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	<title>Schussel plappert</title>
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	<description>von meinem Chaos und einigem drumherum</description>
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		<title>Tagebuchbloggen. Sonntag.</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 21:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun habe ich euch drei Tage vernachlässigt. Aber keine Sorge, mein Leben war in der Zeit nicht besonders interessant. Und heute? Auch nichts großartiges, aber zum Abschluß der Tagebuchblogwoche lasse ich euch noch mal mit reinschauen. Bin allerdings diesmal schon so müde, dass ich garantiert die Hälfte des Tagesgeschehens vergesse&#8230; Die Kinder sind gegen 7 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1746&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nun habe ich euch drei Tage vernachlässigt. Aber keine Sorge, mein Leben war in der Zeit nicht besonders interessant.</p>
<p>Und heute? Auch nichts großartiges, aber zum Abschluß der Tagebuchblogwoche lasse ich euch noch mal mit reinschauen. Bin allerdings diesmal schon so müde, dass ich garantiert die Hälfte des Tagesgeschehens vergesse&#8230;</p>
<p>Die Kinder sind gegen 7 wach, wie fast immer. Noch mit halbgeschlossenen Augen ist die erste Frage aus Knirpsrichtung: &#8220;Heute frühstücken wir im Restaurant, oder?&#8221; Ja, genau, heute ist auswärts essen geplant, ein gemütlicher Brunch. Das gehört keineswegs zum normalen Sonntagsalltag hier, macht aber natürlich trotzdem Spaß und fand schon viel zu lange nicht statt. Unser Fehler war aber, von einem &#8220;<em>Frühstück</em>&#8221; zu sprechen, denn jetzt wurden wir selbstverständlich zwei Stunden lang belagert: &#8220;Wann gehen wir los? Warum können wir nicht jetzt los gehen? Aber wir wollten doch nicht zuhause frühstücken? Warum haben die jetzt noch nicht auf? Wann ist 10 Uhr? Gehen wir jetzt endlich?&#8221; etc. pp., und ebenso selbstverständlich war der Knirps dann, als wir wirklich losgehen wollten, gar nicht in Gehlaune, sondern trödelte wieder munter vor sich hin. Aber gut.</p>
<p>Wir haben sogar zu viert den richtigen Bus erwischt. Nach 15 Jahren in dieser Stadt (hui!) kommt es mir ganz normal vor, für Freizeitaktivitäten mal eben 50 min mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt zu fahren; früher, daheim, auf dem Land, hätte ich da höchstens den Vogel gezeigt.</p>
<p>Das Brunchbuffet war beeindruckend. Schon alleine von der Auswahl her, aber auch die einzelnen Komponenten machten einem Gerne-Esser wie mir große Freude. Endlich mal nicht nur Schinken, Tomate-Mozzarella und ein paar Kuchen &#8211; statt dessen oder besser zusätzlich Caesars Salad, Spargel, Roastbeef, Carpaccio, Suppen, Garnelensalat, Couscous, ach, so viele leckere Sachen! Ganz mein Ding. Nicht, weil ich unbedingt viel essen möchte, sondern weil ich mich endlich einmal nicht <em>entscheiden</em> muss. Der Knirps, der ja sonst gerne auch Sushi und Curry und Räucherlachs und überhaupt fast alles isst, war entweder von der Auswahl überfordert oder entwickelt sich langsam in Richtung klassischer Kindervorlieben. Jedenfalls ging er an all diesen Leckereien recht unbeeindruckt vorbei und aß ganz langweilig einen Joghurt, einen Obstsalat, etwas Rührei, viel trockenen Reis, etwas Fisch, eine Stange Spargel und eine Apfeltasche. Aber gut, meinetwegen darf er auch langweilig satt werden, wenn&#8217;s schmeckt.</p>
<p>Fast noch luxuriöser als das Essen selbst: die alleinige Tatsache, dass ein gut ausgestattetes Kinderspieleck existiert. Anders wären 4h Brunch mit zwei kleinen Kindern wohl auch kaum machbar. Unsere Aufstehfrequenz wurde nochmal deutlich gesenkt, als direkt am Spieleck ein Tisch frei wurde und wir kurzerhand um einen Umzug baten. Zwuckel schlief zwischendrin eine Runde in der Manduca, der Knirps war bis auf einen kleinen Kindersesselstreit recht entspannt &#8211; alles in allem wirklich toll. Aus dem Rahmen fiel höchstens der Keyboarder der Live-Jazz-Band, der rein vom Aussehen so gar nicht zur Musikrichtung passte in ganz schwarz mit schwarz gefärbten Haaren und vor allem aber mit Nietenjeans, die einen ausufernden Blick auf seinen schwarzen Stringtanga <del>und noch mehr </del>freigab. Auf der Bühne über dem Buffet schwebend, übrigens. Ich habe heute leider kein Foto für euch, aber vermutlich hätte es diesen Artikel entscheidend aufgewertet.</p>
<p>Nachdem alle satt waren und der Lautstärkepegel doch langsam seine nervenzehrende Wirkung auf die Kinder zeigte, verließen wir das Restaurant und überfielen den nächsten Spielplatz. Sonne, austoben, gar nichts tun. Schon wieder perfekt. Zwuckel interessierte sich bis auf eine Wippe recht wenig für die Spielgeräte, denn wer braucht schon Spielsachen, wenn es Stöcke gibt. Ganz viele Stöcke. Und während der Knirps uns ständig im Auge hat, immer wieder bettelt, wir sollten doch mit zum Klettergerüst oder zur Schaukel kommen, marschiert Zwuckel einfach davon, ohne sich einmal umzusehen, versucht gerne auch mal, mit einer Gruppe 8jähriger Fußball zu spielen oder diskutiert mit Kindergartenmädchen, ohne ein Wort wirklich sprechen zu können. Und sammelt noch mehr Stöcke.</p>
<p>Gegen 16 Uhr beenden wir diesen wirklich wunderbaren Tag da draußen langsam. Die Kinder werden müde, wir auch, und wir haben ja noch die übliche Stunde Heimweg vor uns. Natürlich verpassen wir den Bus, der sonntags sowieso seltener fährt. Zum Ausgleich werden wir Zeugen eines Auftritts der Zivilstreife, Drogenfahndung oder sowas, jedenfalls Blaulicht (&#8220;Dadü! Dadü!&#8221;) und Zivilpolizisten, die Männer und Autos durchsuchen. Zweifellos sehr spannend für einen Vierjährigen. (&#8220;sind das Diebe? Nehmen sie die jetzt mit? was suchen die jetzt im Auto? was haben die da im Auto gefunden? warum müssen die da so stehen? bestimmt sind das Diebe, oder, Papa, und die müssen jetzt ins Gefängnis! Doch, das glaube ich schon. Warum haben die nur so ein kleines Blaulicht und gar kein Polizeiauto? Warum haben die normale Kleider an? Warum fahren die nur hinterher? Kommen die auch, wenn echte Diebe da sind?&#8221; etc. pp.) Wir besorgen unterwegs mal wieder zwei Brezen für hungrige Kinder, ertragen diverse Zwuckelkreischanfälle im Bus aus unbekannten Gründen, haben beim Aussteigen aus dem Bus einen Vierjährigen, der jammert, weil er nicht getragen wird und eine Einjährige, die kreischt, weil sie kurzzeitig getragen wird und sind irgendwann endlich zuhause.</p>
<p>Überhaupt, Zwuckelkreischanfälle: darin und im Nein sagen war sie heute einsame Spitze. Ich würde vermuten, ich habe von ihr heute mehr &#8220;Nnnnnnein!&#8221; gehört als vom Knirps in den ersten beiden Jahren. &#8220;So, jetzt gehen wir los.&#8221; &#8211; &#8220;Nein!&#8221; &#8211; An der Straße musst Du mir die Hand geben. &#8220;Nein!&#8221; &#8220;Mütze aufsetzen?&#8221; &#8211; &#8220;Nein!&#8221;  &#8220;Das ist unsere UBahn, jetzt steigen wir ein.&#8221; -&#8221;Neinnn!&#8221; &#8220;Noch was essen? Tomate? Brot? Ei? &#8230;.&#8221; &#8211; &#8220;Nnnnnnein!&#8221; &#8220;Kuchen?&#8221;- &#8220;Nein! *pause* Jaaaaaa!&#8221; (war dann aber doch nein.) Sie hat meinen Kopf, denke ich.</p>
<p>Daheim beschließen wir, dass eigentlich alle mehr oder weniger satt sind und erklären die Brezen und etwas Brot zum Abendessen. Der Knirps ist kurzzeitig empört, weil für ihn kaltes Abendessen kein Abendessen sei, lässt sich aber mit Essiggurken besänftigen. Dann lässt er sich mit mehr oder weniger Aufwand und Trödelei und Streiterei (heute mal wieder eher mehr) für&#8217;s Bett fertig machen, zieht immerhin den Schlafanzug richtig schnell an, denn der ist neu und <em>einteilig</em> (der Neid auf das Schwesterchen und ihre Garderobe machte sowas nötig). Zwuckel dagegen lässt sich zwar ebenfalls umziehen, ist aber noch hellwach und beschäftigt sich bis kurz vor 9 selbst, während ich hier am PC sitze und der Mann irgendwo wurschtelt. Wir suchen noch die seit gestern schwer vermisste Zwuckelpuppe in und unter allen Möbeln suchen. Sie kommt nur ab und zu vorbei, um uns Playmobilmännchen vorzuführen oder stolz in Knirpsschuhen, Schlafanzug und Mütze durchs Wohnzimmer zu stiefeln. Irgendwann kommt auch sie von sich aus zum schlafen zu mir, schläft entsprechend sofort ein, und wir sitzen wie meistens hier im Wohnzimmer, einer hier, einer da, lesen ein wenig, reden ein wenig, naschen ein wenig (ich), schnarchen (Schnupfenzwuckel), und so weiter.</p>
<p>Sonntag vorbei. Danke an alle, die diese Tage mit-gelesen haben &#8211; mal sehen, wie es hier weitergeht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1746/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1746/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1746&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tagebuchbloggen. Mittwoch.</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 20:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute gibt es etwas Abwechslung, denn Mittwoch ist mein erster Arbeitstag, dafür ist der Mann zuhause. Das bedeutet, dass wir alle gemeinsam um 6:45 aufstehen. Oder besser: aufstehen sollten. Während die Männer schon auf sind, wälze ich mich mal wieder mit Snoozetaste im Bett, und auch Zwuckel meint auf meine Ankündigung, ich würde heute arbeiten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1742&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Heute gibt es etwas Abwechslung, denn Mittwoch ist mein erster Arbeitstag, dafür ist der Mann zuhause.</p>
<p style="text-align:justify;">Das bedeutet, dass wir alle gemeinsam um 6:45 aufstehen. Oder besser: aufstehen sollten. Während die Männer schon auf sind, wälze ich mich mal wieder mit Snoozetaste im Bett, und auch Zwuckel meint auf meine Ankündigung, ich würde heute arbeiten gehen, nur: &#8220;<em>Nein. Mama chhhrrrpschh-chhhrrpschh</em>&#8220;, und zieht uns beiden dabei demonstrativ die Decke bis zur Nasenspitze. Sorry, Zwuckel, daraus wird nichts.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir frühstücken an diesen Tagen alle gemeinsam, nur dass jetzt der Mann für alle Kinderbelange zuständig ist. Ich darf also in ruhe essen, duschen, meine Sachen richten. Wie meistens setze ich mich anschließend noch kurz an den PC für eine kleine Internetrunde. Zwar komme ich dadurch noch später los, aber es hat sich als sinnvoll erwiesen, um im Büro einen Grund weniger für morgendliche Ablenkung zu haben. Ich bestelle endlich den Akku-Bohrhammer, um den ich schon seit Wochen herumschleiche und bin 20 nach 8 endlich fertig zum gehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Mann wird heute den kleinen Wocheneinkauf übernehmen und bringt den Knirps deshalb mit dem Auto zum Kindergarten, so dass die drei mich noch schnell mit zur U-Bahn nehmen können. Ich besitze zwar mindestens drei mobile Geräte, die mir unterwegs zur Unterhaltung dienen könnten (Smartphone, Tablet, ebook-Reader), aber ich schaffe es, kein einziges davon aufgeladen zu haben. Also muss ich die knapp 25 min U-Bahn-Fahrt zwangsläufig damit verbringen, Mitfahrer zu beobachten, Löcher in die Luft zu starren und vor mich hin zu träumen. Zugegeben, manchmal nicht die schlechteste Beschäftigung.</p>
<p style="text-align:justify;">Gegen 9 bin ich also im Büro. Vielleicht auch kurz danach, das ist bei uns glücklicherweise nicht ganz so wichtig. Ich schalte den PC ein, öffne das Fenster zum durchlüften und gehe dann erstmal Kaffee holen und einen Teil des Teams begrüßen. Bis ich zurück bin, ist selbst meine Krücke von Computer arbeitsbereit.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>An dieser Stelle werde ich etwas ungenauer, auch wenn das die Frau Brüllen mit der expliziten Arbeitsalltagsneugier enttäuschen mag. Sorry! Zum einen darf ich einiges nicht erzählen, anderes behalte ich für mich, um weiter so hübsch anonym zu bleiben. </em></p>
<p style="text-align:justify;">Meine Arbeit besteht für die nächsten Stunden vor allem darin, am PC zu sitzen, Dinge zu lesen, nachzudenken und Dinge zu schreiben. Ich habe mein eigenes kleines, nettes Büro mit eigener Tür und ein paar Grünpflanzen, die überraschenderweise immer noch leben. Mit meinen Kollegen treffe ich mich hauptsächlich zum Mittagessen. Manchmal auch, wenn einer von uns eine Frage hat oder ein Problem diskutieren will oder sich einfach mal für fünf Minuten die Füße vertreten möchte.  Aber insgesamt sind wir Einzelkämpfer, jeder sein Ding, alles recht ruhig und von außen vermutlich langweilig. Zunächst sieht es heute nach einer entspannten Woche aus, dann sehe ich doch noch den neuesten Auftrag, der die Lage sofort in Richtung &#8220;machbar, aber stressig&#8221; verändert.</p>
<p style="text-align:justify;">Als die drei Kollegen zum Mittagessen rufen, bin ich gerade endlich mal halbwegs konzentriert und sage deshalb solange &#8220;komme gleich&#8221;, bis die anderen fertig sind. Mist. Das passiert mir selten, über so ein bisschen zwischenmenschliche Ansprache am Tag bin ich doch froh &#8211; auch wenn die immer gleichen Themen gelegentlich was von Kaugummi haben. Zäh. Ich mache mir also schnell alleine meine Convenience-Käsespätzle in der Pfanne heiß. Kein optimales Essen, aber leider sitzen wir essenstechnisch etwas auf dem Trockenen. Keine Kantine, kaum Restaurants, kein Supermarkt, vereinzelte Imbisslokale. Ich bin kein großer Freund belegter Brote, und der Plan, mir Salat oder ähnliches von zuhause mitzubringen, scheitert oft an Zeit und Aufwand. Eine meiner Planbaustellen für dieses Jahr: besser essen im Büro. Irgendwann bald.</p>
<p style="text-align:justify;">Dann weiter wie vormittags: lesen, nachdenken, schreiben. Irgendwann kommt ein Anruf von meinem Chef, dringende Sache, wichtige Sache. Ich werde ein wenig schultergeklopft, &#8220;Sie sind meine beste Allzweckwaffe für diesen Fall&#8221; &#8211; was mir durchaus zusagt, keine Frage. Am Ende bedeutet es aber dennoch, dass noch mehr Arbeit in die Woche gepresst wird. In diesem Fall: Fehler ausbaden, die andere gemacht haben, retten, was zu retten ist, und das innerhalb von 36 Stunden. Der Countdown läuft. Mein Kopf läuft leider nicht. Der blockiert mal wieder, wie so oft, gerade unter Stress. Beruhigend ist da höchstens, dass ich weiß, dass irgendwann der Knoten in meinem Hirn aufgeht und ich in rasender Geschwindigkeit jede Menge geschafft kriegen werde. Fragt sich nur, wann das passiert. Jedesmal dasselbe. Mein persönlicher kleiner Nervenkitzel.</p>
<p style="text-align:justify;">Als ich schließlich kurz nach halb 7 aus dem Büro gehe, schneit es, und ich bin eher unzufrieden mit meiner heutigen Leistung. Aber was nutzt das Jammern. Morgen muss es besser gehen, morgen muss irgendetwas passieren. Heute hat das alles keinen Sinn mehr, sonst wäre ich eventuell länger geblieben. Auf dem Heimweg drängen sich am Marienplatz jede Menge schalgeschmückte Fußballfans in die Bahn. Der gegnerische Verein scheint aber von der harmlosen Sorte zu sein, es ist zwar gedrängelt voll, aber sonst ruhig, fast freundlich. Da habe ich schon andere Fußballfahrten erlebt. Immer wieder mittwochs. Die kleine Herausforderung des Abends ist dann jedesmal, sich ausgerechnet eine Station vor dem Stadion aus der Bahn zu kämpfen. Ich lasse den Bus stehen und gehe das letzte Stück zu Fuß, noch den Kopf ein wenig freipusten lassen. Unterwegs läuten Glocken, und Twitter bestätigt, es gibt einen neuen Papst.</p>
<p style="text-align:justify;">An der Wohnungstür empfangen mich fröhliche Kinder, fertig abgefüttert und schon in Schlafanzüge verpackt. Zwuckel will sofort und auf der Stelle stillen und ist reichlich wütend, dass ich mich erst noch für dreißig Sekunden ins Bad wage. Der Knirps spielt, Zwuckel stillt, ich esse. Der Mann hat Gemüsebratlinge mit Joghurtsauce gemacht. Lecker. Ausnahmsweise schalte ich noch schnell den Livestream in den Vatikan ein, historisches Ereignis und sowas, auch wenn ich mich derzeit nicht als gläubig bezeichnen würde. Der Knirps schaut sich interessiert den Aufmarsch der Schweizer Garde an (<em>&#8220;ist das auch Fasnet?&#8221;</em>), will dann aber schlafen gehen, so dass ich mir für morgen noch überlegen kann, wie man ihm das Konzept Kirche und Papst verständlich erklären kann. Zwuckel schläft schon in meinem Arm ein. Der Mann kommt auch ziemlich schnell von der Einschlafbegleitung zurück, offensichtlich waren beide recht müde. Ich lese ein wenig zum neugewählten Franziskus, der Mann hat einen freien Abend und geht aus. Gegen halb 10 kann ich Armschlafzwuckel unglaublicherweise mit etwas Geduld und <del>Spucke</del> Deckenrollen ins Bett ablegen. Ich esse die restlichen Bratlinge, räume die Spülmaschine ein und schreibe diesen Artikel fertig. Mittwoch vorbei.</p>
<p style="text-align:justify;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1742/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1742/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1742&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tagebuchbloggen. Dienstag.</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 21:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zwuckeliges]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich dachte ich zunächst, der Montag würde als exemplarischer Kindertag ausreichen, andererseits: wenn schon belanglos bloggen, dann so richtig. Also heute wieder. Dienstag ist mein zweiter Zuhausetag mit den Kindern. Also im Grunde alles wie Montag, nur manchmal ein bisschen anders. Heute beispielsweise war der Mann nicht schon weg, als wir aufstanden, weil er verschlafen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1739&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich dachte ich zunächst, der Montag würde als exemplarischer Kindertag ausreichen, andererseits: wenn schon belanglos bloggen, dann so richtig. Also heute wieder.</p>
<p>Dienstag ist mein zweiter Zuhausetag mit den Kindern. Also im Grunde alles wie Montag, nur manchmal ein bisschen anders.</p>
<p>Heute beispielsweise war der Mann nicht schon weg, als wir aufstanden, weil er verschlafen hatte. Der Knirps bettelte um Aufstehen, was ich erst mit einem Hinweis auf tiefste Nacht abwehren wollte, dann aber zugeben musste, dass wir 5 min vor Weckerklingeln waren. Er war dennoch gut gelaunt, aber nicht ganz so blendend wie gestern und etwas mehr in Trödelverfassung. Dennoch: ein recht entspannter Morgen für alle. Viertel nach 8 aus dem Haus, Zwuckel (&#8220;HopHop!&#8221;) auf den Rücken gepackt und uns zum Kindergarten aufgemacht. Dass heute der Mann die übertragbare Monatskarte hatte, ich prompt das Stempeln vergaß und damit schwarz fuhr, fiel mir erst später auf. Glück gehabt.</p>
<p>Von dort ging es auf direktem Weg zurück, diesmal mit Tragezwuckel, weil offensichtlich müde. Kaum daheim, schlummerte sie weg &#8211; wie üblich beim Stillen &#8211; und ich übermütiges Ding startete einen weiteren Ablegeversuch. Erfolgreich. 1,5 Stunden im Bett. Da tut sich was beim Schlafen zur Zeit. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. Meine freie Zeit? Spülmaschine, PC, getwittert, Tagebuchblogger und sehr traurige Blogs gelesen. Was sind schon 90 Minuten. Zum Mittagessen ein paar kleine Kartoffeln mit ordentlich Öl und Rosmarin in die Pfanne geworfen, Gurkenstücke zum Knabbern dazu. Festgestellt, dass hungrige 1-jährige wirklich unbeirrbar immer wieder die nicht-mehr-zu-heiße-aber-doch-noch-sehr-warme Kartoffel in den Mund stecken, aber selbst beim fünften erschrockenen Ausspucken nichts dazu lernen.</p>
