bekannt, ich machte mir aber null gedanken drüber. es gab aber, wie erwähnt, auch keine wahl. (die milch verschwand aus schock und kam kurzzeitig wieder, das muss ich noch erklärend erwähnen.) ist nun die wahrscheinlichkeit gross, dass es mir nicht passierte, weil ich nicht drüber nachdachte? es ist klar, dass es mit schoppen einfacher geht. aber an die wärme und geborgenheit kommt es nicht an. doch, ich glaube, das da vieles auch verkrampfung ist. ehrlich gesagt, ich halte es für ein wohlstandsproblem. früher, als die frauen nach der geburt wieder aufs feld mussten, wurden auch keine gedanken dran verschwendet. verstehen sie, was ich meine? und mir geht es nun wirklich nciht darum, jemanden fertig zu machen, der dieses problem hat und darunter leidet, echt nicht. sondern nur um, wie soll ich es sagen – eine art wissenschaftliche erklärung?

        babyblues, das ist das wort, das mir fehlte. mir wurde im spital jeweils gesagt, dass der auch später noch kommen kann. hatte ich auch nicht. glück? keine ahnung. ich bin nicht die person, die da sitzt und wartet, ob etwas vielleicht passieren könnte. (auch das ist, um himmelswillen, keine herabwürdigung derer, die so sind. jeder, wie er ist, ich hab da null akzeptanz-probleme.) und nein, das kümmert die natur nicht. mein sohn war auch einer derer, die eine blutvergiftung bekamen, weil sie bei der geburt eine nabelinfektion erlitten. ich wusste, dass es das gibt, und dass die wahrscheinlichkeit klein ist. aber ich machte mir null gedanken drüber. passiert ist es «trotzdem». er hat es überlebt, auch das, in hiesigen breitengraden eine hohe statistische wahrscheinlichkeit. man könnte für alles statistiken herbeizitieren. man könnte für alles sagen, dass es früher besser war, oder anders, oder was weiss ich. ich wünsch wirklich niemandem, dass sie ihr kind nicht stillen kann oder an wochenbettdepression erkrankt – natur hin oder her.

        vielleicht denkt man heute zuviel. und weiss zuviel. und alles hat einen namen. es fängt bei der spontangeburt an und hört bei den fotos von gaddafis leiche auf. immer ist man live dabei. (nein, kein vorwurf! nur eine feststellung. ich nehme mich davon auch gar nicht aus!) vielleicht wäre es in manchen bereichen besser, back to the roots zu gehen.

        aber bitte nicht sie! ich liebe sie! und will noch ganz oft mit ihnen «streiten».

        Antwort
        1. Schussel Autor

          Ich sag dazu jetzt einfach nur: es gibt wissenschaftliche Veröffentlichungen und alles mögliche zum Nachlesen zum Thema Saugverwirrung. Die “wissenschaftliche Erklärung” ist schlicht: ein Kind kann lernen, die Zunge falsch zu verwenden, sonst nix. Andere Kinder haben kein Problem. Es heißt auch nicht, dass das Kind nachher nicht mehr an die Brust gehen muss, kann auch sein, dass es “nur” eine falsche Technik erlernt und dadurch die Brustwarzen wund werden oder die Milchproduktion zurück geht, weil falsch stimuliert wird. Du kannst gerne ein wenig googlen, aber wenn das jemand nicht glauben mag, ist mir das auch gerade jetzt ziemlich wurscht :) und das ist nicht böse gemeint.

          Mit Back to the Roots hat das für mich nichts zu tun. Back to the roots ist super. Aber damals sind halt auch soundsoviel Prozent der Kinder, Mütter, einfach gestorben. Hat dazu gehört. Es gab auch früher postpartale Depressionen, nur hat man sie nicht so genannt und kaum etwas dagegen tun können. Die Frauen hießen dann “neurotisch” oder “charakterschwach” oder wurden im blödsten Fall dafür verurteilt, dass sie ihrem Kind etwas angetan hatten. Ist interessanter Lesestoff an sich, man google mal nach “postpartum depression 19th century” oder beliebig ähnlichem. Sogar der gute Hippokrates hat das wohl schon beschrieben, nur dachte der, der Wochenfluss würde in den Kopf wandern und manche Frauen manisch machen, oder sowas… Nein, früher war also nicht alles besser. Dass man heute etwas mehr weiß, bewahrt viele Frauen davor, als Resultat chronisch depressiv zu werden.