<p>Davor und danach außerdem, man verzeihe mir die fehlenden Minutenangaben: mit Zwuckel Klavier geklimpert; zweimal <em>Weihnachten im Stall</em> vorgelesen (&#8220;Beeebi! Bebi! Tuuuh!&#8221;); beide Kloschüsseln mit Zitronensäure entkalkt (das Münchner Wasser sorgt zwangsläufig für enormen Säureverbrauch); geblödelt, viel; verliehene und zurückerhaltene Babywäsche sortiert und kurzzeitig geärgert, weil da tatsächlich Oberteile mit verkrusteten Breiresten dabei waren; den Plastikmüllbehälter wieder eingeräumt, den Zwuckel ausgeräumt hatte, die währenddessen aber die Handschuhkisten im Flur auskippte, die ich dann wieder einräumte, während sie alle Plastikteller und restliche Senseo-Kaffeepads im Wohnzimmer verteilte, etc.pp.; diverse Tassen Espresso getrunken; lustlos Dinge in der Küche von rechts nach links geschoben; die Glastür zum Wohnzimmer mit Zwuckel geputzt, ich auf der einen Seite, sie mit geschätzten drei Metern selbstabgerollter Küchenrolle (ichbinganzentspannt) auf der anderen; vergessen, was ich sonst noch gemacht habe. Wie gestern eben, nur anders.</p>
<p>Wieder kurz nach 2 zum Knirpsabholen aufgebrochen. Ich war fest davon überzeugt, gestern wie heute zur selben Zeit losgegangen zu sein, aber gestern war ich 20 min zu früh, heute kam ich gerade so zwei Minuten vor Kindergartenschluss noch an. Neue Kochdienste für die nächsten Wochen eingetragen. Dem Knirps einen Laugenzopf gekauft (Kindergarten macht so schrecklich hungrig). Immer noch müdes Tragezwuckelchen erfolgreich auf dem Rücken behalten, so dass wir schon nach fast rekordverdächtigen 45 min zuhause waren, und das inklusive Baggerbestaunen. Wie schon die letzten Tage ist der Knirps direkt ins Bett gewandert und fast auf der Stelle alleine eingeschlafen. Seit er neulich krank war, Grippe oder sowas ähnliches, eine Woche lang hoch Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen, seither jedenfalls ist er eigentlich dauernd müde. Mir geht es ganz ähnlich, daher großes Verständnis.</p>
<p>Wir dödeln irgendwas vor uns hin, bis wieder kurz nach halb 6 der Mann nach Hause kommt. Wieder Küche fertig machen, Pellkartoffeln aufsetzen, Fisch in den Ofen schieben, Karottensalat durch die neue und schon heißgeliebte Küchenmaschine jagen. Pünktlich zum Abendessen (wir wissen ja: wenn er aufwacht, dann nach recht genau drei Stunden) wird der Knirps gegen 7 wach. Wieder schlecht gelaunt. Liegt vielleicht an der Dauermüdigkeit zur Zeit. Oder ihn drückt sonst irgendwo der Schuh. Jedenfalls zwei astreine Riesenwutanfälle, noch bevor er zu essen beginnt, es ging, glaube ich, um falsche Becher und zerfallende Fischstücke und falsche Sitzplätze. Man weiß es nicht so genau, weil es natürlich um diese Sachen <em>eigentlich</em> überhaupt nicht geht. Irgendwann (man lese: nach einer guten halben Stunde) beruhigt er sich und erzählt auf vorsichtige Nachfrage vom Kindertheater, das sie letzte Woche mit dem Kindergarten besucht hatten, von Figuren, die ihm womöglich etwas Angst gemacht hatten, aber nur ein bisschen. Vielleicht war es das. Vielleicht auch was anderes, da gäbe es die ein oder andere Option zur Zeit. Wir werden das wohl die nächsten Tage erleben.</p>
<p>Nach dem Essen fällt Zwuckel müde mehr oder weniger in meinem Arm um, der Knirps trödelt noch ein wenig vor sich hin, wird bettfertig gemacht, bekommt Pippi vorgelesen, alles wie gestern. Einschlafen kann er heute aber nicht so einfach, also geht der Mann irgendwann raus und lässt die Tür halb offen. Auch das ist eine recht neue Errungenschaft hier, kam von alleine, kommt immer öfter: abends alleine einschlafen können. (Ich denke, er schläft jetzt, zumindest hören wir nichts mehr von ihm.) Wir beide sitzen noch mit Armschlafzwuckel im Wohnzimmer, der Mann kruschtelte erst irgendetwas, übernahm dann Zwuckel, las noch, ich schrieb hier, nein, ich schreibe noch, er schläft da hinter mir fast ein und deshalb: gute Nacht. Dienstag vorbei.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1739/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1739&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tagebuchbloggen. Montag.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 22:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Knirpsiges]]></category>
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		<category><![CDATA[Zwuckeliges]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frau Brüllen hat gefragt , was wir denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Da dachte ich, das wäre der perfekte Anlaß, um so zu tun, als wäre nichts gewesen und sich unauffällig einzureihen. (Blogpause? wer? wo?) Muss man ja nur beschreiben, wenig denken, nichts kreatives oder hochintellektuelles, da lässt sich ganz gut ausprobieren, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1731&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.bruellen.blogspot.ch/2013/03/was-machst-du-eigentlich-den-ganzen-tag.html">Frau Brüllen hat gefragt</a> , was wir denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Da dachte ich, das wäre der perfekte Anlaß, um so zu tun, als wäre nichts gewesen und sich unauffällig einzureihen. <del>(Blogpause? wer? wo?)<del><del><del> </del></del></del></del> Muss man ja nur beschreiben, wenig denken, nichts kreatives oder hochintellektuelles, da lässt sich ganz gut ausprobieren, ob meine alten Blogfinger vor lauter Rost schon knarzen.</p>
<p>Also. Was mache ich den ganzen Tag?</p>
<p>Montag ist für mich Kindertag. Wenn unser Wecker um 6:45 klingelt, dann ist der Mann schon längst zur Arbeit verschwunden. Im Idealfall ist dabei keiner aufgewacht. Heute ist ideal. Der Knirps kuschelt sich müde an mich, während ich nicht minder müde zweimal die Snooze-Taste drücke. Zwuckel schnarcht tief und fest, also lasse ich sie liegen und kann mich ganz dem großen widmen &#8211; das passiert selten genug. Der wiederum ist offenbar ausgeschlafen und gut gelaunt, zumindest springt er alleine in Richtung Klo, statt nach Begleitung zu jammern. Ein guter Start.</p>
<p>Es ist also kurz nach 7. Mein mittelperfektionistischer Mann hat wie immer am Vorabend den Kindern Kleidermännchen auf dem Sofa parat gelegt und den Frühstückstisch vorgedeckt. Wir müssen uns also nur noch setzen und anfangen. Die blendende Knirpslaune besteht weiterhin, was keineswegs selbstverständlich ist; an manchen Montagen könnte ich zu dieser Zeit schon vom dritten Wutanfall berichten. Oder von sich kratzenden Geschwistern. Aber nein, heute alles friedlich, er schmiert sich also sein Honigbrot selbst, die Milchmenge im Becher ist die richtige und wir beide frühstücken gemütlich vor uns hin. Bis Zwuckel aus dem Schlafzimmer ruft. Mittlerweile ist es halb 8 und wir sind alle drei im Schlafanzug. Während also auch Zwuckel ihr Brot knabbert, zieht der Knirps sich an. Alleine und ziemlich schnell, er meint zwar, er würde einen Anziehwettbewerb mit mir veranstalten, achtet aber dabei nicht mal auf meine Teilnahme. Die gute Laune heute, ich wiederhole mich, an anderen Tagen&#8230; Eigentlich wollte ich morgens noch schnell die Spülmaschine erledigen, sprich, die dreckigen Geschirrberge vom Vorabend beseitigen, aber ohne Aufsicht springt mir Kamikazezwuckel gern mal seitlich vom Stuhl, also wird das verschoben. Der Knirps <del>verwundert</del> erfreut mich weiter, indem er unaufgefordert schon mal Zähne vorputzen geht. Alleine. Am Ende jedenfalls schaffen wir es alle um 20 nach 8 aus dem Haus, vollständig angezogen, gewaschen und mit sauberen Zähnen und mit nur einmal umdrehen, weil ich von außen das zum Lüften offene Schlafzimmerfenster sehe.</p>
<p>Unser täglicher Weg zum Kindergarten besteht aus 25 min Fußweg, 1 Station U-Bahn und nochmal 15 min Fußweg. Ohne Kinder kann man von beiden Fußwegen gute 10 min abziehen. Mit selbstlaufendem Zwuckel kann man auf beide Fußwege gute 20 min dazurechnen. Das zusammen mit der Tatsache, dass wir gegen 9 im Kindergarten sein sollten, ist der Grund, wieso ich sie jetzt nicht wie erwünscht laufen lasse, sondern auf den Rücken packe. Kleiner, empört schimpfender 11kg-Rucksack (&#8220;auch! auch!&#8221;).</p>
<p>Um kurz vor 9 lassse ich mich wie fast immer von einem freudestrahlenden Knirps aus der Kindergartentür schubsen. (Kleines, feines Abschiedsritual. Und übrigens: es wurde dann doch noch der Traumkindergarten. Aber das ist eine andere Geschichte.) Zwuckel wäre lieber ebenfalls geblieben (&#8220;auch! auch!&#8221;), erinnert sich aber sofort dann daran, dass ich ihr vorher &#8220;selberlaufen&#8221; versprochen hatte und nimmt das sehr wörtlich, inkl. kleinem Fußstampfwutanfall, weil sie über die Straße nicht ohne meine Hand darf und schlußendlich doch getragen wird. Wir kaufen im Supermarkt, der so praktisch vor dem Kindergarten liegt, die Kleinigkeiten ein, die beim Samstagseinkauf vergessen wurden/unerwartet schnell verbraucht wurden/aus anderen Gründen fehlen. Butter, Sahne, etwas Gemüse <del>und Schokolade</del>. Dann stapft Zwuckel stolz voran, während ich versuche, sie von Straßenrändern und Fahrradwegen fernzuhalten. Unterwegs bestaunen wir eine Kanalreinigung, glatte 5 Minuten lang, einen Bagger, diverse Steine, Streusplit und Stöcke und einen dicken Begrenzungsstein, der sie als Sitzgelegenheit so sehr fasziniert, dass sie noch siebenmal wieder zurücklaufen und sich noch einmal hinsetzen muss. Aber wir haben ja Zeit und zuhause wäre es nicht wirklich einfacher, sie zu beschäftigen, wir hätten nur weniger Frischluft. Dann wieder U-Bahn, für den letzten Wegteil aus purer Faulheit Bus, und wir sind viertel nach 10 wieder daheim.</p>
<p>Wenn ich mit nur einem Kind &#8211; also meist: mit Zwuckel &#8211; alleine daheim bin, plätschert alles so dahin. Ich räume hier ein bisschen den Tisch ab und wische dort kurz das Waschbecken, das ich beim Badputz vergessen hatte, denke mir Beschäftigungen für Zwuckel aus und trinke aus von ihr gereichten Bechern imaginäre Getränke, klappere schnell am PC die Kleinanzeigen nach einem Kinderfahrrad ab, stille zwischendurch gelegentlich, trage Dinge von hier nach da und vergesse, was ich da wollte, trage die Dinge also wieder zurück, wo mir einfällt, was ich da wollte, lese dem Kind ein Buch vor bzw. lasse mir die Katzen darin ausführlich vorführen, ignoriere die Geschirrberge weiter stur, twittere ab und zu einen Satz, fege unter dem Eßtisch zusammen, mache mir einen Espresso (mit Zucker und Sonnentor-Kaffeegewürz), setze Zwuckel die Frühstücksreste von vorhin zusammen mit einer Handvoll Trauben zum zweiten Frühstück vor, versuche mich an der Spülmaschine, lasse das sofort wieder sein, weil Zwuckel dabei unbedingt die Messer und Teller durch die Gegend tragen will, trinke noch einen Espresso, sammle Altpapier zusammen. So etwa. An anderen Tagen wische ich vielleicht kein Waschbecken, sondern falte dafür Wäsche. Oder wasche welche. Oder ignoriere die Geschirrberge nicht, sondern putze die Küche. Oder schreibe eine Mail, weil Zwuckel gefühlte Ewigkeiten alleine vor dem Bücherregal sitzt. Oder spiele fast ausschließlich mit Zwuckel, weil sie sonst jammernd an meinem Hosenbein hängt. Aber so grob: immer dasselbe. Und es gefällt mir so.</p>
<p>Gegen 12 frage ich das Nichtmehrbaby mehr aus rhetorischen Gründen, ob wir nun kochen sollen, was sie mit einem gar jämmerlichen &#8220;Jaaaa. Ditte!&#8221; beantwortet, aber ich verspreche: wir haben das arme Kind halbwegs regelmäßig gefüttert. Es gibt Tiefkühl-Buttergemüse und Reis, schnell und einfach für uns zwei, Zwuckel sitzt stolz auf dem TripTrap des nicht anwesenden Bruders. Satt und zufrieden schläft sie dann beim Stillen ein, lässt dabei alles so sehr hängen, dass ich einen Ablegeversuch wage und &#8211; tadaaa &#8211; erfolgreich bin. Sie schläft im Bett weiter. Auch das nicht selbstverständlich in den vergangenen 17 Monaten. Aber auch das ist eine andere Geschichte. Die freien Arme nutze ich jetzt nicht etwa für die Geschirrberge. Oh nein, was wäre das für eine Verschwendung! Kinderschlaf ist Freizeit und Nervennahrung. Zumindest erstmal. Man muss ja Prioritäten setzen. Also PC und der dritte Espresso für mich. Leider heute keine Schlafwunder, nach 30 Minuten ist der Spaß für mich vorbei und sie müde, aber wieder hellwach. Wir wiederholen also die Beschäftigungen von oben, ich widme mich seufzend doch den Geschirrbergen, gebe dem schon wieder hungrigen Kind noch mehr zu essen und ziemlich kurz darauf ist es plötzlich 14 Uhr, so dass wir den Knirps holen müssen.</p>
<p>Zwuckel ist wieder ähnlich empört wie morgens, dass sie nicht selbst laufen oder auf dem Spielplatz hinter dem Haus halt machen darf. Ich kann ihre Empörung verstehen und ärgere mich ein wenig, dass wir nicht 30 min früher, dafür aber entspannter von zuhause losgegangen sind. Hilft aber nix, sie wird also in den Buggy verfrachtet und mit einem sehr großen Stock zum wild wedeln vorübergehend ruhiggestellt. Aus unklaren Gründen sind wir dann sagenhafte 20 min zu früh am Kindergarten, besorgen noch zwei Brezen für die immer hungrigen Kinder, helfen kurz beim Blätterfegen vor der Türe, lesen von Wünschen nach ausgeblasenen Eiern und machen uns dann auf den Heimweg. Zwuckel wieder zu Fuß, zeitweise beim Bruder an der Hand gehalten, was sie von mir überhaupt nicht akzeptiert, einer dieser seltenen &#8220;oooooch, Geschwister&#8221;-Momente, genauso wie dann, als sie ihm auch den wichtigen Sitzstein vorführt und beide dort längere Zeit nebeneinander <em>einfach nur sitzen</em> müssen. Irgendwann allerdings wird der Knirps dann doch ungeduldig und müde, oder vermutlich eher umgekehrt, also muss das Zwuckellaufexperiment nach einer halben Stunde leider schon wieder beendet werden. Aber was ich nicht darf, darf der Knirps, nämlich: sie ohne Widerstand in den Buggy setzen und anschnallen. Er ist zur Zeit der Zwuckel-Joker. Aber auch das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Kurz nach 16 Uhr, wir sind zuhause. Die knirpssche Selbständigkeit scheitert jetzt an Müdigkeit, er will ausgezogen werden wie die Schwester, schnappt sich das neue Pferdebuch vom Flohmarkt und kriecht auf direktem Wege ins Bett. Irgendwann will er die Tür geschlossen haben, damit Zwuckel ihn nicht mehr ständig nervt (&#8220;auch! auch!&#8221;), dreht sich um und schläft ein, es ist kurz vor 5. Das ist hier übrigens keine Seltenheit, an 2-3 von 7 Tagen schafft er es nicht ohne Mittagsschlaf. Andere Geschichte, schon wieder. Knirps schläft also, Zwuckel ist dank zu kurzem Mittagsschlaf und drückenden Eckzähnen eher beschäftigungs- und zuneigungsbedürftig, ich prüfe den Kühlschrank auf Essbares. Espresso Nummer vier. Irgendwann, vielleicht 17:30, kommt der Mann nach Hause, wird sofort von Zwuckel belagert und wir reden nebenbei über alltägliches. Ohne Kind am Fuß sind jetzt auch die restlichen Kleinigkeiten in Küche und Eßbereich schnell erledigt. Oder zumindest <em>schneller</em>. Ich entscheide mich für Nudeln mit Lachs-Lauchzwiebel-Sauce, schnelles Geschnipsele, schnell kochen. Der Knirps wird gegen halb 8 zum Abendessen geweckt, auch wenn er an manchen Tagen durchschläft oder durchschlafen würde, aber dann wacht er gegen vier mit Hunger auf, und vier Uhr morgens ist eine wirklich unfreundliche Zeit. Geweckte Knirpse sind abends sehr unwirsche Knirpse, übrigens. Lachs mag er nicht, oder jetzt doch, oder jetzt doch nicht, deshalb will er nichts auf seine Nudeln, nur Käse, aber nicht dieses Wasserglas, sondern das kleine, aber er will bei Papa sitzen, und doch lieber Milch trinken, und wieder schlafen, und überhaupt ist das alles doof. Wir machen das beste aus dem Abendessen, Zwuckel findet die Sauce offenbar gut und will mehr und mehr, bis ihr einfällt, dass auch sie ziemlich müde ist und deshalb jetzt! sofort! auf der Stelle! aus dem Hochstuhl muss. Mit etwas Hartnäckigkeit essen wir Erwachsene beide fertig. Muss so.</p>
<p>Anschließend machen wir beide Kinder bettfertig. Meist übernimmt der Mann das, den Knirpsteil wegen großer Knirps-Papa-Liebe immer, Zwuckel meistens, denn was der Bruder macht, will sie auch. Mit dem neu bestellten Pippi-Langstrumpf-Buch verschwinden die Männer um halb 9 ins Schlafzimmer, wo der Knirps noch eine Geschichte vorgelesen bekommt und dann problemlos wegschlummert. Zwuckel wird jeden Abend instantan von Müdigkeit überfallen, sobald der Knirps den Raum verlässt, und schläft ebenso schnell beim Einschlafstillen am PC ein, wo ich mich durch Nachrichten, Blogs und Twittertimeline lese. Gegen 21 Uhr kommt der Mann heute vom Einschlafbegleiten zurück. Armschlafzwuckel wird den restlichen Abend je nach Bedarf zwischen uns hin und her gereicht, und wenn wir ganz mutig sind, versuchen wir, sie ins Bett zu legen, was selten von Erfolg gekrönt ist, deshalb lassen wir das heute. Der Mann sitzt mit Tablet auf dem Sofa, ich am PC drei Meter weiter, wir reden ab und zu, die Spülmaschine ist gleich durch, und mir fällt schließlich ein, dass ich bloggen könnte. Der Mann geht mit Zwuckel schon mal vor Richtung Bett, ich kündige an, dass ich auch <em>gleich</em> nachkomme.</p>
<p>Und dann war plötzlich 23:29. Montag vorbei. Gute Nacht.</p>
<p><em>(Morgen nochmal belangloser Kindertag, aber vielleicht erzähle ich ja dann übermorgen, wie meine Arbeitstage aussehen. Vielleicht.)</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1731/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1731/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1731&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Wunder, ein Wunder!</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 10:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gute Nachricht: Wir haben ab September/Oktober einen Kindergartenplatz. Einen städtischen. Einen von denen, den sowohl wir als auch die entsprechenden Kindergärten als unwahrscheinlich bis unmöglich bezeichneten, weil wir doch so undringend sind. Kleiner Lottogewinn. Wunder. Ich bin recht grinsend vom Briefkasten zurück getanzt. Aber: es bleibt ein komisches Gefühl. Die Sache war nämlich, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1727&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute Nachricht:</p>
<p>Wir haben ab September/Oktober einen <strong>Kindergartenplatz</strong>. Einen städtischen. Einen von denen, den sowohl wir als auch die entsprechenden Kindergärten als unwahrscheinlich bis unmöglich bezeichneten, weil wir doch so undringend sind. Kleiner Lottogewinn. Wunder. Ich bin recht grinsend vom Briefkasten zurück getanzt.</p>
<p>Aber: es bleibt ein komisches Gefühl. Die Sache war nämlich, dass in genau diesem städtischen Kindergarten (einer von vielen, bei denen wir angemeldet waren) speziell nach Freunden gefragt wurde, die eventuell den gleichen Kindergarten bevorzugen würden. Offiziell spielt das alles natürlich keine Rolle für die Vergabe, unter der Hand wird da wohl ein wenig gemauschelt.</p>
<p>Entgegen aller mahnenden Stimmen wächst der Knirps auch ohne Betreuung bisher nicht isoliert auf, sondern hat einige kleine Spielplatz- und Nachbarschaftsfreunde. Einer davon musste &#8211; beschissene Welt, anders lässt sich das nicht sagen &#8211; vor kurzem sein kleines Geschwisterchen zu Grabe tragen. Dieses Kind hat nun in diesem Kindergarten einen Platz mit gewissem Sonderstatus, soweit wir wissen. Ich werde den Gedanken nicht los, dass wir den Platz nun nur aufgrund unserer Bekanntschaften haben. Vor allem, weil wir eben wirklich keinen Betreuungs<em>bedarf</em> in diesem Sinne haben, während andere Familien im Umfeld, wo eigentlich beide wieder arbeiten müssen, munter Absagen für ihre Vierjährigen kassieren.</p>
<p>Dazu passt, dass wir nun seltsamerweise einen Ganztagsplatz bekommen haben, den wir eigentlich gar nicht wollten. Solange einer von uns immer mit dem Zwuckelchen zuhause ist, sehe ich keinen Grund, den Knirps bis kurz vor Abendessen auswärts zu betreuuen lassen; wir hätten nichts gegen freie Nachmittage mit den Kindern und wollten entweder die Vormittags- oder die Über-Mittag-Gruppe bis etwa 14 Uhr. Die Freunde allerdings sind eben in der Ganztagsgruppe.</p>
<p>Gut. Wir warten erst mal ab, denn der Traum wäre immer noch ein Platz in der Wunsch-Elterninitiative. Weil deren Konzept und der Umgang mit den Kindern uns näher ist. Weil wir uns dort unheimlich wohlgefühlt haben. Weil da auf etwa <em>gleicher</em> Haus- und Gartenfläche 16 Kinder von 3 Erwachsenen betreut werden und im städtischen Kindergarten 75 Kinder von 6 Erwachsenen. Weil wir keinen Ganztagsplatz wollten. Weil uns die Idee mit der Elterninitiative, Aufwand hin oder her, immer besser gefällt. Da müssen wir uns aber noch einige Wochen gedulden, denn die Entscheidung wurde wegen des großen Andrangs verschoben.</p>
<p>Aber ich will nicht undankbar sein. Es ist eine riesige Erleichterung, dass der Knirps auf jeden Fall einen Kindergartenplatz hat und auf keinen Fall zuhause bleiben muss, bis er fast fünf wäre. Und der Kindergarten ist ganz bestimmt nicht die schlechteste Wahl; unter den städtischen war das unser Favorit. Liegt mehr oder weniger hinterm Haus, hat wirklich schöne Räume, und die Leiterin war uns auf Anhieb recht sympathisch. Und so teuer die Krippenplätze und die privaten Einrichtungen auch sind &#8211; durch unsere Teilzeitstellen mit reduziertem Einkommen wäre dieser Platz sogar richtig billig.</p>
<p>Nein, das wäre alles absolut kein Weltuntergang, und da sind schon einige Steine von meinem Herzen gepurzelt heute vormittag. Damit hatte ja keiner gerechnet. Die Daumen für den Wunschplatz dürft ihr trotzdem noch ein bisschen gedrückt halten. Für den <em>ganz großen</em> Lottogewinn.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1727/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1727/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1727&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Hilfsbereit</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 18:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach den letzten Wochen Familienkrankenlager hier war es heute direkt angenehm, dass der Knirps ganz unbedingt nach draußen wollte. Neue Gummistiefel ausprobieren. Wir haben uns also zuerst zwei Stunden auf dem Spielplatz vergnügt, der Knirps in Matschsachen im Sand, das Zwuckelchen meist schlummernd und gelegentlich stillend in der Manduca eingepackt. Soweit alle glücklich. Auf der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1724&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den letzten Wochen Familienkrankenlager hier war es heute direkt angenehm, dass der Knirps ganz unbedingt nach draußen wollte. Neue Gummistiefel ausprobieren. Wir haben uns also zuerst zwei Stunden auf dem Spielplatz vergnügt, der Knirps in Matschsachen im Sand, das Zwuckelchen meist schlummernd und gelegentlich stillend in der Manduca eingepackt. Soweit alle glücklich. </p>
<p>Auf der Schlußrunde durch den Park allerdings sind wir einem Hund begegnet. Das reicht zur Zeit als Auslöser für mittelgroße Panikanfälle beim Knirps, Hunde, Katzen, auch Tauben und Spatzen, alles endet in kopflosem Kreischen und Weinen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Und der Hund war auch noch ohne Leine, also: großes Problem.</p>
<p>Da liegt also nun der heulende Knirps im matschigen Märzgras, ich bekomme neben ihm langsam feuchte Knie und er besteht auf dem abwesenden Papa zur Beruhigung. Er wälzt sich weiter, ich würde liebend gerne einfach nach Hause verschwinden und kann ihn wegen Tragezwuckel nicht mal einfach aufheben. Genau dann kommen zwei schwarze Frauen vorbei, die eine ein Kind nur knapp unter Knirpsalter mit dieser bewundernswerten afrikanischen Bindeweise im Tuch auf den Rücken gebunden, die andere schiebt den deshalb kinderleeren, aber mit Einkäufen vollbepackten Kinderwagen. </p>
<p>Sonst werden Eltern mit wütenden, am Boden liegenden Kleinkindern ja von Passanten bestenfalls mit verständnisvollem Lächeln bedacht, schlimmstenfalls mit Kopfschütteln. Die beiden Damen dagegen sprachen mich in gebrochenem Deutsch an, zuerst dachte ich, sie würden mich nach dem Weg fragen, dann haben sie wieder untereinander diskutiert, sich dann aber nochmal an mich gewendet. Und was wollten sie? Sie boten mir fröhlich an, den Knirps in ihrem Kinderwagen mitzuschieben. Weil sie annahmen, er würde einfach nicht mehr laufen wollen. Ich habe dann kurz die Situation mit dem Hund etc. erläutert, was freundliches Lachen und Nicken verursachte, bevor sie sich verabschiedeten. </p>
<p>Mal ehrlich. Ich bin hochbegeistert. Wildfremde Menschen, und bieten einfach ganz praktische Hilfe in so einer doch irgendwie klassischen Situation. Wäre das nicht schön, wenn&#8217;s immer so wäre? </p>
<p>(Und<em> note to self</em>: öfter selbst Hilfe dieser Art anbieten. Wird mich schon keiner auffressen.)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1724/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1724&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Apfel, Stamm und so</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 11:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Frühstück isst der Knirps normalerweise Brot. Dieses Brot muss unbedingt zusammen geklappt sein, damit er keine weniger dreckige Finger bekommt. Nicht, dass er sonst so auf Reinlichkeit bedacht wäre&#8230; aber beim Brot ist das wichtig. Wir backen unser Brot selbst, und der Laib ist zwangsläufig nicht in alle Richtungen symmetrisch. Wenn man halbe Brote [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1687&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Frühstück isst der Knirps normalerweise Brot. Dieses Brot muss unbedingt zusammen geklappt sein, damit er <span style="text-decoration:line-through;">keine</span> weniger dreckige Finger bekommt. Nicht, dass er sonst so auf Reinlichkeit bedacht wäre&#8230; aber beim Brot ist das wichtig.</p>
<p>Wir backen unser Brot selbst, und der Laib ist zwangsläufig nicht in alle Richtungen symmetrisch. Wenn man halbe Brote klappt, dann steht also meist irgendwo ein kleiner Rand über. Genau dieser Rand macht den Knirps offenbar halb wahnsinnig. Abbeissen geht gar nicht, das Stück muss exakt abgeschnitten werden. Anfangs dachte ich, das wäre seine Version von &#8220;<em>nein, meine Rinde ess&#8217; ich nicht</em>&#8220;, aber er besteht sogar darauf, das abgeschnittene Eck getrennt zu essen.</p>
<p>Es geht nur um Symmetrie. Passgenauigkeit. Perfektion.</p>
<p>(Kind seines Vaters.)</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>Neulich erhob sich der Knirps aus seinen zigtausend Legobauten, zwischen denen er so oft ganz vertieft sitzt. Er rannte aus dem Kinderzimmer. Kam dann wieder zurück. Stellte sich vor seinen Legohaufen und sah zunehmend verwirrt aus. Drehte sich zum Wickeltisch. Und zurück. Keine Reaktion auf unsere Frage, ob er etwas suche. Ging noch mal Richtung Tür. Kam mit einem Gesicht voller Fragezeichen wieder ins Zimmer. Kletterte auf sein TROFAST-Stufenregal.</p>
<p>Und dann stand er schließlich da oben, schüttelte unmerklich den Kopf und sagte ratlos: &#8220;Mama &#8211; was wollte ich &#8216;etzt eigentlich grad machen?&#8221;</p>
<p>(Kind seiner Mutter.)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1687/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1687/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1687&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zwuckel Nimmersatt</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 15:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leckeres]]></category>
		<category><![CDATA[Zwuckeliges]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Zwuckelchen ist 4 Monate und 28 Tage alt. Am ersten Tag lutschte sie an einem Stückchen Brot, aber satt war sie immer noch nicht. Am zweiten Tag saugte sie zwei Streifen rohe Paprika aus, aber satt war sie immer noch nicht. Am dritten Tag zermatschte sie ein Stück Avocado&#8230; etc. pp. Ein Vorteil beim [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1720&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Zwuckelchen ist 4 Monate und 28 Tage alt. </em></p>
<p><!--split-->
<p><em>Am ersten Tag lutschte sie an einem Stückchen Brot, aber satt war sie immer noch nicht. </em></p>
<p><em>Am zweiten Tag saugte sie zwei Streifen rohe Paprika aus, aber satt war sie immer noch nicht.  </em></p>
<p><em>Am dritten Tag zermatschte sie ein Stück Avocado&#8230; etc. pp.</em></p>
<p><!--split-->
<p>Ein Vorteil beim zweiten Kind ist, dass man sich über viele wesentliche Themen schon Gedanken gemacht hat. Das heißt natürlich nicht, dass man das nicht alles beim Zweiten auch wieder komplett umwerfen könnte, oder dass das Zweite sich automatisch genauso verhalten würde wie der Erstgeborene, aber eben&#8230; immerhin schon mal angedacht. </p>
<p>In unserem Fall war das zum Beispiel die Beikostsache. Beim Knirps hatten wir <a href="http://schussel.wordpress.com/2009/07/08/beikostreife/" title="Beikostreife">uns das ausführlich überlegt</a>, und die Erfahrungen der folgenden Monate haben unsere Ansichten nur noch bestärkt. Es war also im Prinzip klar: auch das Zwuckelchen sollte erst mal keinen Brei bekommen, sondern Fingerfood, Essen in ganzen Stücken, im wesentlichen das, was auch wir essen. Vorausgesetzt, sie selbst würde das mitmachen &#8211; aber das zu berücksichtigen, finde ich so selbstverständlich, dass es eigentlich nicht erwähnt werden müsste. <a href="http://schussel.wordpress.com/2009/07/16/baby-led-weaning/">Baby Led Weaning</a>, ich habe das damals etwas ausführlicher beschrieben, falls jemand den Begriff noch nicht kennt.</p>
<p>Sie war noch keine vier Monate alt, als sie begann, uns das Essen vom Teller zu grapschen. Ähnliches Verhalten hatte beim Knirps damals den Startschuss zum Essen gegeben, aber 3 Monate und irgendwas war mir persönlich dann doch noch ein kleines bisschen jung für festes Essen. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass es sinnvoller ist, ein Kind diesen Zeitpunkt selbst wählen zu lassen als sich nach starren Kalenderdaten zu richten. Jedes Kind entwickelt sich nach seinem eigenen Tempo, nicht wahr? Deshalb bekam der Knirps <a href="http://schussel.wordpress.com/2009/07/12/kartoffelexperiment/" title="Kartoffelexperimente">seine erste Kartoffel mit fünf Monaten</a>, obwohl ich damals ursprünglich sechs Monate vollstillen wollte.</p>
<p>Und deshalb beschlossen wir dann auch beim Zwuckelchen ein paar Tage nach dem vierten Monat, dass sie essen darf, solange sie das Zeug <em>selbst</em> greifen, in den Mund stecken und dort irgendwie verarbeiten kann. Nicht, weil ich so gemein bin und ihr nicht helfen möchte, sondern einfach weil ich glaube, dass auf diese Weise der sanftmöglichste Einstieg gewährleistet ist. Sie muss erst lernen, wie man welche Nahrungsmittel am besten hält und aufnimmt. Die verzehrten Mengen sind &#8211; gerade ganz ohne Zähne &#8211; anfangs wirklich minimal. Aber genau dadurch kann sich der milchgewohnte Darm ganz langsam und schrittweise an immer größere Mengen unterschiedlichster Lebensmittel gewöhnen, ohne dass wir uns dabei an irgendeinen Beikostplan halten müssen. Es passiert einfach alles ganz von alleine. </p>
<p>Mit vier Monaten und zwei oder drei Tagen also: das erste fingergroße Stück Brot. Hingelegt, danach gegriffen, in den Mund gesteckt &#8211; ohne Umschweife, ohne Spielen. Damals hat sie es noch ausgelutscht, was wohl schon spannend genug war. Heute, keine vier Wochen später, isst sie so ein Fingerstück schon ziemlich konzentriert komplett auf, wenn ihr gerade danach ist. </p>
<p>In den nächsten Tagen gab es, wie schon beim Knirps, das in die Hand, was wir gerade da hatten. Mal ein Stück Apfel, mal ein Streifen Paprika, mal etwas Banane oder Avocado. Härtere Sachen saugt sie hauptsächlich gierig aus, während sie unfassbar schnell gelernt hat, weiche Dinge mit den zahnlosen Kauleisten zu zerkauen. Sie würgt kaum noch (was am Anfang ja ganz normal ist und nichts schlechtes bedeutet). Das einzige, was sie bisher abgelehnt hat, war ein Stück Rührei. Alles andere wird zumindest als Essen erkannt und aufmerksam in den Mund gestopft. Sie hat mittlerweile auch schon Tomatenviertel bis auf die Haut abgezuzelt, gekochte Karotten und Spiralnudeln in Stücke gekaut, Butter probiert und Fenchel ausgelutscht. Begrenzt wird ihre Neugier eigentlich hauptsächlich durch die Motorik, nach etwa zehn Minuten lässt sie immer mehr fallen und wird immer ungeduldiger dabei, weil nichts mehr in den Mund gelangt. Gehört dazu. </p>
<p>Zum Brüllen komisch finde ich dabei, wie verrückt sie nach allem Essbaren ist. Wehe, es geht jemand mit einer Scheibe Brot an ihr vorbei! Wehe, sie liegt noch auf der Spieldecke, während wir am Esstisch sitzen! Da wird dann schon mal so lang in schrillen Tönen gequiekt, bis sie endlich etwas eigenes in der Hand hat. Genauso lässt sie sofort jedes Spielzeug fallen, wenn sie etwas zu Essen sieht. Dass das Essen auf unseren Tellern noch viel besser sein muss als das extra bereitgelegte auf dem Tisch, das kennen wir sowieso schon. Ich schwöre, ich habe in meinem Leben noch kein so essverrücktes Baby wie dieses gesehen. Noch keine fünf Monate alt. </p>
<p>Bis sie wirklich nennenswerte Mengen essen wird, wird aber noch viel Zeit vergehen, und erst recht, bis das Stillen davon irgendwann beeinflusst wird. Beim Knirps war das mit knapp einem Jahr der Fall, obwohl er schon früher wirklich ordentlich zugelangt hat. Aber wir haben Geduld. Das wichtigste ist, dass das Zwuckelchen Spaß am Essen hat, und da gibt es keinen Zweifel. </p>
<p>Und wenn sie dann noch, wie ihr großer Bruder, irgendwann Sushi zur Lieblingsspeise erklärt, dann bin ich wirklich wunschlos glücklich. (Na gut, sie darf notfalls auch Pfannkuchen wählen, oder Butterbrot, oder Brokkoli, oder&#8230; aber Sushi wäre schon sehr praktisch für mich. Wir hätten den Mann dann endgültig und immer überstimmt.)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1720/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1720&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Besser</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 06:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: bloggen hilft. Eine Stunde nach meinem langen Artikel gestern wachte der Knirps nach vier Stunden Mittagsschlaf mit blendender Laune auf, setzte sich an den Tisch und aß. Tomaten, Mandarinen, Kartoffeln, Karotten. Zum ersten Mal seit Freitag wieder Obst und Gemüse, und das in ordentlichen Mengen. Heute dann drei große Brote zum Frühstück. Gleichzeitig begann [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1717&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><strong>Oder</strong></strong><strong>: bloggen hilft.</strong></p>
<p>Eine Stunde nach meinem langen Artikel gestern wachte der Knirps nach vier Stunden Mittagsschlaf mit blendender Laune auf, setzte sich an den Tisch und aß. Tomaten, Mandarinen, Kartoffeln, Karotten. Zum ersten Mal seit Freitag wieder Obst und Gemüse, und das in ordentlichen Mengen. Heute dann drei große Brote zum Frühstück.</p>
<p>Gleichzeitig begann das Zwuckelchen zu spielen. Ganz normal, lachend und glucksend und munter. So viel besser als noch Stunden vorher.</p>
<p>Und abends dann die Krönung: das Zwuckelchen stillte ohne Schmerzmittel. Sie brauchte etwas Überredung, sich an die Brust zu wagen, aber dann trank sie. Später gleich nochmal, zum Anlegen immer noch mit Geschaukel und viel Schhhhh (unklar, ob zu ihrer oder meiner Beruhigung). Heute Nacht dann nach zwei Fehlversuchen sogar im Liegen! Unfassbar. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, <em>wie</em> erleichtert ich jetzt bin, polternde Steine sind gar kein Ausdruck.</p>
<p>Doch, manchmal hilft Bloggen. Und jetzt geht es nur noch aufwärts. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1717/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1717/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1717&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nachgeholt</title>
		<link>http://schussel.wordpress.com/2012/03/07/nachgeholt/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 14:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gejammertes]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Knirpsiges]]></category>
		<category><![CDATA[Zwuckeliges]]></category>
		<category><![CDATA[halsschmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[kinderarzt]]></category>
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		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[stillprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[stillstreik]]></category>

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		<description><![CDATA[Knirps: 3 Jahre, 28 Tage Zwuckel: 4 Monate, 26 Tage 2011 war der Knirps nicht ein einziges Mal krank. Ganz egal, wie oft er zum Spielen nackt auf dem kalten Küchenboden lag (Kleidung ist doof, meint er), egal, wie oft wir uns meist unabsichtlich mit anderen kranken Kindern getroffen hatten (zuhause bleiben ist doof, meinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1702&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Knirps: 3 Jahre, 28 Tage</em></p>
<p><em>Zwuckel: 4 Monate, 26 Tage</em></p>
<p>2011 war der Knirps nicht ein einziges Mal krank. Ganz egal, wie oft er zum Spielen nackt auf dem kalten Küchenboden lag (Kleidung ist doof, meint er), egal, wie oft wir uns meist unabsichtlich mit anderen kranken Kindern getroffen hatten (zuhause bleiben ist doof, meinen wir alle), egal, wie oft er im Winter ohne Mütze oder gar ohne Jacke nach draußen wollte (Winterkleider sind doof, meinen der Knirps und ich). Maximal hat er ein wenig geschnupft. Vielleicht sogar mal gehustet, das weiss ich nicht mehr so genau. Jedenfalls gab es über 15 Monate lang keine Medikamente, Fieber, Schmerzen oder Kinderarztbesuche. Durchaus angenehm. Der Mann hat übrigens in der Zeit so ziemlich jede Erkrankung mitgenommen, die uns über den Weg lief.</p>
<p>Irgendwann muss so eine Glückssträhne ja vorbei sein. Hier hat sie vor vier Wochen geendet. Ich schiebe die Schuld entweder auf den (gesunden) Besuch in der Kinderarztpraxis für die beiden Vorsorgeuntersuchungen oder auf die vielen Kindergeburtstage, zu denen der Knirps im Februar eingeladen war.<s> Irgendjemand muss ja schuld sein.</s></p>
<p>Es begann mit einer fiebrigen Erkältung beim Knirps und mir. Wir mussten erst mal das Thermometer suchen, Fiebermedikamente waren ebenfalls abgelaufen. Die Erkältung war noch nicht durch, da fing sein Auge an zu schmieren. Blühende eitrige Bindehautentzündung auf beiden Augen, die verordnete Augensalbe ließ er sich zu meinem riesigen Erstaunen vier mal täglich ohne einen Mucks verabreichen. Drei Tage später durfte ich dann auch salben. Parallel fingen wir an, wieder ordentlich zu husten. Der Mann übrigens immer noch gesund, das Zwuckelchen zum Glück auch. Nächster Fieberinfekt, alles nicht tragisch, nur mittlerweile etwas nervig. Augen und Husten sorgten für die ersten Arztbesuche.</p>
<p>Dann kamen Halsschmerzen auf meiner Seite. Solche aus der Hölle, mit Schluckbeschwerden und Wachliegen. <em>Das kann eigentlich gar nicht mehr so weh tun</em>, sprach der Arzt mit Blick auf meinen unroten Hals (wie ich solche Sätze liebe!) und tippte wegen schlechter Blutwerte und Atemnot dazu auf Bronchitis. Einige Tage später verweigert der Knirps nach einer erneuten Fiebernacht jedes Essen außer kalter Milch und Joghurt und sagt, das würde alles brennen. Ein Blick in den Mund zeigte Aphten an den Lippen, Aphten in den Backen und Aphten am Gaumen. Ich weiß nur zu gut, wie sehr schon ein einzelnes Ding davon weh tun kann und ließ den Mann mehr kaltes Joghurt und Eis besorgen. Natürlich war Wochenende.</p>