          Wir sitzen auch nicht da und warten, dass was passiert, aber diese “Beobachtung” von uns selbst und von Fremden ist das wichtigste, was wir gerade machen können. Je früher man nämlich eingreift, desto besser die Chance auf guten Verlauf, und ich habe keinerlei Lust, nochmal 6 bis 12 Monate am Boden zu sein wie beim letzten Mal. Denn das war es. Ich war im Rückblick viele Monate schlicht krank. Und die Chance auf Rückfall ist nüchtern betrachtet recht hoch. Wir beobachten, weil das im Moment die beste Maßnahme ist, und weil Babyblues und postpartale Depression eben doch himmelweit auseinander sind.

          Aber ich sagte ja schon: alles im Griff zur Zeit.

  3. rage

    wir sind an einem ganz anderen punkt: ich war schon längst von ihnen weg, zur allgemeinen situation der mütter. und ganz ehrlich: warum sollte ich das googlen? damit ich noch mehr sorgen habe?

    ich erzähl ihnen noch ein beispiel aus meinem leben, was das zusammenspiel von mutter und kind aufzeigen soll (und nein, das ist nicht der schlüssel zu allem und nicht der weisheit letzter schluss, sondern nur ein beispiel einer möglichen problemlösung.) mein kleinster sohn, der fünfmonatige, ist ein spuckkind. kein reflux-proplem, er kann auch stunden nach der nahrungsaufnahme den ganzen magen entleeren. trotzdem gedeiht er prächtig, alle werte knapp unter der obersten perzentile. (damit die statistischen daten geklärt sind.) niemand weiss, warum er spuckt, seine geschwister machten das beide nicht. leider haben mich sowohl meine mutter als auch meine schwiegermutter solange bequatscht, bis ich überzeugt war, das ich ein problemkind habe. bis dahin war die welt für mich in ordnung: ich spürte, meinem kind geht es gut, es wächst, es gedeiht, es hat freude am leben.

    bei der letzten ukeineahnungwieviel hab ich das problem mit dem arzt besprochen, der auch keines sah. ich sprach trotzdem noch über möglichkeiten, das spucken zu minimieren, weil, ganz ehrlich: man hat nicht jeden tag lust, seine kleider zweimal zu wechseln. von der wäsche machen ganz zu schweigen. war aber, auch ganz ehrlich, der wirklich einzige grund, das spucken eindämmen zu wollen. beim gespräch mit dem arzt ging es auch darum, ob ein schluck wasser anstelle von milch den hunger nehmen würde und damit die schoppen-frequenz minimieren würde. so dass er nur dann milch trinkt, wenn er wirklich hunger hat. ich war nicht ganz davon überzeugt, und der arzt sagte mir: sehen sie, er wird es nicht mögen. weil sie nicht überzeugt sind davon. er wird es merken. seither schluckt mein sohn nur unter der dusche wasser oder in der badewanne, aber das dürfte sich aber altersgemäss bald ändern. oder auch nicht, egal. und an manchen tagen kotzt er alles und an anderen fast nix. wie auch immer.

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  4. Patricia

    Ich wünsch dir ganz doll, dass du an Körper und Seele gesund bleibst und die Zeit genießen kannst. Das, was du schreibst, klingt gut – und ein bewusster Umgang mit möglichen Problemen hat meiner Meinung nach auch nichts mit dem Herbeireden selbiger zu tun. Witzig, dein Sohn. Unserer war zur Geburt seiner Schwester etwa genau so alt und ich erkenne sooo viele Verhaltensweisen (einschließlich der proportional zur Uhrzeit steigenden Lärmkulisse) wieder. Alles Liebe!