<p>Zwei Tage später &#8211; wir werden mittlerweile in der Gemeinschaftspraxis von Allgemein- und Kinderarzt als alte Bekannte begrüßt &#8211; findet die Ärztin beim Knirps eine lehrbuchreife eitrige Mandelentzündung, wettet auf Streptokokken, hat das Penicilin-Rezept schon in der Hand, der Schnelltest sagt aber, keine Streptokokken. Ich darf praktischerweise wegen der anhaltenden Halsschmerzen auch gleich einen Rachenabstrich für&#8217;s Labor hinterlassen, der Arzt ist sich nach einem Blick in den Hals aber sicher, dass ich keine Streptokokken habe, und wir werden gewarnt, gleich wiederzukommen, falls auch das Zwuckelchen Krankheitsanzeichen zeigt. Das war Montag morgen.</p>
<p>Montag nachmittag hat das Zwuckelchen knapp 39 Grad Fieber und ich bin mal wieder amüsiert über das gut funktioniernde Mama-Hand-Thermometer, während der Mann meinte, die wäre doch gar nicht warm. Nach einigem Hin und Her und einem Anruf beim Arzttelefon sind wir vorsichtshalber in die Klinikambulanz gefahren, mit so kleinen Winzlingen und irgendwelchen unbekannten Erregern wollte ich nicht lange fackeln.</p>
<p>Kinderklinik ist ja jetzt grundsätzlich nicht so wundervoll, aber diese Klinik hat im Wartebereich immerhin ein Kinderkarussell stehen. Kein Spielplatzkarussell, sondern so ein kleines Rummelplatzteil, mit Pferdchen und Schwänen und Bären. Und das beste: ganz umsonst und mit einem An- und Aus-Knopf für die Kinder. 243 Karussellrunden und zweieinhalb Stunden später torkelt der müde Knirps nur noch so durch die Gegend, beim Zwuckelchen wird außer Fieber und mittlerweile leichtem Ausschlag nichts relevantes gefunden, also wird noch Urin verlangt. Nach gefühlten Stunden hat das Zwuckelbaby erfolgreich am aufgeklebten Urinbeutel vorbeigepieselt, die restlichen drei Mililiter werden getestet, während der Knirps auf dem Karussellpferd hängt und fast schläft. Um uns herum unfassbar viele Kinder, denen ein Elternteil die Brechschale hinhält, während das andere Elternteil ihnen rosa Elektrolytflüssigkeit mit dem Löffel einflößt. Die Herren Rota und Noro sind wohl in der Stadt, wir beten, dass <s>dieser Kelch</s> diese Kotzschüssel wenigstens an uns vorübergeht und lassen den Knirps dort drei mal gründlich die Hände waschen.</p>
<p>Das Urinergebnis ist dann schließlich schlecht, aber selbst die anwesende Ärztin hält den Blasenkatheter, den sie nun offiziell empfehlen muss, für etwas übertrieben und tippt auf verunreinigte Probe. Also alle ohne weiteren Befund zuhause. Am nächsten Morgen schafft es das Zwuckelchen übrigens, zwei weitere Urinbeutel nur von außen komplett nasszumachen und dabei einmal auch noch mich und sich selbst umziehreif einzupieseln, doch der Beutel bleibt leer. Die Nacht dagegen sprach sowieso gegen Harnwegsinfekt, denn sobald wir aus der Klinik zuhause waren, verweigerte die Zwuckelina das Stillen. Wobei Verweigern wohl der falsche Begriff ist: sie wollte trinken, versucht, lässt nach einem Schluck schreiend los und brüllt dann minutenlang. Nach einigen Stunden brüllte sie schon beim Anblick der Brust ohne Stillversuch, während wir mit mäßigem Erfolg versuchen, dem Fieberbaby gepumpte Milch mit dem Löffel einzuflößen. Wie ich schon hier und da erwähnte &#8211; seit dem Klinikaufenthalt mit dem Knirps reagiere ich auf hohes Fieber und Flüssigkeitsverweigerung leicht panisch. Nennen wir es mein persönliches kleines Kliniktrauma.</p>
<p>Morgens endlich die Idee, ihr Schmerzmittel zu geben, weil sie eben auch einfach unsere Halsschmerzen haben könnte, und tatsächlich: keine halbe Stunde nach dem Zäpfchen trinkt sie endlich, lang und gierig. So ging der Dienstag weiter; Vanillejoghurt für den Knirps, alle 8 Stunden Schmerzmittel für die Zwuckelina. Die stillt bis jetzt nur noch in den zwei Stunden nach dem Zäpfchen und mit allerlei Tricks, etwa in der Hängeschaukel. Meine Nerven leiden gewaltig unter der Angst, am Ende mit dem Zwuckelbaby doch am Flüssigkeitstropf zu landen und unter der Hilflosigkeit beim Schmerzgebrüll des Zwuckelchens, wenn die Wirkung des Schmerzmittels nachlässt. Vermutlich hat sie ihr ganzes Leben zusammengerechnet weniger geschrieen als in den letzten zwei Tagen.</p>
<p>Heute früh war dann zur Abwechslung mal der Mann beim Arzt. (Es geht uns so gut. Er hat spontan frei genommen und kümmert sich um den Knirps und andere Kleinigkeiten, während ich mich ganz darauf konzentrieren kann, dem Zwuckelchen Milch einzuflößen und eventuell mal selbst gesund zu werden.) Das Laborergebnis ist da und zeigt entgegen aller Erwartungen Streptokokken, der Knirps und ich bekommen nun Antibiotikum und hoffen endlich auf Besserung. Morgen darf das Zwuckelchen auch nochmal den Hals vorzeigen, denn es könnte ja sein&#8230;.</p>
<p>Zugegeben, das war ganz schön viel Gejammer schon wieder für einen einzelnen Blogartikel. Aber dafür gehe ich jetzt optimistisch davon aus, dass unser Krankheits-Soll für dieses Jahr endgültig erfüllt ist und meine Leser für das restliche 2012 von Krankencontent verschont werden. Außerdem ist der Knirps meiner Meinung, dass ärztlich angeordnetes Vanilleeis gar nicht mal so übel ist, und wenn jetzt das Zwuckelchen noch wieder normal stillen würde, dann könnten wir endlich den Frühling genießen, uns fällt nämlich nach den letzten Wochen so ein bisschen die Decke auf den Kopf (oder mit Knirpsworten &#8220;bitte, bitte, Papa, ich will einfach nur einkaufen gehen!&#8221;). Draußen im Garten jedenfalls blühen Krokusse und die ersten Narzissen.</p>
<p>Und in diesem Sinne noch: gute Besserung an alle Mitkranken.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1702/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1702/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1702&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kindergartenwahnsinn</title>
		<link>http://schussel.wordpress.com/2012/03/04/kindergartenwahnsinn/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 16:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knirpsiges]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[kita]]></category>
		<category><![CDATA[Knirps]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Knirps ist 3 Jahre und 25 Tage alt. Mittlerweile ist der Knirps 3 und soll irgendwann in diesem Jahr einen Kindergarten besuchen. Grundsätzlich hatten wir auch mal den vergangenen Herbst als Startzeitpunkt im Auge, doch das verwarfen wir spätestens, als die Zwuckelina sich angekündigt hatte. Eingewöhnung und Geschwisterchen wären dann in den gleichen Monat [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1695&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Knirps ist 3 Jahre und 25 Tage alt.</em></p>
<p>Mittlerweile ist der Knirps 3 und soll irgendwann in diesem Jahr einen Kindergarten besuchen. Grundsätzlich hatten wir auch mal den vergangenen Herbst als Startzeitpunkt im Auge, doch das verwarfen wir spätestens, als die Zwuckelina sich angekündigt hatte. Eingewöhnung und Geschwisterchen wären dann in den gleichen Monat gefallen, was uns doch ziemlich ungünstig bis unmöglich schien. Ganz abgesehen von ein paar anderen praktischen Problemchen, aber dazu später.</p>
<p>Nun könnte man meinen, das sei alles ganz einfach. Kind anmelden, Bescheid kriegen, hingehen. Noch dazu, wo wir hier sage und schreibe fünf Kindergärten in Kleinkind-Geh-Reichweite haben. Vier davon sind erreichbar, ohne eine Straße zu überqueren. Traumhaft? Nicht so schnell.</p>
<p>Wir leben nämlich in einer Stadt, in der laut offizieller Statistiken zumindest in einigen Vierteln genug Kindergartenplätze vorhanden sein sollen, in der Realität aber diese Plätze begehrter sind als ein mittelgroßer Lottogewinn. Fragt nicht, wie das sein kann. Vermutlich braucht man dazu die höheren Weihen des Beamtendienstes und eine ordentliche Portion Schönrechnerei. Unser Stadtviertel beispielsweise hat auf dem Papier eine Abdeckung von 90% für über Dreijährige, (die Stadt behauptet, die übrigen 10% wollen gar nicht in den Kindergarten), aber so genau weiß das keiner. Im Nachbarviertel liegt die Abdeckung unter 70%, so dass schon jedes dritte Kind keinen Kindergartenplatz mit drei Jahren bekommt. Wenig hilfreich ist wohl auch, dass gleich nebenan vor zwei Jahren ein nettes Neubauviertel enstand, Zielgruppe junge Familien, mit Reihenhäusern und Spielplätzen und Familienrabatt, nur die Kindergärten dort, ja, die sind immer noch nicht fertig. Kannjamalpassieren.</p>
<p>Hier sieht das also so aus: man <s>meldet sich</s> bewirbt sich bei etwa einem Dutzend Kindergärten, erhält dann mit Glück ein bis zwei Zusagen, mit Pech gar keine und kommt auf die Warteliste, deren Einträge überraschend im September mitgeteilt bekommen, dass sie nun ab übermorgen doch einen Platz haben. Oder nicht. Von Freunden weiß ich, dass der Wahnsinn sofort ein Ende hat, sobald man das Stadtgebiet verlässt. In den Vororten kann man sich angeblich manchmal sogar aussuchen, welchen Kindergarten man denn gerne hätte. Aber da wohnen wir nicht.</p>
<p>(Wir sollen den Platz doch einklagen? Rechtsanspruch und sowas? Gute Idee. Es wird wohl auch schon auf Androhung solcher Schritte reagiert, nur gibt es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in der Nähe. Und bevor wir, wie es schon anderen Eltern in diesem Fall passiert sein soll, jeden Tag 3 Stunden Fahrzeit investieren, um einen mittelprächtigen Kindergarten exakt am anderen Ende der Stadt zu bekommen, in dem unser Kind mit dem Stempel &#8220;unbequeme Rechthaber&#8221; versehen ist, warten wir lieber auf Restplätze anderswo.)</p>
<p>Im vergangenen Frühjahr haben wir uns diverse Kindergärten am Tag der offenen Tür angesehen. Die ersten Kandidaten flogen gleich da aus dem Rennen. Ein Kindergarten, der bei den befreundeten Eltern im Viertel einen gar nicht so schlechten Ruf hat &#8211; solange man die <em>eine</em> Gruppe erwischt. Wer allerdings in die zweite Gruppe kommt und damit eine bestimmte Erzieherin vor sich hat, gibt wohl spätestens nach einem Jahr auf. Wir kennen keinen, der dort freiwillig geblieben ist; man erzählt von archaischen Bestrafungen und anderen Unschönheiten. Dann war da noch der Kindergarten, der uns ebenfalls ganz gut gefiel, bis die Erzieherin am Tag der offenen Tür so richtig offen aus dem Nähkästchen plauderte. <em>Konzept? Ach, das kann man mit 25 Kindern in der Gruppe doch eh nicht durchziehen, das schreiben wir nur so hin. Und diese Eltern da neulich, wissen Sie, haha, die wollten von uns dies und jenes wissen, die haben wir dann einfach angelogen, das war uns zu blöd, können doch nicht bei all den Kindern den Überblick behalten. Machen wir immer so. Dann sind die Eltern beruhigt, verstehen Sie? Denen erzählen wir einfach, das Kind hätte was gegessen, ist doch eigentlich egal,</em> etc.pp<em>.. </em>Und schwupp, rutschte dieser Kindergarten auf die &#8220;nur wenn&#8217;s nicht anders geht&#8221;-Liste. Eine Einordnung, die uns mittlerweile von Eltern bestätigt wurde, deren Kinder dort sind.</p>
<p>Die übrigen entsprachen zwar nicht meiner Traumvorstellung, aber da kann man sich eventuell mal bewerben und sehen, wie das alles im Alltag funktioniert. Vier Bewerbungen also in städtischen Einrichtungen. Unsere Chancen, dort genommen zu werden, sind aber minimal. Es gibt nämlich das Konzept der Dringlichkeitsstufen. Ganz dringlich sind Kinder, bei denen das Jugendamt der Ansicht ist, das Kind sollte eher ein paar Stunden weniger zuhause verbringen. Logisch. Dringlich sind auch Kinder von alleinerziehenden Elternteilen. Außerdem sind Kinder dringlich, die Sprachförderung benötigen, weil sie bisher keinen Kontakt mit der hiesigen Landessprache hatten. Und Kinder, bei denen beide Elternteile arbeiten und daher während der Arbeitszeiten betreut werden sollten. Dann gibt es noch dringliche Kinder in speziellen Situationen &#8211; vorübergehend kranke Eltern, beispielsweise. Ach, und Kinder, die <s>wegen der knappen Platzsituation noch nie im Kindergarten waren und</s> schon fünf sind.</p>
<p>Das Konzept ist natürlich völlig richtig und gut so. All diese Familien sind dringender auf einen Betreuungsplatz angewiesen als wir. So ganz subjektiv ist es für <em>uns</em> aber einfach <s>beschissen</s> unpraktisch. Wir sind deutschsprachig, werden auch ab Herbst wieder beide in Eltern-Teilzeit arbeiten, haben mit dem Jugendamt nichts zu tun und auch sonst kein Problem. Schön. Wirklich. Die Einrichtungen nehmen da auch kein Blatt vor den Mund, <em>nein, da sieht es natürlich schlecht aus mit einem Platz dieses Jahr, er ist ja erst drei und wir haben nur 5 Plätze pro Gruppe zu vergeben&#8230;</em> (und ihr seht jetzt auch, warum &#8211; siehe oben &#8211; ein Kindergartenstart mit unter drei Jahren nur rosa Traumschaum ist.)</p>
<p>Es bleiben private Einrichtungen. In den meisten Fällen sind das Elterninitiativen, die neben einem höheren finanziellen Beitrag auch nicht unwesentliches Engagement verlangen. Mal nur Putzdienste, mal regelmäßiges Kochen für alle, mal Springer für kranke Erzieher. Als Gegenleistung erhält man meist Mitspracherecht in verschiedenen Gebieten, einen besseren Betreuungsschlüssel, andere Konzepte, engere Kontakte und etwas mehr Einblick in den Ort, an dem das eigene Kind die nächsten Jahre verbringen wird. Das ganze steht und fällt also mit der funktionierenden Zusammenarbeit der Eltern.</p>
<p>Kein Wunder, dass die Bewerbungsverfahren dort etwas <em>intensiver</em> sind. Das ist noch untertrieben; zuletzt hatte ich so viel Aufwand wohl für die Bewerbung in meinem Job. Bewerbungsschreiben, Familienfotos, Vorstellungstage, Fragerunden, Hospitationstage. Wir sind in den letzten Wochen von hier nach da gerannt und haben versucht, uns so gut wie möglich zu verkaufen. Was uns die städtischen Plätze unwahrscheinlich macht, ist für die Initiativen eher positiv: Zeit für Engagement, weil immer einer zuhause ist. Sichere Jobs und damit verlässlich fließende Beiträge. Zwei Elternteile, die sich mit einbringen können. Man stellt sich im allerbesten Licht dar, fühlt sich dabei oft außerordentlich komisch und hofft auf den Wunschplatz.</p>
<p>In unserem Fall haben wir nun die erste Absage, warten noch auf einen Probetag in einem anderen Haus, auf den vermutlich negativen Bescheid von der Stadt und auf die endgültige Entscheidung im Wunschkindergarten. Ja, wir <em>hoffen</em>, ab Herbst alle drei Wochen kochen und putzen zu dürfen, alle drei Monate die Kindergartenwäsche zu waschen und Notdienste zu schieben, alle vier Wochen auf Elternabende zu pilgern und was sonst noch anfällt. Der Lohn wäre unser Traumkindergarten, mit drei netten Betreuern auf lächerliche 16 Kinder, unfassbar viel Platz drinnen und draußen, einem Konzept nach unserem Gusto und fahrradtauglicher Entfernung.</p>
<p>Drückt uns die Daumen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1695/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1695/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1695&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Paradoxon</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 11:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopflastiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann mich einfach nicht kurz fassen. &#160; &#160; &#160;<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1689&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich einfach nicht kurz fassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1689/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1689/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1689&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bruder sein</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 09:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Knirps: 3 Jahre, 12 Tage Zwuckel: 4 Monate, 10 Tage Viel hatte ich darüber nachgedacht, wie sich mein Verhältnis zum Knirps mit der Ankunft seiner Schwester ändern würde. Ob er mir vielleicht dadurch größer vorkommen würde, ob ich Schuldgefühle haben würde, was auch immer &#8211; alles nicht abwegig. Doch als der Knirps 6 Stunden nach [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1681&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Knirps: 3 Jahre, 12 Tage</em></p>
<p><em>Zwuckel: 4 Monate, 10 Tage</em></p>
<p style="text-align:justify;">Viel hatte ich darüber nachgedacht, wie sich mein Verhältnis zum Knirps mit der Ankunft seiner Schwester ändern würde. Ob er mir vielleicht dadurch größer vorkommen würde, ob ich Schuldgefühle haben würde, was auch immer &#8211; alles nicht abwegig. Doch als der Knirps 6 Stunden nach der Zwuckelgeburt ins Klinikzimmer lief, da bemerkte ich zu meiner Erleichterung keinen Unterschied zum Vortag, und das ist auch bis heute so geblieben. Er war immer noch genauso klein und groß wie bisher. Nur etwas eingeschüchtert vielleicht. Er wollte sein kleines Schwesterchen sofort sehen und zu mir ins Bett klettern, aber anfassen wollte er sie zunächst gar nicht. Fast, als hätte er Angst gehabt, etwas an diesem kleinen Winzling kaputt zu machen. Erst Stunden später nahm er das Zwuckelchen ganz, ganz vorsichtig für ein erstes Familienfoto in den Arm. (Der Mann übrigens hatte dagegen diesen oft berichteten &#8220;Wow, war der schon immer so groß?&#8221;-Effekt.)</p>
<p style="text-align:justify;">Es folgten die ersten zwei Monate zuhause, in denen wir dank Elternzeit des Mannes zu viert waren. Das war die beste Entscheidung überhaupt. So konnte ich mich wirklich von Grund auf erholen, wurde umsorgt und gepflegt und musste mich zunächst abgesehen vom Stillen um rein gar nichts kümmern. Was für ein Luxus. Während ich mit unserem pflegeleichten Zwuckelbaby also anfangs im Bett lag, später auf dem Sofa oder am PC saß, hatte der Knirps dennoch immer jemanden auch für sich (natürlich war er auch bei mir. Im Bett essen fand er sehr spannend.). Auch die Großeltern halfen kräftig aus, und ich war recht bald wieder vergleichsweise fit, so dass das ganze am ehesten eine Art sehr entspannter Familienurlaub war.<img class="alignright" style="border:1px solid black;" title="Geschwister" src="https://lh6.googleusercontent.com/-zLnBfuqM7wc/T0OHi2TDhOI/AAAAAAAAByE/hhmo2-8UxN8/s400/famwies042.jpg" alt="" width="360" height="248" /></p>
<p style="text-align:justify;">Von Anfang an liebte der Knirps das Zwuckelchen &#8211; auf eine eher ruhige und fürsorgliche Art. Er überschüttet sie nicht mit Küssen und Liebesbekundungen, aber er achtet immer darauf, dass sie alles hat, was sie braucht. In den ersten Wochen war es für ihn spannend, beim Wickeln zu helfen, ihre Sachen heranzuschleppen oder beim Stillen zuzuschauen. Er kletterte für jeden Windelwechsel auf das Regal neben dem Wickeltisch und hielt Händchen mit seiner kleinen Schwester. Das hat sich mittlerweile gelegt, es ist eben &#8220;nur&#8221; noch Alltag. Dagegen gibt es noch heute Tränen, wenn ich mit dem Zwuckelbaby nicht mit zum Einkaufen fahren will. Sie soll immer und überall dabei sein. Wenn ich sie kurz alleine in einem Zimmer ablege, um ins Bad zu gehen, dann protestiert der Knirps entweder (&#8220;Jetzt is sie doch so alleine!&#8221;) oder geht zu ihr und passt auf. Wenn man zurückkommt, findet man oft den Knirps neben dem Zwuckelchen liegen, sie schaut ihn mit großen Augen an, er streichelt unablässig über den weichen Babykopf. Er sucht ihr Spielzeug aus oder macht sich für sie zum Affen und freut sich dann, wenn das Zwuckelchen glucksend über ihn lacht. Er stellt sie stolz jedem Fremden vor und macht mal wieder Pläne, was er alles mit ihr machen wird, wenn sie größer ist. Sicher, er schiebt ihre Hand auch mal beiseite, wenn sie ihm im Gesicht herumtatschen will, aber selbst dabei ist er meist ganz vorsichtig. (Meist. In den letzten Tagen hat er zwei oder dreimal ausprobiert, wie fest man so einem Baby eigentlich in den Arm zwicken kann, aber noch hat es sie nicht gestört. Ich will mal nichts beschreien.)</p>
<p style="text-align:justify;">Der einzige Haken am Zwuckel ist für den Knirps, dass es auch <em>seinen</em> Papa beansprucht. Und das scheint für ihn ein ziemliches Problem zu sein. Sobald ich das Zwuckelchen an den Mann weitergeben möchte, wird es schwierig. Er weint. Er wütet. Er jammert. Er schreit. Er klammert sich an Arme und Beine. Er argumentiert. &#8220;Ich brauche aber beide Papas Arme!&#8221;, heißt es dann. Oder &#8220;Ich kann aber nicht warten, bis ich wieder zu Papa darf!&#8221; Es spielt keine Rolle, ob er die Stunden davor alleine mit seinem Lego verbracht hat oder auf Papas Schoß; sobald das Zwuckelbaby ins Spiel kommt, springt er auf und muss ganz unbedingt jetzt und sofort zum Mann.</p>
<p style="text-align:justify;">Probiert haben wir vieles, geholfen hat wenig. Mehr Zeit mit Papa alleine, mehr Zeit mit Mama alleine, mehr Zeit zusammen mit dem Zwuckelchen, mehr Aufgaben, mehr Ablenkung, mehr Kuscheln, mehr &#8220;einfach durchziehen&#8221; &#8211; die Auswirkungen sind eher bescheiden. Die Eifersuchtsanfälle sind dazu wie jede Kleinkindlaune stark abhängig von Hunger und Müdigkeit. Ein ausgeschlafener und frisch bekochter Knirps verkündet zu unserem Erstaunen schon mal großzügig, dass der Mann mir doch <em>bitte</em> jetzt mal das Zwuckelchen abnehmen solle. Ein müder und hungriger Knirps dagegen kann sich schon bei Ankündigung derselben Situation heulend und schluchzend für zehn Minuten auf dem Fußboden wälzen, ohne uns an ihn heran zu lassen. Wir halten uns also tunlichst an eine der wichtigsten Regeln für dieses Alter: rechtzeitig für Schlafmöglichkeit sorgen und Essen anbieten, alles andere kommt danach.</p>
<p style="text-align:justify;">Am besten klappt noch (wie immer), ihn stark in die Entscheidungen mit einzubeziehen. Also dem Mann nicht das Zwuckelchen in den Arm zu drücken, sondern den Knirps vorzuwarnen, dass ich gerne irgendwann in nächster Zeit duschen möchte, und dann ihn direkt zu fragen, wann das Baby denn zu Papa kann. Meistens schlägt er dann von sich aus vor, dass er nur noch dieses Buch fertig lesen will und dann würden die beiden gemeinsam mit dem Zwuckelbaby spielen. Gelegentlich nutzen wir auch heimlich seine fürsorgliche Ader aus: wenn ich das Zwuckelchen mehr oder weniger kommentarlos ablege und der Mann sie dann zu sich nimmt, sobald sie meckert, dann ist das für den Knirps im Gegensatz zur direkten Übergabe oft gar kein Problem. Und wenn der Mann sie erst mal im Arm hat, dann funktioniert das in den meisten Fällen glücklicherweise auch für längere Zeit, gerne auch stundenlang. Aber all das sind natürlich keine Lösungen mit Erfolgsgarantie.</p>
<p style="text-align:justify;">Die positive Seite der Medaille ist, dass es in meine Richtung überhaupt keine Eifersucht gibt. (Wenn ich ganz schlecht drauf bin, nehme ich das persönlich, nach dem Motto <em>Oh Gott, mein Kind liebt mich nicht</em>!, aber das ist natürlich Unsinn.) Das erleichtert unseren Alltag doch gewaltig. Er wartet, wenn sie stillen will, er bringt mir Dinge und hilft wirklich mit. Sie ist eben einfach immer dabei. Allerhöchstens besteht er mal darauf, dass ich ihm zuerst ein Brot zum Frühstück schmiere und dann zum Wickeln gehe, aber das ist wohl mehr Hunger als Eifersucht. Ich darf, nein, ich soll sie jederzeit zu mir nehmen. Er beschwert sich sogar, wenn sie ausnahmsweise morgens so fest schläft, dass ich sie noch im Bett liegen lassen möchte und mit ihm ganz alleine aufstehen will.</p>
<p style="text-align:justify;">Die <a href="http://gminggmangg.wordpress.com">Frau Gminggmangg</a> hat dafür eine recht schlüssige Erklärung vorgebracht: dass das Baby <em>mich</em> braucht, weil es stillen muss, steht für den Knirps außer Frage, ganz logisch. Aber <em>wozu</em>, zum Teufel, nimmt es dann auch noch den Papa in Beschlag? So erklärt er das auch selbst, wenn man ihn danach fragt. &#8220;<em>Zwuckelchen kann doch zur Mama gehen</em>&#8220;, meint er dann. Zusätzlich war der Knirps schon seit dem Abstillen ganz Papakind. Nur Papa soll ins Bett bringen, Papa soll trösten, Papa soll vorlesen. War uns natürlich in der Schwangerschaft ganz recht, weil ich eh wenig konnte. Und jetzt, seit meiner Elternzeit, ist sein heißgeliebter Papa nicht nur drei, sondern fünf Tage pro Woche in der Arbeit. Vorhin hatte er ihn an 3 Tagen rund um die Uhr ganz allein für sich, jetzt sieht er den Mann abends drei Stunden und muss ihn dann auch noch teilen. Da gibt es schon auch tagsüber mal Tränen, weil jetzt sofort der Papa verfügbar sein soll &#8211; das ist neu für uns, das gab es in den drei Jahren geteilter Elternzeit sonst nie. Aber wer würde bezweifeln, dass ein neues Geschwisterkind eine wirklich riesige Änderung ist? Und was sind schon vier Monate Zeit für eine Umstellung?</p>
<p style="text-align:justify;">In den letzten zwei Wochen hatten wir eine lange Phase ganz ohne Probleme und nur ein paar Tage mit vereinzelten Tränen, wenn die Zwuckelina beim Papa war. Ich traue mich noch nicht zu sagen, dass es wirklich endgültig besser wird &#8211; aber zur Zeit ist es zumindest entspannter. Vermutlich müssen wir die Phase einfach aussitzen, bis der Knirps voll und ganz mit dieser neuen Situation im Reinen ist. Eigentlich wie mit allen Phasen. Sie werden irgendwann miteinander spielen und miteinander streiten. Es wird mal wieder schwieriger sein und dann wieder einfacher. Aber wir zweifeln keine Minute daran, dass es gut so ist. Sie für ihn, er für sie und die beiden für uns. Geschwister eben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1681/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1681/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1681&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fast Drei</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 18:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knirpsiges]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[geschenke]]></category>
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		<category><![CDATA[Knirps]]></category>

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		<description><![CDATA[Knirps: 2 Jahre, 11 Monate, 30 Tage alt. Etwa zwanzigmal täglich wurde uns in der vergangenen Woche die Frage gestellt: &#8220;Is jetzt mein Deburtstag?&#8221;, oder auch &#8220;Wie lang dauert es noch bis zu meinem Deburtstag?&#8221;, oder auch als Feststellung &#8220;Ich tann aber nicht mehr warten, bis mein Deburtstag ist! &#8220; Einen Tag noch. Dann ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1678&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Knirps: 2 Jahre, 11 Monate, 30 Tage alt.</em></p>
<p>Etwa zwanzigmal täglich wurde uns in der vergangenen Woche die Frage gestellt: &#8220;<em>Is jetzt mein Deburtstag</em>?&#8221;, oder auch &#8220;<em>Wie lang dauert es noch bis zu meinem Deburtstag</em>?&#8221;, oder auch als Feststellung &#8220;<em>Ich tann aber nicht mehr warten, bis mein Deburtstag ist!</em> &#8220;</p>
<p>Einen Tag noch. Dann ist der Knirps unfassbare 3 Jahre alt. Das bedeutet allerdings auch, dass er vor gerade mal <em>einem</em> Jahr noch ein klitzekleiner Einjähriger war; die Fotos bestätigen das. Winzig und kleinkindlich war er im Vergleich.</p>
<p>Die Geschenke sind besorgt. Das war gar nicht so einfach, denn Wünsche hat der große kleine Mann fast gar keine. Er wünscht sich nur seit Monaten schon einen Schokoladenkuchen zum Geburtstag &#8211; <em>mit Schokolade auch oben drauf!</em> &#8211; und seit neuestem auch noch <em>einen Haken für die große Küche, zum was Dranhängen, so wie bei meiner kleinen Spielküche</em>.</p>
<p>Den Kuchen kriegt er natürlich. Weil mir die besten Ideen immer kurz vor knapp kommen, werde ich mich auf gut Glück und freihand an einem Grüffelo-Kuchen versuchen &#8211; Schokoladenkuchen, eine Schokoladenganache für das Fell, Bananen für die Hörner und Zähne, getrocknete Aprikosen für die Augen&#8230; wir werden sehen. Vielleicht drucke ich mir ja auch noch ein bisschen Grüffelodekoration. (Leicht zu erraten, was nun seit über einem Jahr eines der absoluten Lieblingsbücher für den Knirps ist.)</p>
<p>Dazu gibt es eine Packung Baufix-Konstruktionsspielzeug (glücklicher Flohmarktfund), weil er ein wirklich begeisterter Baumeister ist. Noch wird er hauptsächlich planlos damit schrauben und nichts aufwendiges bauen, aber mit der Zeit ganz bestimmt. Und eine Plastik-Babypuppe. Jahaa! Er hat zwar eine wirklich schöne, von Oma handgenähte Puppe nach Waldorfart, mit der er auch sehr gerne spielt. Er zieht sie an, tröstet und füttert sie, nimmt sie manchmal mit ins Bett und trägt sie gelegentlich im Puppen-MeiTai durch die Gegend. Aber dennoch sind für ihn die Plastikpuppen etwas anderes. Im Mütterzentrum schleppt er diese Dinger begeistert mit sich herum und würde sie am liebsten mit nach Hause nehmen. Interessant auch sein Sprachgebrauch: die Stoffpuppe ist für ihn eine <em>Puppe</em>, die Plastikpuppen sind <em>Babys</em>. Ein Baby also für den Knirps. Wie oben schon, ich und die Last-Minute-Ideen: heute nachmittag habe ich der Puppe erstmal eine hübsche weiße Cordhose genäht <del>und nur ein bisschen dabei geflucht</del>, obwohl ich eigentlich gar nicht nähen kann, und heute nacht irgendwann sollte noch ein Shirt folgen, wenn der Kuchen fertig ist <del>und die Wohnung aufgeräumt ist</del>. Mehr Puppenkleidung dann doch eher nächste Woche.</p>
<p>Achja, und ein ordentlicher Stapel Geschenke von Großeltern, Urgroßeltern, Tanten, Onkels liegt da auch noch. Ich vergesse einfach für morgen, dass ich zur Vorbeugung von Geschenkefluten um &#8220;nur ein Geschenk pro Partei&#8221; gebeten habe und freue mich, dass so viele Leute ihm eine Freude machen wollen. Andersrum wäre schlimmer.</p>
<p>Ursprünglich hat der Knirps steif und fest behauptet, nur mit Oma und Opa feiern zu wollen. Keine Kinder? Keine Kinder. Auch nicht auf konkrete Nachfrage. Und wir wollten ihm keine Kinderparty aufdrücken, die er nicht will, dafür wird in den nächsten Jahren noch genug Zeit sein. Allerdings können sich solche Meinungen mit knapp drei auch mal über Nacht ändern. Glücklicherweise haben wir noch einmal beiläufig nachgefragt, denn seither müssen ganz unbedingt zwei Spielgruppen- bzw. Spielplatzfreunde zum feiern kommen. Wird gemacht, ganz ohne Programm, einfach nur mit Kuchen und Obstspießen und dem Kinderzimmer. Fast hätte es allerdings noch ein kleines Drama gegeben, weil einer der beiden Eingeladenen wieder abgesagt hat. Viele dicke Knirpstränen und ein Telefonat später ist geklärt: der Freund kommt doch und wir halten uns vom <del>kranken</del> fast schon wieder gesunden kleinen Geschwisterchen einfach ein wenig entfernt.</p>
<p>Jetzt liegt er schon im Bett, das kleine Fast-Geburtstagskind, und wir starten jetzt erst so richtig durch mit unseren Vorbereitungen. Und wenn er wieder aufwacht, ist er Drei. <em>Drei Jahre</em> . Ich glaube, ich bin mindestens so aufgeregt wie er.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1678/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1678&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bruder werden</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knirpsiges]]></category>
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		<category><![CDATA[schwester]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hier ist, wie aus der Überschrift unschwer zu erkennen ist, ein ziemlich nachträglicher Nachtrag. Immerhin ist der Knirps jetzt bereits seit dreieinhalb Monaten großer Bruder, und alleine dazu gibt es vieles zu erzählen. Aber es gab ja auch die Zeit davor, und eigentlich sollte die längst verbloggt sein, also &#8211; bitte schön. Als ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1674&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Das hier ist, wie aus der Überschrift unschwer zu erkennen ist, ein ziemlich nachträglicher Nachtrag. Immerhin ist der Knirps jetzt bereits seit dreieinhalb Monaten großer Bruder, und alleine dazu gibt es vieles zu erzählen. Aber es gab ja auch die Zeit davor, und eigentlich sollte die längst verbloggt sein, also &#8211; bitte schön. </p>
<p align="justify">Als ich <a href="http://schussel.wordpress.com/2011/02/03/02-02-nachgetragen/">schwanger wurde</a>, da feierte der Knirps gerade seinen zweiten Geburtstag. Schon von den ersten Wochen an musste er für sein Schwesterchen ganz schön zurückstecken. Wegen meiner hormonempfindlichen Brustwarzen wurde er zunächst massiv im Stillen eingeschränkt, dann <a href="http://schussel.wordpress.com/2011/04/16/abgestillt/">recht plötzlich abgestillt</a>. Dann kam mein <a href="http://schussel.wordpress.com/2011/02/22/plusminus/">Hämatom</a> dazu. Ich musste eine Woche liegen, konnte nicht mit ihm spielen und laufen wie gewohnt. Anschließend hatte ich Probleme mit Beckenboden und Symphyse, so dass auch das Tragen für mein Tragekind einfach schlagartig wegfallen musste. Und die ganze Schwangerschaft über hatte ich mit diesen und jenen Beschwerden zu kämpfen, so dass ich oft einfach nicht voll einsetzbar war (und das Glück hatte, dass der Mann und manchmal meine Schwiegermutter dafür einspringen konnten). Nein, leicht hatte der Knirps es da nicht. </p>
<p align="justify">Auch deshalb haben wir ihm zunächst gar nichts vom Geschwisterchen erzählt. Er sollte den Familienzuwachs nicht gleich mit allem verbinden, was ihm da an unfreiwilligen Entbehrungen aufgeladen wurde. Und 8 Monate sind ja auch eine unvorstellbar lange Zeit für einen Zweijährigen, immerhin ein Drittel seiner gesamten Lebenszeit! </p>
<p align="justify">Mein Bauch wuchs, die Zeit verging, und kurz vor dem zweiten großen Ultraschall in der 20. Woche verkündeten wir dem kleinen Mann die große Nachricht. Er fand von da an alles sehr spannend. Er wollte den Bauch sehen und stellte ständig Fragen. Wo das Baby denn genau ist? Und wo es dann wieder rauskommt? Und wann? Und warum? Und ob das alles bei ihm auch so war? Anfangs war er, trotz aller anatomisch korrekten Erklärungen unsererseits, fest davon überzeugt, dass das Baby tief drin im Bauchnabel sitzt und genau dort auch wieder herauskommt. Später bestand er dann darauf, den Geburtsweg plakativ mit &quot;<em>das Loch</em>&quot; zu umschreiben (nein, auch das hatte er nicht von uns). Freundlicherweise musste ich nur nicken und nicht weiter erklären, als er dann ganz logisch schlußfolgerte: &quot;..<em>und da ist das Baby auch reindetommen, oder, Mama?</em>&quot; Vermutlich konnte er sich an seine eigene gerade erst beendete Stillzeit erinnern, wollte aber dennoch jeden Tag erklärt haben, wo und was und wie das Baby dann trinken wird. Er war bei jeder Vorsorge bei Hebamme oder Arzt dabei und spielte das ganze hunderte Male zuhause nach. Auch dort wollte er immer alles ganz genau sehen und wissen &#8211; <em>Musst Du &#8216;etzt wieder in einen Becher pieseln, Mama? Aber &#8216;etzt muss die Hebamme Handsuhe anziehen, wenn sie Blut abnehmen will, ja? Tann man damit hören, dass es dem Baby dut deht? </em>- und sorgte damit meist für Erheiterung bei allen Beteiligten. Das einzige, was ihn gar nicht interessierte, waren die Bewegungen in meinem Bauch. Er legte höchstens mal kurz die Hand auf, verlor dann sehr schnell die Geduld und zog wieder ab. </p>
<p align="justify">Aus seinem Freundeskreis von Spielplatz und Spielgruppe kannte er zwei kleine Geschwisterbabys, so dass ihm die Sache nicht ganz fremd war. Entsprechend machte er Pläne. Er würde dem Baby dann immer einen Schnuller geben, wenn es weint. Und er würde es wickeln und ihm die Hose anziehen. Außerdem sollten wir ein Bett kaufen, ins Kinderzimmer stellen und er und das Baby wollten dann gemeinsam dort schlafen. Manchmal wollte er auch neben ihm im Familienbett oder im Babybalkon schlafen. Ganz wichtig jedenfalls, dass das Baby direkt neben ihm sein sollte. Das Spielzeug wurde auf babytaugliche Kleinigkeiten durchsucht, die er dann schon zurücklegte. Die Sache mit dem Namen war ihm eher rätselhaft; er beschloß dann, das Baby sollte doch so heißen wie er. Oder alternativ &quot;<em>Orange</em>&quot;. Naja, wir haben ihn überstimmt. (Und nein: wir haben auch damals nicht geglaubt, dass die rosarote Knirps-Baby-Brille mit der späteren Realität übereinstimmen würde.)</p>
<p align="justify">Eine meiner größeren Sorgen war, wie er wohl zur Geburt auf eine Nacht, oder vielleicht noch längere Zeit, ohne uns reagieren würde. Bis dahin war er höchstens mal eine Stunde mit Oma alleine gewesen, aber das war&#8217;s auch. Glücklicherweise hatte in diesem Fall <em>ich</em> <em>selbst</em> unterschätzt, wie lange 8 Monate in diesem Alter sind. Zu Beginn der Schwangerschaft wäre es vielleicht wirklich noch ein Problem gewesen. Aber so ein Kind kommt ja doch mit Vorlauf. Also gab es weiterhin jeden Freitag Oma-Tag, theoretisch mit mir, praktisch war ich abgemeldet, sobald sie vor der Türe stand. Die beiden lieben sich und verstehen sich prächtig. Wir nutzten dieses gute Verhältnis später auch dazu, noch vor der Geburt einige Paarstunden in trauter Zweisamkeit zu erleben. Kaffee trinken ganz alleine und sowas, oder unser Geburtsvorbereitungskurs. So kam es, dass ich mich am Abend vor der Geburt ohne einen einzigen Zweifel daran verabschieden konnte, dass er sich mit der Oma ganz problemlos die Nacht oder sogar einige Tage vergnügen würde. Genau so war es dann auch.</p>
<p align="justify">Obwohl er so viel zurückstecken musste, war der Knirps außerdem so hilfreich, dass ich mich vor lauter <em>Hach</em> gar nicht mehr einkriegen konnte. Als ich liegen musste, hat er von sich aus sämtliches Spielzeug inklusive der Spielküche ächzend ans Sofa geschoben, damit wir zusammen spielen können. Später fing er an, zum Frühstück immer die Sachen aus dem Kühlschrank zu holen, und erklärte dabei stolz: &quot;<em>ich hol die Sachen schon, damit Du dich nicht bücken muss&#8217;. Weil Dein Bauch ja so dick is, Mama.</em>&quot; Was ich nicht konnte, dafür hatte er ja in der halben Woche noch Papa, und so ertrug er eigentlich <em>fast</em> alles mit erstaunlicher Geduld und Hilfsbereitschaft. Wie ich schon sagte. Sehr viel Hach. </p>
<p align="justify">So verging die Zeit, bis irgendwann der Herbst Einzug hielt. Bei den ersten bunt fallenden Blättern im Garten rief der Knirps begeistert: &quot;<em>Jetzt tommt das Baby endlich raus, es ist Herbst!</em>&quot; &#8211; denn so hatten wir ihm diesen Zeitpunkt erklärt. Und dann kam der 11. Oktober, und der Knirps war endlich großer Bruder. Aber das ist eine andere Geschichte. </p>
<p align="justify">&#8212;&#8211;</p>
<p align="justify"><em>Buchtip:</em></p>
<p align="justify"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3473315818/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schusselplapp-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3473315818" title="Amazon Partnerlink - "><em>&quot;Wir sind jetzt vier&quot;, Ravensburger ministeps</em></a></p>
<p align="justify"><em>Ein Bilderbuch für werdende Geschwister zwischen ca. 1-3 Jahren. Kein Sachbuch, keine Details zur Geburt oder dazu, wie es im Bauch aussieht &#8211; sondern einfach die Situationen, die ein Kind in diesem Alter als großes Geschwisterkind erleben wird. Mama wird immer unbeweglicher, hat später vielleicht nicht immer sofort Zeit, die Ultraschalluntersuchungen, oder die Dinge, die der große Bruder beim Baby übernehmen kann. Für den Knirps war besonders toll, dass von den Besuchen beim Arzt über die besuchte Spielgruppe bis hin zu der Oma, die während der Geburt bei ihm übernachtet, alle Situationen für ihn dieselben waren. (Und es ist wirklich nur Zufall, dass sogar seine kleine Schwester denselben Namen hat wie die im Buch.)</em></p>