    Antwort
  5. Sigrid

    Ihr/ Du mach(s)t das ganz wunderbar. Und jeder Frau, die einmal eine postpartale Depression hatte, würde ich zur genauen Beobachtung raten. Das gehört für mich auch zur verantwortungsvollen Hebammenarbeit dazu.

    Antwort
  6. Caramellita

    Für mich hört es sich auch richtig an. Du hast Deine Erfahrungen gemacht und achtest mehr auf alles. Finde ich völlig normal und würde ich ganz genauso machen. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es Dir gelingt, den Kopf hin und wieder und immer öfter frei zu kriegen und Dich ganz auf die neue Situation einzulassen. Große Geschwister sind einerseits stolz, andererseits auch ein bißchen eifersüchtig. Da muss man durch Rabatz und Lautstärke schon auch noch mal zeigen, wer hier eigentlich zuerst da war ;-)
    Alles, alles Gute weiterhin für euch!

    Antwort
  7. vierachtel

    Ich wünsche der einen Ausknopf für deine Sorgen.
    Läuft doch alles wunderbar! Das Mädchen trinkt und schläft auf deinem Bauch und der Große drischt aufs Glockenspiel. Genieße diese Momente und misstraue ihnen und dir nicht.

    Antwort
  8. bea

    Habe mit Freuden die letzten Artikel deines Blogs gelesen.
    Das verkürzt mir meine Wartezeit :)(Ich habe -vorraussichtlich-noch ein/zwei Wochen Wartezeit vor mir)
    Schön, das bei dir nach der Wartezeit und der ganzen “Arbeit” alles so gut gegangen ist. Und die Kleine ist so süss!! Versteh ich gut, das sie einen so lieben, stolzen, grossen Bruder hat :)
    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft zum Verarbeiten der negativen und angstgestimmten Eindrücke. Ich denke,es ist besser, sie anzuhören und loszulassen, statt zu versuchen, sie zu ignorieren. Das funktioniert auf Dauer sowieso nicht…
    Schöne Familientage!!
    Liebe Grüsse.
    bea

    Antwort
  9. frauniepi

    schon klar, daß du jetzt vorsichtig beobachtest. ging mir nicht anders.
    sohn¹ war hier damals so wahnsinnig laut. ich war mir nie sicher, ob er wirklich so übermäßig aufgedreht war oder, ob ich das nur so empfand. ich freute mich jedenfalls immer auf den kindergarten, damit sohn² auch mal in ruhe schlafen konnte.
    ich hoffe sehr es bleibt alles so gut für euch.

    Antwort
  10. claudia

    Hallole !
    Bin gerade sehr zufällig hier gelandet……
    ein kleiner Tipp-“Pulsatilla” ist das “Mädchenmittel in der Homöopathie.
    Wenn man sich so nah am Wasser fühlt…….
    Gibt es ohne Rezept als Globuli für etwa 6 Euro.
    Schadet nix, auch nicht dem kleinen Zwuckel…
    Lass dich doch mal in der Apo (mit homöopath. Angebot) beraten.

    Liebe Grüße, Claudia

    Antwort
  11. Faserpiratin

    Hallo!

    Hach, ich lese ja so schrecklich gerne Babygeschichten :-) Schön, dass es euch gut geht – ganz ohne “noch” und so. Dem Tipp mit der Homöopathie kann ich mich dann nur anschließen, ich habe da tolle Erfahrungen gemacht. Auch wenn ich jetzt zu diesen ganz konkreten Mutterdingen nix sagen kann.

    Was ich mir dann aber doch nicht verkneifen kann: Dir geht es schlecht und dann muss Essen bestellt werden… Papas sollten ja eigentlich auch mindestens gewisse Grundkenntnisse in Nahrungszubereitung haben.

    Herzliche Grüße und euch weiterhin alles Gute,
    FP

    Antwort
    1. Schussel Autor

      Ohhh, nein – der Mann hat fast immer in den ersten Wochen gekocht und kocht auch im normalen Alltag etwa zur Hälfte. Gut übrigens. Aber erstens hat auch der mal eine Pause verdient und zweitens mag ich gerne geliefertes Sushi :)

      Antwort

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