<p align="justify">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1674/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1674/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1674&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bildarchivierung</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 13:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaotisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Jahr verkauft ein bekannter Kaffeeröster Gutscheine für Fotobücher. Ziemlich unschlagbare Gutscheine, wie ich finde &#8211; für knapp 30 EUR kann man sich ein Buch mit Hardcover-Einband und bis zu 100 Seiten basteln. Ende 2010 kam ich also auf die Idee, den Großeltern und Urgroßeltern vom Knirps jeweils ein selbstgestaltetes Buch zu Weihnachten zu schenken. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1667&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr verkauft ein bekannter Kaffeeröster Gutscheine für Fotobücher. Ziemlich unschlagbare Gutscheine, wie ich finde &#8211; für knapp 30 EUR kann man sich ein Buch mit Hardcover-Einband und bis zu 100 Seiten basteln.</p>
<p>Ende 2010 kam ich also auf die Idee, den Großeltern und Urgroßeltern vom Knirps jeweils ein selbstgestaltetes Buch zu Weihnachten zu schenken. Bis auf eine Ausnahme leben die nämlich viele hundert Kilometer weit entfernt und sehen daher ihre Enkel und Urenkel ziemlich selten. Zweimal Großeltern, dreimal Urgroßeltern, macht fünf Bücher, die ich schnell noch vor dem Fest ausarbeiten wollte. Sollte ja nicht zu lange dauern, wenn man sich auf ein Buch für alle beschränkt.</p>
<p>Weil das Angebot so verlockend war, kaufte ich noch drei Gutscheine mehr. Für Urlaubsfotobücher. Oder Familienjahrbücher. Irgendwas würde mir schon einfallen, denn hey, 100 Seiten Fotos für 30 Euro! Die zig Gigabytes Digitalfotos sollten sowieso dringend mal wieder in handlichere Formate verpackt werden. (Kann ja auch keiner wissen, dass das Angebot jedes Jahr wieder kommt.)</p>
<p>Fristen und Termine sind nicht so meins, Weihnachten kommt auch jedes Jahr wieder sehr überraschend, also kam und ging Heiligabend ohne fertiges Fotobuch. Nicht schlimm, würde ich die Bücher eben kurz nach Weihnachten verschenken, das nimmt uns bestimmt keiner übel. Auch die nächsten Wochen kamen und gingen. Irgendwann beschloß ich, doch lieber Weihnachtsgeschenke für 2011 daraus zu machen, denn nachträgliche Geschenke im März werden irgendwann peinlich. Ein ganzes Jahr Zeit, das reicht locker!</p>
<p>Das Jahr kam und ging. Mittlerweile konnten wir Enkel bzw. Urenkel Nummer zwei präsentieren. Noch mehr Buchinhalt, noch weniger Zeit. Und da Stress und ausklingendes Wochenbett nicht zusammengehören, machten wir uns keinen und ließen Fotobücher Fotobücher sein. Weihnachten 2011 kam und ging.</p>
<p>Nun dürfen bereits bezahlte Gutscheine zwar nicht mehr verfallen, aber nach dem Ablaufdatum wird der Preis nur noch auf ein (wesentlich teureres) normales Buch angerechnet und gilt nicht mehr für die 100 Seiten, die ich so dringend brauche. Das Ablaufdatum ist der 29. Februar 2012. Was bedeutet: ich muss bis dahin acht Fotobücher gestalten.</p>
<p>Natürlich könnte ich die Bücher einfach über die automatischen Vorlagen zusammenwerfen. Bilder aussuchen, fünf mal klicken, Hintergrund wählen, fertig. Aber da wehrt sich mein Perfektionismus-Gen. Stattdessen lautet der Plan, eine eigene schicke Vorlage für alle unsere Jahrbücher zu entwerfen, die wichtigsten Ereignisse und Meilensteine dazu zu schreiben, und für die ältere Generation jeweils persönliche Bücher mit speziellen Bildern und Texten zu basteln (anstelle eines pauschalen OmaOpaUromaUropa-Buchs). Ich habe 30 Tage. Ich habe außerdem zwei kleine Kinder, eine chaotische Wohnung, einen dringenden Jobauftrag aus dem Büro und eine Aufgabenliste über geschätzte 3 DinA4-Seiten.  </p>
<p>Nennen wir&#8217;s einfach <em>ambitioniert</em>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1667/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1667/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1667&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>3 Monate</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 06:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zwuckelina ist 3 Monate und 7 Tage alt. Drei Monate schon. Schnell ging das, muss ich sagen. Die Zwuckelina passt mit ordentlichen Speckröllchen und unglaublich langen Beinen gerade noch so in Größe 68, wiegt nach der groben Wiegemethode mit Mama irgendwas knapp um die 8 kg und zappelt zu viel, um sie vernünftig zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1659&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Zwuckelina ist 3 Monate und 7 Tage alt.</em></p>
<p>Drei Monate schon. Schnell ging das, muss ich sagen.</p>
<p>Die Zwuckelina passt mit ordentlichen Speckröllchen und unglaublich langen Beinen gerade noch so in Größe 68, wiegt nach der groben Wiegemethode mit Mama irgendwas knapp um die 8 kg und zappelt zu viel, um sie vernünftig zu messen. Ist ja auch egal. Seit einem enormen Weihnachtsschub greift sie mit beiden Händen nach Spielzeug, hält den Kopf in jeder Situation perfekt und dreht sich vom Rücken auf den Bauch. Für den Rückweg sind noch wir gefragt. Sie plappert und jauchzt und lacht seit einigen Tagen laut glucksend. So viel zu den langweiligen Fakten.</p>
<p>Viel spannender finde ich die kleinen Eigenheiten.</p>
<p>Zum Beispiel ist sie ein waschechtes <del>Rudeltier</del> Familienkind. Tagsüber hängt sie sowieso meist auf meinem Arm oder in irgendeiner Tragehilfe; ablegen ist zwar grundsätzlich auch mal in Ordnung, allerdings nur mit Nebensitzern und nicht zu lange. Sobald dann abends der Mann daheim ist und die Familie komplett, protestiert sie energisch, wenn ich es wage, mit ihr aus dem Zimmer (sprich: aus dem Blickfeld von Papa und Bruder) zu gehen. Wenn es nach unseren Kindern geht, verbringen wird die Abende also einträchtig zu viert auf 5 qm Miniküche.</p>
<p>Überhaupt, der Knirps. Er hat ihr erstes Lächeln mit einem knappen Monat bekommen, und er ist der Garant dafür, dass sie ein paar Minuten auf der Spieldecke zufrieden ist. Einfach das Baby neben die Legohaufen legen und sich amüsieren, wenn sie ihn dann ohne Unterlaß beobachtet und anhimmelt. Sie tatscht ihm am liebsten im Gesicht herum und lächelt ihn auch dann unbeirrt weiter an, wenn er mal genervt ihre Arme wegschiebt. Kleine Schwester wie aus dem Bilderbuch.</p>
<p>Das Zwuckelmädchen ist das kitzeligste Baby, das mir je unter die Hände gekommen ist. Bauch, Füße, Achseln, klar. Mittlerweile lacht sie dabei laut glucksend los. Richtig extrem ist aber der gesamte Rücken. Da reicht eine leichte Berührung, und sie zuckt sofort zusammen, streckt sich durch und windet sich, mal grinsend, mal eher irritiert. Ich wäre nicht verwundert, wenn das auch der Grund dafür wäre, dass sie sich schon mit 2 oder 3 Wochen alleine auf die Seite gedreht hat und nur in dieser Position schläft. Mit 2,5 Monaten kam sie dann bereits ganz auf den Bauch. Und es durfte von Anfang an keiner wagen, sie im wachen Zustand im Tragetuch höher als bis zu den Achseln einzubinden.</p>
<p>Es gibt so viele typische Kleinigkeiten. Wenn sie aufwacht, dann streckt sie sich durch, wirft den Kopf weit in den Nacken und streckt dann grundsätzlich die linke Faust in die Höhe. Wenn man sie über den eigenen Kopf hält, fängt sie an zu plappern. Sie hat die wundervollste kräuselnde Schmollippe, die die Welt je gesehen hat &#8211; so wird man wenigstens gewarnt, dass irgendetwas nicht passt, denn ansonsten startet sie gleich bei vollem Protest. Und ist ebenso schnell wieder glücklich und zufrieden, wenn der Fehler gefunden ist. Wir sind verwöhnte Eltern eines Selten-Schrei-Babys. Sie schläft selten beim Stillen ein, aber dennoch am liebsten mit Haut an den Lippen. Brust, Arm, ganz egal, Hauptsache warme Haut. Sie hat Speckbeine, ein kleines Doppelkinn und sieht auf unbestimmte Weise meiner Oma ähnlich. Die Haarfarbe ist bei blaugrauäugig-dunkelblonden Eltern und blaugrauäugig-dunkelblondem Opa und blaugrauäugig-dunkelblondem Bruder und blaugrauäugig-dunkelblonden Onkels und Tanten auch eher unerwartet, nämlich braun, und die im Familienvergleich &#8220;langen&#8221; Haare sind bisher noch nicht wieder ausgegangen, wie wir das kennen. Fließendes Wasser oder gar Klospülungen erschrecken sie immer noch unheimlich.</p>
<p>Das kleine Zwuckelmädchen ist außerdem schnupfengeplagt. 14 Wochen alt, 12 davon verschnupft, und das ist keine Übertreibung. Der erste Schnupfen kam mit 12 Tagen; seither kommt und geht er, verschwindet aber nie ganz. Laut Kinderarzt kommt das bei Winterkindern mit Kleinkindkontakt schon mal vor, immerhin nimmt sie alles mit, was sie auf dem Spielplatz kriegen kann. Gut, das ist ganz selten mal nervig, ansonsten aber wirklich unproblematisch. Immerhin habe ich jetzt gelernt, dass diese Nasenabsaugedingse wider Erwarten doch etwas taugen, wenn es mal um so <em>richtigen</em> Schnupfen geht und nicht nur ein wenig verstopfte Nase.</p>
<p>Die Zwuckelina stillt wie ein Weltmeister. Da verwundert dann auch die Größe nicht weiter (oder umgekehrt? Henne, Ei und sowas.) Von Geburt an war sie ein Schnellstillbaby, das sich in 5 bis 10 Minuten alles holt, was es braucht &#8211; auch wenn die Hebammen erst mal irritiert waren. Sehr praktisch als Zweitkind. Was sie allerdings in drei Monaten immer noch nicht gelernt hat: dass a) es beim Anlegen nicht hilft, wenn sie immer wieder die Faust mit in den Mund schieben möchte und b) dass das Anlegen überhaupt besser funktionieren würde, wenn sie dabei einen Hauch geduldiger wäre. An manchen Tagen brauchen wir immer noch 5-10 Versuche. Und anfangs habe ich gelegentlich gewitzelt, dass sie zum Andocken länger braucht, als zum Trinken selbst. So übertrieben war das nicht.</p>
<p>Nähebedürftig ist sie, aber nicht extrem. Nachts schläft sie nun mit Körperkontakt, aber neben mir statt wie in den ersten Wochen in meinem Arm. Tags verbringt sie weiterhin viel Zeit auf Armen und in Tragetüchern und -hilfen, lässt sich aber auch bei guter Laune mal für eine viertel Stunde auf eine Decke legen. Und alle paar Tage schlummert sie sogar eine kleine Runde ohne uns im Bett. Ganz normal für so einen Frischling, würde ich sagen.</p>
<p>Ja, das ist unser Zwuckelmädchen &#8211; in Ausschnitten. Glaubt mir: die Wirklichkeit ist noch viel, viel wundervoller.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1659/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1659&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>2011-Rückblick-Stöckchen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 06:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Muss sein, schon alleine der Kontinuität wegen. 1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? 7. Hat hier und da aus verschiedenen Gründen geholpert. 2. Zugenommen oder abgenommen? Dank der Zwuckelina erst zu-, dann sofort alles wieder abgenommen. Jetzt so ziemlich exakt auf dem Stand von Silvester 2010. 3. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1653&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Muss sein, schon alleine der Kontinuität wegen. </em></p>
<p><strong>1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?<br />
</strong>7. Hat hier und da aus verschiedenen Gründen geholpert.</p>
<p><strong>2. Zugenommen oder abgenommen?</strong><br />
Dank der Zwuckelina erst zu-, dann sofort alles wieder abgenommen. Jetzt so ziemlich exakt auf dem Stand von Silvester 2010.</p>
<p><strong>3. Haare länger oder kürzer?<br />
</strong>Länger. Ein winziges bisschen. Und genau wie letztes Jahr würde ich sie eigentlich genau jetzt gerne abschneiden.</p>
<p><strong>4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong><br />
Wörtlich: kurzsichtiger. Ich war immer noch nicht beim Augenarzt.</p>
<p><strong>5. Mehr Kohle oder weniger?<br />
</strong>Mehr. Kleine Gehaltserhöhung zum Jahresanfang. Und die Elternzeit haut glücklicherweise gar nicht so sehr rein, da der Mann jetzt wieder mehr arbeitet.</p>
<p><strong>6. Besseren Job oder schlechteren?</strong><br />
Im Beruf denselben, zuhause &#8230; einen anderen. Tage alleine mit zwei Kindern sind anders, ja. Aber auf keinen Fall schlechter.</p>
<p><strong>7. Mehr ausgegeben oder weniger?<br />
</strong>Minimal mehr.</p>
<p><strong>8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?<br />
</strong>Ich gewinne wirklich <em>nie</em> was. Sagte ich das nicht letztes Jahr schon? (Klar, außer der Sache mit den Einsichten und so, blubblubb.)</p>
<p><strong>9. Mehr bewegt oder weniger?</strong><br />
Weniger. Wird hoffentlich im nächsten Jahr wieder anders, aber die Schwangerschaft mit allen Beigaben hat mir da kräftig reingespielt.</p>
<p><strong>10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?</strong><br />
Wäre das nicht traurig, wenn ich Erkrankungen zählen würde? Auf jeden Fall nicht viele. Ein paar Schnupfentage und massig Schwangerschaftsbeschwerden. (Ja, Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber vom Gefühl her zählt das definitiv.)</p>
<p><strong>11. Davon war für Dich die Schlimmste?</strong><br />
Auch hier: die Schwangerschaft. Sodbrennen bis zum Heulen und schmerzende Krampfadern streiten sich um den ersten Platz. Sonst war hier zum Glück niemand wirklich krank dieses Jahr.</p>
<p><strong>12. Der hirnrissigste Plan?</strong><br />
Eine lange ToDo-Liste für die Mutterschutzzeit zu erstellen.</p>
<p><strong>13. Die gefährlichste Unternehmung?</strong><br />
Ich bin so langweilig: fällt mir keine ein. Jedenfalls keine, die über &#8220;bin versehentlich bei rot über die Straße gegangen&#8221; hinausreichen würde.</p>
<p><strong>14. Die teuerste Anschaffung?<br />
</strong>Zweites Kind und Wäschetrockner. Beides nicht bereut.</p>
<p><strong>15. Das leckerste Essen?</strong><br />
Mal wieder das Weihnachtsessen von der Firma. Sushi mit einer Freundin zum Jahresanfang war auch ziemlich gut.</p>
<p><strong>16. Das beeindruckendste Buch?</strong><br />
Ein sehr schönes Buch war &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/349924845X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schusselplapp-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=349924845X">Wasser für die Elefanten</a>&#8220;. Das beeindruckendste war aber &#8220;<a href="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=schusselplapp-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as4&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;ref=ss_til&amp;asins=3455014518">Mutterwerden ohne Schmerz&#8221;</a>. <em>(agi, der Versandumschlag liegt jetzt hier. Heute. Wirklich. Ähm.)</em></p>
<p><strong>17. Der ergreifendste Film?<br />
</strong><del>Kaum Filme gesehen, erst recht keinen ergreifenden. Wobei: gelten Kurzfilme im Internet? Dann das hier:</del><br />
Mir fällt gerade ein, ich habe ja doch einen durchaus ergreifenden Film gesehen: <em>Babys</em>. Schön.</p>
<p><strong>18. Die beste CD?</strong><br />
<a href="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=schusselplapp-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as4&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;ref=ss_til&amp;asins=B000NJLX18">Wir Kinder vom Kleistpark</a>. Eine Kinderlieder-CD, ja, aber was für eine! (Für mich selbst habe ich glaube ich keine einzige CD gekauft in diesem Jahr.)</p>
<p><strong>19. Das schönste Konzert?<br />
</strong>Auch dieses Jahr kein Konzert.<strong> </strong></p>
<p><strong>20. Die meiste Zeit verbracht mit?</strong><br />
Dem Knirps. Dicht gefolgt vom Büro.</p>
<p><strong>21. Die schönste Zeit verbracht mit?<br />
</strong>Meiner kleinen Familie zu viert im Wochenbett.<strong> </strong></p>
<p><strong>22. Zum ersten Mal getan?</strong><br />
Autozug gefahren, eine bestimmte Prüfung bestanden, selbstangebautes Gemüse gegessen.</p>
<p><strong>23. Nach langer Zeit wieder getan?</strong><br />
Krabben gepult, alleine mit dem Mann abends ausgegangen, Klarinette gespielt, zwei Kinder gleichzeitig getragen, die weltbeste Freundin getroffen.</p>
<p><strong>24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?</strong><br />
Schwangerschaftsbeschwerden und ihre Folgen, wie etwa Abstillen wegen Brustschmerzen &#8211; oder Dauerliegen mit viel Angst wegen Hämatom &#8211; oder Dauersitzen wegen instabilem Becken &#8230;</p>
<p><strong>25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?</strong><br />
Ich wollte niemanden großartig überzeugen, glaube ich. Vielleicht meine Eltern davon, dass eine Geburtshausgeburt nicht unverantwortlich ist &#8211; aber da war dann überraschend wenig Überzeugung nötig.</p>
<p><strong>26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?<br />
</strong>Die Zwuckelina? Hm. Leider war ich dieses Jahr schlecht im schön schenken. Ideen hätte ich allerdings ganz, ganz viele.</p>
<p><strong>27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong><br />
<a href="http://schussel.wordpress.com/2011/05/10/herzgeschenk/">Eine Kette mit Hintergrund</a> vom Allerbesten.</p>
<p><strong>28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?<br />
</strong>Bleibt dieses Jahr zensiert.</p>
<p><strong>29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?</strong><br />
&#8220;Ich bringe uns da heute abend wohl noch was mit.&#8221; <a href="http://schussel.wordpress.com/2011/02/03/02-02-nachgetragen/">2. Februar</a>.</p>
<p><strong>30. Dein Wort des Jahres?</strong><br />
Geburtshaus.</p>
<p><strong>31. Dein Unwort des Jahres?</strong><br />
Schwangerschafts<em>wehwehchen</em>.</p>
<p><strong>32. Dein Lieblingsblog des Jahres?</strong><br />
Keins und alle. Wobei ich dieses Jahr fast so selten gelesen wie geschrieben habe.</p>
<p><strong>33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!<br />
</strong>Bitte schön: <a href="http://wp.me/pirtd-no">2010</a>, <a href="http://schussel.wordpress.com/2009/12/30/2009-ruckblick-stockchen/">2009</a> und <a href="http://schussel.wordpress.com/2008/12/29/2008-ruckblick-stockchen/">2008</a> .</p>
<p><span style="color:#000080;"><em>Guten Rutsch!</em></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1653/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1653&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zwischen den Jahren</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 14:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Jahr sind wir ja nicht so richtig warm miteinander geworden, mein Blog und ich. Warum? Keine Ahnung. Zeitmangel oder neues Baby oder die üblichen Bloghinterfragungen oder einfach ganz viele solcher Phasen, wie ich sie öfters habe. Aber: Totgeglaubte leben bekanntlich länger. Daher bin ich einfach gemeinsam mit euch gespannt, was das nächste Jahr hier [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1647&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Jahr sind wir ja nicht so richtig warm miteinander geworden, mein Blog und ich. Warum? Keine Ahnung. Zeitmangel oder neues Baby oder die üblichen Bloghinterfragungen oder einfach ganz viele solcher Phasen, wie ich sie öfters habe. Aber: Totgeglaubte leben bekanntlich länger. Daher bin ich einfach gemeinsam mit euch gespannt, was das nächste Jahr hier bringen wird. Jedenfalls: hallo mal wieder, ihr da draußen!</p>
<p>Und wenn ich schon da bin, kann ich ja gleich noch ein wenig berichten. </p>
<p>Weihnachten im Hause Schussel war entspannt, gemütlich, weihnachtlich. Wir machen uns weder Koch- noch sonstigen Stress, der Familienbesuch war auf die Schwiegerfamilie am ersten Weihnachtstag begrenzt, was wirklich schön war. Der Knirps ist immer noch hin und weg von seinen (viel zu vielen, das Los des ersten (Ur-)Enkels in der Familie) Geschenken, die Zwuckelina lernt gerade auf der neuen Spieldecke auf den Bauch drehen und eigene Faust essen. Es gab Lachsnudeln und Lebkuchenmousse und Fladenbrot mit griechischen Dips und marinierte Pilze und Pancakes mit Ahornsirup und Mangosaft und alkoholfreien Sekt und Fenchel-Orangen-Salat. (Nicht alles auf einmal). Der Mann und ich haben uns vom Jahresbonus ein Android-Tablet geleistet und haben damit auch neues Spielzeug für die faulen Tage, während der Knirps zu unseren Füßen lange Holzeisenbahnstrecken plant oder sehr professionell auf der Ukulele schrammelt. Wir haben einen klassischen, wunderschönen Bio-Baum mit Stroh und Filz und LEDs, sonstige Weihnachtsdeko mal wieder auf das kommende Jahr verschoben und jetzt noch eine Woche Urlaub gemeinsam zuhause (ich weiß, der Mann war gerade erst in Elternzeit, aber so ist es). Weihnachten 2011 also: alles toll. Kurzbericht Ende. </p>
<p>Euch allen, ob gerade erst reingelesen oder treue Leser durch alle meine Blogphasen, wünsche ich jetzt erst einmal ein ganz entspanntes Jahresende. Und dann einen tollen Start in das neue Jahr in jeder Hinsicht. Macht was daraus.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1647/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1647&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Alleinpremiere</title>
		<link>http://schussel.wordpress.com/2011/11/26/alleinpremiere/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 12:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwuckelina: 6 Wochen und 4 Tage Knirps: 2 Jahre, 9 Monate, 16 Tage Noch haben wir zwei Wochen Schonfrist, bis der Mann wieder voll einsteigen muss. Als ersten Versuchsballon sollte er aber den Samstagsjob ab heute wieder starten. Für mich also der erste Versuch eines normalen Tages alleine mit zwei Kindern. Geplant war: Wir gehen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1641&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwuckelina: 6 Wochen und 4 Tage</em></p>
<p><em>Knirps: 2 Jahre, 9 Monate, 16 Tage</em></p>
<p>Noch haben wir zwei Wochen Schonfrist, bis der Mann wieder voll einsteigen muss. Als ersten Versuchsballon sollte er aber den Samstagsjob ab heute wieder starten. Für mich also der erste Versuch eines normalen Tages alleine mit <em>zwei</em> Kindern.</p>
<p><strong>Geplant war</strong>: Wir gehen ausreichend früh ins Bett, falls der Knirps früh aufstehen will. Beide Kinder und ich überhören den Wecker und schlafen friedlich bis 8 Uhr. Anschließend packe ich die zufriedene Zwuckelina ins Tragetuch und frühstücke gemütlich mit dem blendend gelaunten Knirps, bevor wir uns alle anziehen. Wir spielen den Vormittag über friedlich Duplo und Spielküche, während die Zwuckelina sich ab und an zum Stillen meldet. Und wenn der Mann von der Arbeit kommt, liegt der Knirps längst im Mittagsschlaf. (Nein, wir waren nicht so naiv, das alles wirklich zu glauben, aber man soll sich seine Ziele ja hoch stecken.)</p>
<p><strong>Die Realität war</strong>: Wir machen uns nicht ganz so früh wie geplant bettfertig. Der Mann hat gerade den Knirps zum zweiten Mal ins Bett gebracht, nachdem er uns leicht verwirrt im Halbschlaf aus dem Schlafzimmer entgegen getorkelt kam, um zur Toilette zu gehen. Ich spüle der Zwuckelina die Nase mit Salzwasser &#8211; sie hat mittlerweile ihren zweiten ordentlichen Schnupfen und somit etwa 3/4 ihres jungen Lebens verschnupft verbracht &#8211; und ziehe sie um. Dauerschnupfen alleine ist harmlos, meinte die Kinderärztin bisher, solange es keine sonstigen Symptome wie Fieber oder Atemschwierigkeiten gibt.</p>
<p>Aber jetzt sehe ich, wie sich bei jedem Atemzug die Haut in der Halsgrube und unter den Rippen deutlich nach innen zieht und werde prompt unruhig. Ja, seit der <a title="Schussel plappert: Erfahrungen" href="https://schussel.wordpress.com/2010/03/25/erfahrungen/">Bronchitis beim Knirps</a> inklusive einer Woche Rundumverpflegung in der Klinik werde ich zweifellos bei Husten und anderen Lungen-Dingen <s>etwas schneller hellhörig</s> sofort extrem panisch. Dass solche Einziehungen kein optimales Zeichen sind, weiß ich jedenfalls, und lasse den Mann ebenfalls schauen. Der sieht dasselbe, ist aber entspannt. Google wiederum (jaja, nie sowas googlen) stützt meine Sichtweise und mahnt, junge Säuglinge mit diesen Anzeichen sofort in die Klinik zu bringen. Also rufe ich schließlich die Ärztehotline meiner Krankenkasse an, beschreibe die Situation und hoffe auf ein paar beruhigende Worte für übervorsichtige Mütter. Stattdessen wird uns geraten, die Zwuckelina noch heute einem Arzt vorzustellen und in diesem zarten Alter beim leisesten Zweifel auf keinen Fall über die Nacht zu warten.</p>
<p>Wir ordern also die Oma zur Nachtwache beim Knirps und fahren in die Kinderklinik. Auf der Fahrt plappere ich dem Mann eine Blase ans Ohr, weil ich vor Nervosität den Mund nicht halten kann, und drücke uns selbst die Daumen, dass wir auch gemeinsam wieder zurückfahren dürfen. Dann schließlich Anmeldung, warten, warten, dank Mini-Baby-Bonus doch nicht ganz so lange warten, und seltsame Erleichterung, dass die Aufnahmeschwester die Einziehungen ebenfalls sieht und ich mir nichts eingebildet habe. Dafür ist die Sauerstoffsättigung gut und der sonstige Zustand ebenfalls. Noch mehr warten. Bitterlich weinende andere kranke Kinder ausblenden (darin bin ich richtig schlecht. Die armen Kleinen!). Die Ärztin schließlich nimmt sich viel Zeit, ist bei manchem nicht ganz sicher, gibt aber am Ende Entwarnung (und die Einziehungen sind mittlerweile verschwunden). Viel Schnupfenschleim, aber Lunge in Ordnung, Allgemeinzustand gut. Wir werden mit dem Auftrag nach Hause entlassen, die erkältete Zwuckelina bei jedem Stillen gründlich anzuschauen und bei der kleinsten Verschlechterung (Blässe, Fieber, wieder veränderte Atmung) wieder zu kommen. (Und das Herzgeräusch, das die Ärztin entdeckt hat und jetzt im Arztbrief zur Überprüfung steht, das ignorieren wir erst mal und hoffen auf baldige Entwarnung.)</p>
<p>Die Steine, die mir vor Erleichterung vom Herzen geplumpst sind, haben wir über den ganzen Heimweg verteilt. Idiotischerweise kommt aber dann sofort das schlechte Gewissen hinterher. Da habe ich nun die Pferde umsonst scheu gemacht, die Oma aus dem Bett telefoniert, die Notaufnahme belagert, den Mann schlaflos zur Arbeit geschickt und am Ende habe ich doch immer noch nur ein Schnupfenbaby. Klar, zum Glück. Da helfen auch die verbalen Kopftätscheleien von Ärztin und Krankenschwester nicht viel, die uns versicherten, dass wir alles genau richtig gemacht hätten und in ähnlichen Fällen auf jeden Fall wieder kommen sollten.</p>
<p>Wir haben also am Ende noch mehr oder weniger Schlaf von 3 bis 6 Uhr bekommen. Die Kinder schlafen natürlich nicht friedlich aus, sondern der Knirps wacht mit dem Wecker des Mannes auf, weint zunächst bitterlich, weil Papa jetzt nicht Kaufladen spielen kann, weckt damit das Zwuckelmädchen und mich und lässt den Morgen mit gespannten Nerven beginnen. Die überraschend auf dem Sofa vorgefundene Oma kann seine Laune dann beträchtlich heben. Meine Laune dagegen sinkt gewaltig, als die Zwuckelina kurz nach 7 mal wieder am Schleim würgt und sich kurz darauf im hohen Bogen über sich, mich und die Tragehilfe erbricht. (So groß kann ihr Magen eigentlich gar nicht sein, wo kam das Zeug her?)</p>
<p>Immerhin: danach läuft alles nach Plan. Wir frühstücken gemütlich zusammen mit der Oma. Die Zwuckelina verschläft den Rest des Morgens im Tragetuch und auf meinem Arm. Der Knirps ist nun tatsächlich blendend gelaunt, jammert nicht eine einzige Sekunde (was zur Zeit eher ungewöhnlich ist) und spielt den Rest des Vormittags mit mir friedlich Duplo und Spielküche. Er hilft mir beim Tisch abräumen, damit ich nicht mit dem Zwuckelmädchen in den Kühlschrank kriechen muss und singt dem Schwesterchen beim Wickeln seine Lieblingshits von den Wise Guys vor, was sie mit Lächeln und Gurren beantwortet (ich sag&#8217;s euch doch. Geschwister!). Und als der Mann kommt, liegt der Knirps zwar noch nicht ganz zum Mittagsschlaf im Bett, aber wir sind alle <s>früher als an vielen anderen Tagen </s>angezogen, satt und sauber und überhaupt ziemlich gut drauf, abgesehen davon, dass mir vor Müdigkeit fast das schnupfenröchelnde Baby vom Arm fällt.</p>
<p>Ganz schlecht war der erste Probelauf also nicht. Wir versuchen das dann nächsten Samstag nochmal, nur vielleicht ohne nächtliche Kinderklinik und solche Spässe. Wobei, was sollte ich denn dann hier schreiben?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1641/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1641&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Weihnachtsbäckerei</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 13:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gestehe: bisher war ich nicht so sehr der Weihnachtsbäcker. Zwar mag ich das Endergebnis, und eigentlich mag ich auch die ganze Backatmosphäre und den Duft und die Blechdosen mit den frischen Plätzchen, aber in meinem üblichen Planungschaos hatte ich es in den meisten Jahren nicht rechtzeitig zum Backen geschafft. Und wenn ich dann zwischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1637&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gestehe: bisher war ich nicht so sehr der Weihnachtsbäcker. Zwar mag ich das Endergebnis, und eigentlich mag ich auch die ganze Backatmosphäre und den Duft und die Blechdosen mit den frischen Plätzchen, aber in meinem üblichen Planungschaos hatte ich es in den meisten Jahren nicht rechtzeitig zum Backen geschafft. Und wenn ich dann zwischen den Jahren genug Zeit und Laune zum backen hatte, dann waren Oblaten, gemahlene Mandeln und ähnliches längst ausverkauft. Außerdem wollte dann außer mir keiner mehr das Zeug essen. Wer zu spät kommt&#8230; </p>
<p>Vermutlich habe ich das von zuhause geerbt. Bei uns wurde viel gekocht und viel gebacken, aber Weihnachtsplätzchen (oder besser, in unserem Fall: <em>Bretle</em>) eher selten. Damit wurden wir ausreichend von meiner Oma eingedeckt. Das ist so eine Henne-Ei-Sache: ich weiß nicht, ob meine Oma so viel gebacken hat, weil sie uns Backverweigerer mitversorgen wollte, oder ob meine Eltern das Selbstbacken einfach aufgegeben hatten, weil von meiner Oma so viel kam. Tatsache ist, dass die Adventszeit für mich untrennbar mit den gestapelten, randvollen Blechdosen im kühlen Abstellzimmer meiner Großeltern verbunden ist, aus denen wir uns bei jedem Besuch bedienen durften. Es gab jedes Jahr die gleichen Sorten: Butterplätzchen, Zimtsterne, Zitronenmonde, Spitzbuben, Kokosmakronen, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Springerle">Springerle</a>, Spritzgebäck. Und wir Kinder waren natürlich dabei. Die alte Balkenwaage und das Mehlsieb, das große Holzbrett zum Ausstechen und das kleine Kindernudelholz. Meine Lieblingssorten wechselten langsam mit dem Alter: als Kind liebte ich die Spritzbuchstaben mit dem schokoladigen Ende und Kokosmakronen, später waren mir die Zitronenmonde das liebste, und heute würde ich viel für die Springerle geben. In den letzten Jahren hat meine Oma, mittlerweile über 90, nicht mehr alle Sorten gebacken, die alten Hände wollen nicht mehr wie früher. Das bedeutet also: wir müssen jetzt selbst ran. So ein wenig erinnerungstauglichen Adventszauber will ich für unsere Kinder ja auch schaffen <s>oder wenigstens so tun als ob</s>. </p>
<p>Letzte Woche hat meine Schwiegermutter den Anfang gemacht und mit dem Knirps sehr geduldig Butterplätzchen ausgestochen. Es sind sogar noch welche übrig, vor allem verzierte. Das anmalen fand der Knirps nämlich lustig, aber zum Essen hätte er doch gerne welche ohne Zucker und Schokolade drauf. Gestern dann habe ich mich an die ersten Elisenlebkuchen meines Lebens gewagt, und zwar nach <a href="http://www.chefkoch.de/rezepte/156931069001353/Elisenlebkuchen.html">diesem Rezept</a>. (Tips: 350gr Zucker auf 5 Eier sind noch sehr reichlich; der Teig lief fast gar nicht, also bis zum Oblatenrand verteilen; fertig gemischtes Lebkuchengewürz plus etwas Zimt ist auch lecker.)</p>
<p> Zwar musste im letzten Moment noch Orangeat nachgekauft werden, weil sich die extra besorgte Packung in dieses tiefe schwarze Loch in unserer Wohnung verzogen hat, wo unter anderem auch das Babyphon-Handteil, ein Fahrradschlüssel und sämtliche Weihnachtsdosen liegen müssen, aber das konnte mich dann auch nicht mehr aufhalten. Genauso wenig wie der Mixer, der beim Kleinhacken von Orangeat und Zitronat bedenklich stinkende Wölkchen von sich gab und seither von mir vorsichtshalber ignoriert wird. Für ungeduldige Zweijährige ist das Rezept abgesehen vom Teig mixen auch nur bedingt geeignet &#8211; aber das Ergebnis ist grandios. Ich kann nie wieder gekaufte Lebkuchen essen, befürchte ich. Und ich bezweifle, dass unser kleiner Vorrat es noch bis zum Verzieren schafft und kaufe schon mal Lebkuchengewürz nach. </p>
<p>Für die nächsten Wochen sind dann mindestens noch Zimtsterne nach Omas Rezept dran. Und Springerle, nachdem ich letztes Jahr endlich meinen eigenen Springerle-Model aus der Heimat importiert habe. Eventuell noch Spitzbuben, damit der Knirps ordentlich mit Marmelade <s>mantschen</s> bestreichen kann &#8211; aber ich will mir ja nicht schon wieder zu viel vornehmen.</p>
<p>Und was backt ihr so?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1637/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1637&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wochenbettabschluß</title>
		<link>http://schussel.wordpress.com/2011/11/21/wochenbettabschlus/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 18:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwuckelina: 6 Wochen Knirps: 2 Jahre, 9 Monate und 13 Tage So ganz funktioniert das mit dem geplant häufigeren Bloggen noch nicht. Zwar sitze ich wirklich oft stillend hier am PC, aber einhändig längere Texte möchte ich mir doch nicht antun. (140 Zeichen zwitschern geht gerade noch ohne Fingerkrampf.) Zeiten, in denen ich beide Hände [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1633&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwuckelina: 6 Wochen </em></p>
<p><em>Knirps: 2 Jahre, 9 Monate und 13 Tage</em></p>
<p>So ganz funktioniert das mit dem geplant häufigeren Bloggen noch nicht. Zwar sitze ich wirklich oft stillend hier am PC, aber einhändig längere Texte möchte ich mir doch nicht antun. (140 Zeichen zwitschern geht gerade noch ohne Fingerkrampf.) Zeiten, in denen ich beide Hände zur Verfügung habe, sind dank gewohnt nähebedürftigem Zwuckelkind eher selten und werden gerne auch zum beidhändig essen, duschen, für diverse Kinder-/Eltern-/Mutterschutz-Geld-Anträge oder für hochwichtige Duplobauten und Knirpskuscheleien genutzt. Und dem Tragetuch ist das Zwuckelmädchen alles andere als abgeneigt, aber doch am liebsten dann, wenn jemand mit ihr auf- und abgeht. (So. Genug entschuldigt.)</p>
<p>Jedenfalls: uns geht es gut. Sogar sehr gut, verglichen mit dem Knirpswochenbett geradezu berauschend gut. Nach knapp vier Wochen durften wir die Nachsorgehebamme verabschieden, weil es hier einfach nichts mehr für sie zu tun gab. Mein Wochenfluss hatte sich nach den Medikamenten irgendwann normalisiert, die Zwuckelina nahm trotz aberwitzig kurzer Stillzeiten mehr als ordentlich zu (ich sage nur: 1,3kg zwischen Krankenhausentlassung und U3 mit 5 Wochen), mein kleiner Dammriss war längst verheilt, der Zwuckelnabel ebenfalls. Auch meine Psyche hat sich &#8211; das sage ich mit einem hoffnungsvollen dreifachen Klopfen gegen meinen sturen Holzschädel &#8211; stabilisiert. Die unruhigen Abende verschwanden irgendwann; dann folgten einige Wochen, in denen es mehr graue, antriebslose, düstere Tage gab, als es sein sollten, aber auch das legte sich, bevor wir weitere Maßnahmen ergreifen konnten. Meine Symphyse hat sich beruhigt und lässt mich wieder so gut wie schmerzfrei gehen, und das allerletzte geburtsbedingte Wehwehchen verheilt auch gerade noch. </p>
<p>Das Zwuckelmädchen ist also gerade mal sechs Wochen alt und ich fühle mich zu 90% blendend. Daran hat ganz sicher der Mann seinen Anteil, der noch weitere drei Wochen hier sein wird, bevor wir uns an einen Arbeitsalltag ohne ihn gewöhnen müssen. Schon sehr praktisch, wenn auf zwei kleine Kinder wenigstens anfangs auch zwei Erwachsene kommen. Ansonsten ist hier bisher nicht viel passiert. Wir vier faulenzen so vor uns hin, könnte man sagen. Wir stehen auf, wenn wir ausgeschlafen haben, essen, wenn wir gerade hungrig sind und gehen schlafen, wenn wir müde sind. Dazwischen gibt es viel Vorlesen, Spielen, Kochen, Weihnachtsgeschenkplanungen, und den ein oder anderen Ausflug in die Welt da draußen zum Einkaufen, in Restaurants, auf den Spielplatz. Keine Zeiten, so gut wie keine Verpflichtungen, kein Stress. Und die Zwuckelina macht sich einen Ruf als unkompliziertes Baby und ist einfach immer auf einem unserer Arme dabei, ob Tag oder Nacht. Mehr scheint sie nicht zu brauchen. </p>
<p>Natürlich ist es wie immer, wenn ich viel zu lange nicht gebloggt habe: es gäbe so vieles zu erzählen. Vom Zwuckelmädchen, das sich mit fünf Wochen bereits den zweiten richtigen, grünschnodderigen Schnupfen eingefangen hat &#8211; offenbar das Los der Zweitkinder, die überall hin mitgeschleppt werden. Von Geschwistern. Geschwister sind so toll! Ich könnte den ganzen Tag hier sitzen und dem Knirps dabei zusehen, wie er stolzer großer Bruder ist. Davon, dass der Mann und ich noch nie so lange am Stück so gut wie immer zusammen waren und wie schön das ist. Von den riesigen Unterschieden zwischen den beiden Geburten und den beiden Wochenbettzeiten. Vom Knirps und seinen Spielen. Vom Knirps und seinem Rest Eifersucht, der immer noch dann ausbricht, wenn er müde ist und der Mann die Zwuckelina auf den Arm nimmt, und davon, wie der schon so große Knirps diese Situationen manchmal ganz überraschend selber auflöst. Von der Zwuckelina, die jetzt lächeln gelernt hat und uns mit weit aufgerissenen Augen und freudigem <em>enggggg</em> den ganzen Tag anlacht &#8211; wenn sie nicht gerade schläft, was viel öfter vorkommt, genau genommen immer noch etwa 17-20 Stunden am Tag. Von den Nächten im großen Familienbett, die so entspannt sind und davon, dass wir tatsächlich fast immer ausgeschlafen sind. </p>
<p>Manches davon werde ich vielleicht noch schreiben, und anderes wird unter den Tisch fallen, wie es eben gerade kommt. Aber wir sind auf jeden Fall noch hier irgendwo. </p>
<p>Noch drei Wochen bis zum Alltag. Und die werden wir genießen. </p></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1633/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1633&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Optimistisch</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 08:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwuckelina: 11 Tage alt Knirps: 2 Jahre, 8 Monate und 13 Tage alt So ganz ohne ein paar kleine Stolpersteinchen will das Wochenbett bei uns wohl nicht vorbeigehen. Aber bisher sind es nur kleine Stolperkiesel. Nicht mehr. Direkt nach der Geburt blieb ich wegen verzögerter Gebärmutterrückbildung eine Nacht in der Klinik. Sie blieb ewig zwei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1628&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwuckelina: 11 Tage alt</em></p>
<p><em>Knirps: 2 Jahre, 8 Monate und 13 Tage alt</em></p>
<p>So ganz ohne ein paar kleine Stolpersteinchen will das Wochenbett bei uns wohl nicht vorbeigehen. Aber bisher sind es <em>nur</em> kleine Stolperkiesel. Nicht mehr. </p>
<p>Direkt nach der Geburt blieb ich wegen verzögerter Gebärmutterrückbildung eine Nacht in der Klinik. Sie blieb ewig zwei Finger über dem Nabel stehen, wo sie längst nicht mehr hingehörte, und auch 20 Stunden Oxytocin-Tropf konnten daran kaum etwas ändern, so dass ich gewissermaßen mit einem &quot;<em>wird schon passen</em>&quot; dann doch entlassen wurde. Zuhause ging das dann trotz sämtlicher Hebammentricks und Hausmittelchen so weiter, bis hin zu einem ordentlichen Wochenflussstau von Tag 5 bis 8 und einem erneuten Arztbesuch. Da gestaute Wundflüssigkeiten nicht wirklich lustig sind, bekam ich die letzten Tage ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Methylergometrin">kräftiges Medikament</a>, das den Stau auch fürs erste eindrucksvoll innerhalb von Minuten auflöste. Hoffen wir, dass es so bleibt. Das ganze hatte außerdem etwas gutes: da die Arztpraxis fast neben meinem Lieblings-Sushimenschen liegt, musste ich eben zum zweiten Mal in einer Woche unbedingt Sushi essen. Und ich könnte schon wieder. </p>
<p>Unschön an dem Zeug ist nur die Packungsbeilage. Ich weiß, man liest keine Packungsbeilagen und macht sich erst recht nicht verrückt damit, eigentlich bin ich die erste, die sowas sagt und Vorträge über Statistik und Wahrscheinlichkeiten hält. Im Wochenbett allerdings scheine ich da ein klein wenig empfindlicher zu sein. Gerade dann, wenn sich einige der gar nicht harmlosen Nebenwirkungen auf den gestillten Säugling beziehen und die fachlichen Meinungen zum Thema Stillen mit diesem Medikament von &quot;einfach weiter&quot; bis hin zu &quot;mindestens drei Stunden Pause&quot; zu &quot;geht nicht für stillende Mütter&quot; reichen. Nach Absprache mit Hebamme und Ärztin gibt es nun also nach jeder Einnahme drei bis vier Stunden Stillpause, und da das Zwuckelmädchen davon gar nichts hält, pumpe ich kurz vorher für diese Zeiten ab. Wir haben uns <s>von der Werbung kräftig beschwatzen lassen</s> einen extrasuperdurchdachten <s>sauteuren</s> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003ZJOJVO/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schusselplapp-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003ZJOJVO">Spezialsauger</a> gekauft, der die Gefahr einer Saugverwirrung für die ganz Kleinen verringern soll, weil er nur mit stillähnlicher Saugtechnik funktioniert. Nach dem ersten Flaschentag, an dem die Zwuckelina sich anschließend an der Brust reichlich blöd angestellt hat (klar, das Zeug tropft ja selbst ohne Saugen aus der Flasche einfach in den Mund), schien mir die Ausgabe akzeptabel, und sie trinkt jetzt wieder vernünftig. Was bin ich froh, wenn dieses ganze Abpumpen-Kühlstellen-Aufwärmen-Füttern-Uhrzeitbeachten morgen hoffentlich ein Ende hat. Stillen ohne Zeiten und Pläne ist so wundervoll bequem und einfach!</p>
<p>Seelisch bin ich bisher relativ stabil. Tagsüber ist alles gut. Es sind die Abende, an denen ich ein wenig näher an den gefährlichen Klippen der Depression entlangtaumele. In den letzten Tagen kommt mit Einsetzen der Dämmerung auch die Unruhe vorbei. Ich werde extrem geräuschempfindlich &#8211; nicht gerade praktisch mit einem lebendigen Zweijährigen, der manchmal eine Aufforderung zum leise sein eher als lustiges &quot;wer kann lauter&quot;-Spiel versteht. Ich mache mir Sorgen, völlig übertriebene und haltlose Sorgen. Da klingelt das Telefon und ich bin ein paar Sekunden fest davon überzeugt, am anderen Ende müsse das Labor vom Neugeborenenscreening sein und uns die Nachricht einer unheilbaren Krankheit überbringen. Das Zwuckelmädchen sieht an diesen Abenden viel gelber aus, als sie eigentlich ist, und ich sehe uns schon wieder in der Klinik bei Phototherapie wegen Gelbsucht wie beim Knirps. Überhaupt sehe ich nur Gefahren und Risiken und ganz schlimme Dinge, die uns passieren könnten. (Der Mann darf jetzt bald meine Post vorlesen, denn an so einem Abend hilft der Werbebrief der Risikolebensversicherung mit der fetten Überschrift &quot;<em>Morgen könnte es schon zu spät sein!</em>&quot; wirklich nicht weiter.) Entscheidungen werden dann unmöglich, auch wenn es nur um die Frage geht, welchen Tee ich denn möchte, die Tränen sitzen locker und die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. </p>
<p>Aber noch (&quot;Noch?&quot;, fragte die Ärztin ganz zu Recht, &quot;wir gehen doch einfach davon aus, dass es jetzt so bleibt, basta!&quot;) sind es nur die Abende und wir haben das Gefühl, das Ganze unter Kontrolle zu haben. Die Hebamme kommt weiterhin jeden zweiten Tag, damit jemand von Außen mich im Blick behält. Im Zweifelsfall wird an solchen Tagen eben Essen bestellt statt gekocht, der Mann nimmt mir das Zwuckelmädchen ab, schaltet alle Lichter im Haus ein und massiert mich ausgiebig, sobald die beiden schlafen. Das funktioniert. (Jetzt hätte ich schon wieder fast &quot;noch&quot; geschrieben. Man ist so ein wenig in Wartestellung mit dieser ganzen Sache. Ich kann gar nicht anders, als mich kritisch zu beäugen. Aber jeder Tag weiter ist ein gutes Zeichen. Unsere Psychiaterin in der Hinterhand sagt, dass statistisch gesehen in den meisten Fällen die Depression zum selben Zeitpunkt kommt, wie beim ersten Mal, bei mir also innerhalb dieser ersten zwei bis vier Wochen. Später gibt es keine Garantie, aber das Risiko sinkt.)</p>
<p>Dem Zwuckelmädchen selbst geht es ganz wunderbar. Sie trinkt viel und schnell und schläft ansonsten meistens. Neugeborene schlafen angeblich bis zu 20 Stunden, meine schlafen offenbar mindestens 22, solange sie Körperkontakt bekommen. Immerhin kann sie auch schon ein paar Momente ohne Körperkontakt irgendwo liegen, und manchmal schläft sie so sogar für zwanzig Minuten. Ansonsten ist Bauch an Bauch die bevorzugte Position für Tag wie Nacht. Seit neuestem ist sie morgens auch mal ein oder zwei Stunden am Stück wach, am liebsten dann, wenn der Knirps in der Nähe ist und sie unterhält. Der wiederum tut sich gelegentlich für ein paar Momente schwer mit der neuen Situation, ist dann aber anschließend der wundervollste große Bruder, den man sich vorstellen könnte. Er hat kein Problem damit, mich zu teilen &#8211; seit dem Abstillen ist er recht papafixiert. Den Papa dagegen würde er manchmal lieber für sich behalten. So kann es dann vorkommen, dass schon die Ankündigung des Mannes, die Zwuckelina zu wickeln, den Knirps außerordentlich wütend macht und brüllend auf dem Boden wälzen lässt (&quot;<em>Ich brauche beeeeide Papas Arme</em>!&quot;). Keine halbe Minute später allerdings klettert er ganz selbstverständlich auf das Regal neben dem Wickeltisch, hält seiner Schwester die Hand und kommentiert jede ihrer Bewegungen liebevoll. Manchmal singt er auch für sie, <s>drischt auf sein Glockenspiel ein</s> spielt ihr etwas auf dem Glockenspiel vor oder schleppt seine Duplobauten nach oben, um sie ihr vorzuführen. Dort oben sitzt er fast bei jedem Wickeln, so dass das Zwuckelmädchen mittlerweile schon jedesmal den Kopf nach links dreht und mit großen Augen offenbar auf ihn wartet. Zum Schmelzen, auch wenn ich auf die vorhergehenden Wutanfälle verzichten könnte. Außerdem muss er unbedingt alles haben, was sie hat: ihre Fleecedecke ist besser als seine, ihr Beistellbett sowieso, und ihre Socken will er auch tragen. Aber mit viel Geduld und Zeit, die wir zum Glück jetzt haben, wird er da schon hineinwachsen. In den meisten Momenten jedenfalls kümmert er sich rührend. (&quot;<em>Mama, die will son wieder bei dir tinken, sie hat drad mit dem Mund so an Papas T-Shirt demacht! Sneeeeell, tomm</em>!&quot; oder &quot;<em>Mama, die hat delächelt, weil ich ihr die Hand dedeben hab</em>!&quot; oder <em>&quot;Ich pass auf sie auf, wenn Du aufn Tlo bist!</em>&quot; oder &quot;<em>Hallo Zwuckelina, hier bin ich, ich bin doch da, muss du dar nich weinen, shau!</em>&quot;)</p>
<p>Bis auf die Stolperkieselchen ist also alles, alles wirklich gut. Grund für Optimismus auf unserer Seite. Und der Rest wird sich mit viel Herbstsonne (dieses Wetter ist der Wahnsinn!), Sushi und Hirtentäscheltee auch noch erledigen. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1628/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1628/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1628&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zwuckelina</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 07:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Twitterspatzen haben es ja längst von den Dächern gepfiffen, jetzt also endlich auch ganz offiziell hier: Seit Dienstag morgen, dem 11.10.11, sind wir sehr glückliche Eltern eines gesunden Zwuckelmädchens. (Ihr seht, ich habe mein symmetrisches Datum gekriegt. Ha! 09.02.09 und 11.10.11) Sie schläft wie fast alle Neugeborenen viel, hat die garantiert weichsten dunklen Flaumhaare [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1627&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Twitterspatzen haben es ja längst von den Dächern gepfiffen, jetzt also endlich auch ganz offiziell hier:</p>
<p>Seit Dienstag morgen, dem 11.10.11, sind wir sehr glückliche Eltern eines gesunden Zwuckelmädchens. <em>(Ihr seht, ich habe mein symmetrisches Datum gekriegt. Ha! 09.02.09 und 11.10.11)</em></p>
<p align="center"><img hspace="5" alt="IMG 5470" src="http://schussel.files.wordpress.com/2011/10/img_5470.jpg?w=450&#038;h=596" width="450" height="596" /></p>
<p>Sie schläft wie fast alle Neugeborenen viel, hat die garantiert weichsten dunklen Flaumhaare der Welt und ist ein insgesamt sehr friedliches Baby. Wenn es hoch kommt, wird hier vielleicht 2 Minuten am Tag geweint. Meist beim Wickeln. Ansonsten reicht es, wenn man sie alle ein bis drei Stunden nach Wunsch stillt (Schnellstillbaby, übrigens, braucht nur 5-20 Minuten!) und den Körperkontakt rund um die Uhr nicht abreißen lässt. Wenigstens ein Knirpsfinger zum Festhalten muss schon sein. Sie kann die drolligsten Grimassen ziehen &#8211; am schönsten finden wir die groß aufgerissenen, schielenden Augen zusammen mit einem spitzgeformten Mund, als würde sie ständig &#8220;Oh!&#8221; sagen wollen.</p>
<p>Irgendwann wird es bestimmt eine Langversion rund um die Ereignisse der Geburt geben, schon alleine, weil <em>ich</em>  alles aufschreiben möchte. Für den Anfang versuche ich mich an einer meiner berüchtigten halblangen Kurzversionen.</p>
<p>Nachdem sich die Vielleicht-Wehen nach der Heimkehr des Mannes recht schnell als echte entpuppten, die auch gut stärker wurden, verabredeten wir uns für den Abend im Geburtshaus. Stimmungsvoll vorbereitet war dort alles und die Hebamme erwartete uns, ganz wie geplant. Mit der Fahrt wurden die eigentlich schon kräftig zu veratmenden Wehen allerdings schwächer und seltener. Also Ankommen, Wanne, Abwarten, Eisenkraut; nach einem Spaziergang und einem Schotteneis waren sie wieder regelmäßig und kräftig da. Nur leider nicht oft genug auf lange Sicht.</p>
<p>Über die Nacht hinweg haben wir also veratmet, vertönt, gewartet, akupunktiert, Zäpfchen gegeben, weiter gewartet und veratmet und gejammert und geaaaahhht. Kräftige Schmerzen, aber ich fand mit dem Mann Wege, damit einigermaßen umzugehen. Aber eben auch noch nicht genug. Irgendwann der Vorschlag, etwas Schlaf in den Wehenpausen zu versuchen, weil vielleicht die Erschöpfung bremst. Die beiden haben geschlafen, ich habe in den Pausen gelegentlich gedöst und ein paar Hypnobirthing-Entspannungen durch die Wehen versucht. Erfolgreich, aber vermutlich hat das zu Verwirrung bei der Hebamme beigetragen&#8230; doch davon mehr in der Langversion.</p>
<p>Am Ende war es 3 Uhr nachts und kein Kind da, die Wehen immer noch zu selten, mal alle 5 Minuten, mal viel weniger, mal öfter, aber so schmerzhaft und mittlerweile ja seit 12 Stunden vorhanden, dass mir langsam die Kraft ausging. Auf allen Seiten war der Gedanke, dass es so nicht weitergehen kann. Allerdings mit unterschiedlichen Folgerungen. Ich begann, mir Schmerzmittel irgendeiner Art zu wünschen, nur eine kurze Pause. Noch hielt ich durch, aber ich wusste ja nicht, <em>wie lange</em> ich noch durchhalten müsste. Die Hebamme dagegen war der Ansicht, dass es vielleicht noch keine echten Geburtswehen seien (<em>wie bitte</em>?), oder zu wenige davon, und bot uns an, nochmal nach Hause zu fahren. Das wiederum kam für mich nicht in Frage. Erstens, weil die Wehen wirklich heftig waren, auch wenn es nach außen vielleicht anders aussah &#8211; ich wollte damit nicht daheim sein, eigentlich auch schon nicht im Auto sein. Und zweitens, weil ich das Gefühl hatte: wenn wir jetzt fahren, krieg ich dieses Kind daheim <del>und werde dabei verrückt vor Schmerz</del>. So ein Gefühl eben. Ich bat noch um die erste und einzige Muttermunduntersuchung dieser Nacht, zu diesem Zeitpunkt noch hoffnungsvoll. Aber: 2 Zentimeter. Verdammte <em>zwei</em> Zentimeter nach 12 Stunden, genau wie beim Knirps. Enttäuschung, Wut, Frustration und Verwirrung. Es tat so weh!</p>
<p>Ich bin schon wieder zu ausführlich. Am Ende entschieden wir (bzw. ich), in die Klinik zu fahren. Wir kamen dort gegen halb sechs morgens an, ich mittlerweile ohne jeden Versuch, mich auf die Wehenarbeit zu konzentrieren und entsprechend heulend, fluchend und um mein Leben jammernd vor Schmerz. Die erste Untersuchung in der Klinik ergab 5-6 Zentimeter. Als die von mir ersehnte PDA gelegt wurde, waren wir kurz davor auf 7-8 Zentimeter. Von alleine. Innerhalb von 1,5 Stunden. Und dann wurde auch aus der geplanten Ruhepause mit PDA nichts, weil wir offenbar schon am Beginn der Pressphase standen. So plötzlich. </p>
<p>Meine PDA war so wundervoll leicht, dass die mörderischen Spitzen weg waren, ich aber immer noch gut zu fluchen und zu veratmen hatte, mittlerweile kopflos und dankbar auf Befehl der Hebamme, dass ich mich frei bewegen konnte und dass ich alles spüren konnte. Die Wehen, den ständigen Schmerz, den Kopf, den Durchtritt. Dieses Brennen und der extreme Druck. Ich habe unsere Zwuckelina <em>selbst</em> auf die Welt gepresst, irgendwo zwischen Vierfüßler und Rückenlage, in drei Presswehen und zwei Hustern für den restlichen Körper, 2,5 Stunden nach unserer Ankunft in der Klinik, mit nur einem kleinen harmlosen Riss. Ich bin so verdammt stolz. Auch wenn die Geburt etwas anders verlief als geplant. Sie war gut. Alles war gut. Und wir waren nun zum zweiten mal Eltern.</p>
<p>(Ja. Das war die Kurzversion.)</p>
<p>Wir mussten wegen einer verzögerten Rückbildung meiner Gebärmutter (die gerade immer noch ein wenig Probleme macht) eine Nacht in der Klinik bleiben. Und meine Symphyse macht erwartungsgemäß nach dem Kind-Pressen noch ein paar Schmerzen mehr als vor der Geburt. Die Naht ziept, verheilt aber ordentlich. Und bislang ist meine Seele heil und wird gut gepflegt und beobachtet. (Wir klopfen auf Holz, noch sind es ja erst 5 Tage.)</p>
<p>In den letzten fünf Tagen machen wir es uns hier einfach gemütlich. Wir halten lange Mittagsschläfchen zu viert im Familienbett, essen Vorgekochtes und Liefersushi zur Feier des Tages und tapseln allgemein mit einem ständig verliebten Grinseblick auf dieses wundersame kleine Wesen durch die Welt. Wir lassen uns in unserem unbezahlbaren Garten die warme Herbstsonne auf die Nase scheinen und freuen uns, dass uns die Wochentage gerade völlig egal sein dürfen. Der Knirps ist im Großen und Ganzen sehr stolzer und engagierter großer Bruder, hilft beim Wickeln und passt auf sein Schwesterchen auf, wenn wir aus dem Zimmer gehen, und freut sich über jedes Engelslächeln im Schlaf und ist ganz wunderbar. Nur wenn die Müdigkeit kommt, ist es manchmal etwas schwerer, plötzlich Papas Arme und den Didysling teilen zu müssen. Aber das wird schon.</p>
<p>Ihr werdet also verstehen, dass es bis zu diesem Eintrag so lange gedauert hat. Manchmal ist das Leben einfach zu schön zum Bloggen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schussel.wordpress.com/1627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schussel.wordpress.com/1627/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1627&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nachmittagsupdate</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 11:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwuckel: immer noch 40. Schwangerschaftswoche, ET-3. Heute morgen war ich ja schlicht und einfach optimistisch, weil irgendwas passiert. Die nächsten Stunden plätscherten so dahin mit mir und dem Knirps, der Mann arbeitet heute. Irgendwann am späteren Vormittag fühlte ich mich allerdings immer mehr unwohl. Keine Wehen, sondern dauerhafte Schmerzen von den Leisten in die Beine, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schussel.wordpress.com&#038;blog=4395503&#038;post=1625&#038;subd=schussel&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwuckel: immer noch 40. Schwangerschaftswoche, ET-3. </em></p>
<p>Heute morgen war ich ja schlicht und einfach optimistisch, weil irgendwas passiert. Die nächsten Stunden plätscherten so dahin mit mir und dem Knirps, der Mann arbeitet heute. </p>
<p>Irgendwann am späteren Vormittag fühlte ich mich allerdings immer mehr unwohl. Keine Wehen, sondern dauerhafte Schmerzen von den Leisten in die Beine, und Schmerzen im unteren Rücken. Zwar waren das exakt die Stellen, an denen auch die Wehen beim Knirps damals schmerzten, aber hier war nichts regelmäßiges, sondern nur ein stärker werdender Schmerzmatsch. Ein blödes Gefühl eben. Der Knirps war grundsätzlich sehr kooperativ und baute friedlich einen Mähdrescher nach dem anderen aus seinen Duplosteinen, aber meine Nerven wurden mit steigendem Schmerzlevel immer dünner. Und immer noch fühlte und horchte ich in mich und konnte weder Regelmäßigkeit noch klare Kontraktionen am Bauch erkennen. Todmüde war ich noch dazu. </p>
<p>Irgendwann endete das ganze darin, dass ich den sowieso schon müden Knirps wegen einer Nichtigkeit blöd anherrschte und er beim anschließenden Trösten und Entschuldigen sofort auf meinem Arm einschlief. Pause für mich. Ich schleppte ihn ins Bett und hatte geplant, mich dazuzulegen; allerdings waren die Rückenschmerzen im Liegen noch viel unangenehmer. Auch das kam mir entfernt von den Knirpswehen her bekannt vor. Aber Wehen sind regelmäßig, verdammt, und das hier nicht. </p>
<p>Ich informierte den Mann kurz telefonisch über die Lage und bat ihn, vielleicht schon um 4 nach Hause zu kommen. An jedem normalen Tag hätte ich gesagt, das schaffen wir mit Zähne zusammen beißen bis Feierabend &#8211; aber was, wenn dann gegen Abend richtige Wehen kommen und ich nervlich und körperlich schon da am Ende bin? </p>
<p>Und dann, nach der ersten halben Stunde ohne den Knirps, fiel mir auf, dass die Rückenschmerzen vielleicht doch eine gewisse Regelmäßigkeit haben. Vielleicht hatten sie das schon die ganze Zeit, vielleicht hat sich das erst so herausgearbeitet. Planlos fühle ich mich &#8211; eigentlich dachte ich ja, beim zweiten Kind weiß man, wie sich Wehen anfühlen und wann es wirklich ernst wird. Von wegen. Nie war ich mir unsicherer! Selbst beim Knirps damals war ich mir sicher, als ich nachts wach wurde, noch bevor der Mann mir geglaubt hatte. Jetzt dagegen will ich eigentlich nur, dass mir jemand sagt, was da gerade passiert. </p>
<p>Ich fange also an, die Zeit zu stoppen, interessehalber. (Bei Geburt 2.0 geht das ja beispielsweise <a href="http://contractionmaster.com/">hiermit</a> toll. Tatsächlich: zwar spürte ich immer noch nicht so wirklich, ob der Bauch hart wird, aber die Rückenschmerzen kommen in schönen 5-Minuten-Abständen. Noch ein Anruf beim Mann und, nur so für meine Beruhigung, einer bei der Hebamme. Wie Murphy das so will, hat heute die einzige Hebamme Rufdienst, die ich durch verschobene Termine und Schichtpläne nur einmal getroffen habe &#8211; aber gut. Sie konnte mir natürlich nur sagen, was ich eigentlich schon wusste. Abwarten, ob es stärker wird, vielleicht warm baden, nochmal gut essen und mich ausruhen, so weit es geht. </p>
<p>Genau das werden wir jetzt tun. Der Mann ist mittlerweile hier und lässt mir Badewasser ein, kocht noch ein paar Spaghetti und wartet mit mir ab. Und ich bin mir inzwischen auch sicher, dass es Wehen sind. Echte. Solche wie damals. Die Abstände werden klarer und liegen zwischen 5 und 7 Minuten, der Bauch wird für eine gute Minute ordentlich hart und es zieht mächtig im unteren Rücken, aber alles noch sehr gut erträglich, und man kann sogar noch bloggen und twittern dabei. Jetzt ist also noch die Frage, ob das ganze auf Dauer anhält und kräftiger wird, oder ob es nur eine letzte Übung für einen der nächsten Tage ist. Und dann&#8230;</p>
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